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Di, 11:00 Uhr
14.02.2017
kn-Forum

Mutti im Stich gelassen?

Dass unser Staat nur wenig für unseren Nachwuchs übrig hat, dürfte wohl, jedem bekannt sein, aber das sogar die medizinische Versorgung zu Wünschen übrig lässt, war mir neu, so begann ein Leserbrief, der kn erreichte...

Ich bin Mutti von einem 3 jährigen Jungen. Dieser hatte Sonntagabend gegen 21:3 Uhr einen riesigen Hustenanfall und hat immer wieder schlimm Schleim gespuckt, welcher auch immer wieder im Hals hängen blieb.

Da ich die Lage nicht für akut lebensbedrohlich hielt, rief ich die 116117 an, also den kassenärztlichen Notdienst. Dort sagte ein genervt zu scheinender Herr, was ich denn eigentlich wollte. Na einen Arzt für meinen Sohn, erwiderte ich. Darauf hin wurde er scheinbar immer genervter und gab mir zu verstehen, dass es für Sondershausen keine bereitschaftsärztliche Versorgung für Kinder gäbe.

Auf die Frage, was ich denn nun machen solle, wurde ich angefahren, ich solle gefälligst nach Nordhausen fahren. Ich fragte dann weiter, wie er sich das denn vorstelle. Ich bin schließlich allein erziehend und könne nicht gleichzeitig fahren und meinem Sohn beim Abhusten helfen. Darauf begegnete mir der Herr, das wäre ja schließlich nicht sein Problem, da solle ich mir eben ein Taxi rufen. Einen Arzt könne er mir jedenfalls nicht schicken, diese dürfen angeblich keine Kinder behandeln.

Ich bedankte mich dann noch für gar nichts und legte auf.
Ich muss echt mal sagen, es ist Schimpf und Schande für eine Kreisstadt, dass man mit einem kranken Kind derart im Stich gelassen wird!

Vollständiger Name und Telefonnummer der Mutti sind der Redaktion bekannt.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

14.02.2017, 12.10 Uhr
5020EF | ...
Ich habe von ähnlichen Fällen im Krankenhaus Sondershausen gehört und wollte sie nicht glauben. Da wurden fiebrige Kinder stundenlang im Wartebereich geparkt und dann nach Nordhausen verwiesen.

Man kann nur hoffen dass Sondershausen Kreisstadt des Grosskreises NDH, KYF und SÖM wird und sich eine anständige medizinische Versorgung aller Bürger, auch den Kleinsten, leisten kann.

Im Moment scheint man sich nur Geriatrie zu befassen, wahrscheinlich um die Bevölkerungstahl hoch zu halten?!
14.02.2017, 19.49 Uhr
tannhäuser | 116117
Bei dieser Nummer meldete sich also scheinbar ein genervter überforderter...was eigentlich? Call Center Agent?

Und ein Kind kann im Notfall nicht mal im hiesigen Krankenhaus behandelt werden?

Das hat nichts mit einem zukünftigen Grosskreis zu tun. Sondershausen ist aktuell eine Kreisstadt.

Niemand erwartet, dass hier ein Herztransplantitions- oder Pädiatriezentrum eröffnet wird.

Aber Eltern, die sich berechtigterweise Sorgen um ihr krankes Kind machen, ohne Rücksicht auf deren Nähe zum nächsten passenden Krankenhaus bzw. deren Transportmöglichkeiten dorthin so abzubügeln, ist mehr als fahrlässig.

Übrigens...Sondershausen ist so stolz auf die Geburtsstation. Was passiert, wenn nicht alles planmäßig verläuft?

Wird dann die Mutter nach 20 Stunden Wehen nach Nordhausen transportiert oder ein Spezialist eingeflogen?
15.02.2017, 14.18 Uhr
Friedrich I. | Das mit der Telefonnummer
116117, läuft in anderen Bundesländern perfekt.
Das scheint ein regionales Problem zu sein?
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