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17.02.2017
Neues aus Sondershausen

Votum für Sondershausen als Kreisstadt


Sondershausen bleibt (wird) Kreisstadt! So der Beschlussantrag der von vier Fraktionen des Stadtrats Sondershausen zur aktiven Mitwirkung beim Erhalt des Kreisstadtstatus...

Die Fraktionen SPD/Grüne, CDU, Die Linke und Volkssolidarität hatten in einem Schreiben an Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) diese Fordeeerung gestellt:


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kreyer,
hiermit stellen wir den Antrag, dass die Stadt Sondershausen (Bürgermeister, Stadtrat und Stadtverwaltung) aktiv und engagiert dafür kämpfen werden, dass Sondershausen den
Kreisstadtstatus behält!

Nach dem derzeitigen Vorschlag der Thüringer Landesregierung wird es zukünftig einen Großkreis aus den derzeitigen Landkreisen Nordhausen, Kyffhäuserkreis und Sömmerda geben. Jetzt geht es darum, diesen Prozess für Sondershausen proaktiv und positiv von Stadtrat und Verwaltung zu gestalten und die günstige Ausgangssituation für die Stadt Sondershausen in der Mitte des zukünftigen Großkreissees, zu nutzen.
Vergleicht man die derzeitigen Kreisstädte miteinander, so wird diese positive Aussicht deutlicher:

1. Nordhausen: Nordhausen hat ca. 42.000 Einwohner, eine florierende wirtschaftliche Infrastruktur mit mehreren großen und vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen und ist durch die Hochschule ein Wissenschaftszentrum im Norden Thüringens. Nicht zuletzt durch die sehr gute Infrastruktur in Nordhausen durch die A38 gibt es viele lndustrieansiedlungen in der Stadt. Durch viele Studentinnen und Studenten sowie Einpendlerl- innen und wesentlich mehr Einwohner ist in Nordhausen wesentlich mehr Kau?raft angesiedelt als in Sondershausen.

2. Sömmerda: Sömmerda hat derzeit ca. 19.000 Einwohner. Für das Jahr 2035 werden noch 16.000 Einwohner prognostiziert. Durch die Nähe zu Erfurt und die sehr gute infrastrukturelle Anbindung an die A 71 ist Sömmerda zu einem starken Wirtschaftsstandort geworden.

3. Sondershausen: Sondershausen ist mit seinen derzeit 22.000 Einwohnern die flächenmäßig zweitgrößte Stadt in Thüringen. Die in Sondershausen ausgewiesenen Gewerbeflächen sind weitestgehend belegt. Sondershausen ist traditionell eine Musik-, Kultur-, Bergbau- und Verwaltungsstadt. Eine Kaufkrafterhöhung ist entsprechend diverser Studien nicht realistisch. Das bedeutet, Sondershausen ist auf den Standort der Kreisverwaltung in der Stadt am Meisten von allen 3 jetzigen Kreisstädten angewiesen. Die Kreisverwaltung ist neben dem Krankenhaus, der Bundeswehr und WAGO einer der größten Arbeitgeber in der Stadt.


Der Stadtrat möge beschließen:
Die Stadtverwaltung legt innerhalb von 8 Wochen ein Konzept zur aktiven Werbung für den Kreisstadtstandort Sondershausen vor. Dazu gehören:

- eine Öffentlichkeitskampagne, in der die Stadt für den Standort Sondershausen als
Kreisstadt wirbt.


- Positive Außendarstellung auf allen „Kanälen“ durch Bürgermeister, Verwaltung und Stadträten der Stadt als Kreisstadtstandort

- Offensive Prüfung weiterer Eingemeindungen nach Sondershausen. Angebote machen an z.B. Hachelbich, Badra und Ebeleben

- Gespräche mit der Landesregierung über Perspektiven in Abstimmung mit dem Landratsamt

- Ausloten finanzieller Möglichkeiten für den zukünftigen Kreisstadtstandort Sondershausen



Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Viel Diskussion gab es nicht. Stadtrat Tobias Schneegans hatte einige Aspekte ins Spiel gebracht:
Die Gebietsreform wird kommen, wir müssen nur das Beste daraus machen!

Zu den zwei Varianten der Kreisreform
- IHK Modell Fusion der Kreise Nordhausen und Kyffhäuserkreis, die müssen wir ablehnen, weil wir als Kreisstadt dann kein Chance gegenüber Nordhausen hätten
- Modell Innenminister Fusion der Kreise Sömmerda, Nordhausen und Kyffhäuserkreis. Nur hier hätten wir eine Chance Kreisstadt zu bleiben, so Schneegans.
Weiter sagte er: „Wir müssen für diese dreier Fusion Werbung machen, in der Region und in Erfurt. Schneegans schlug vor, holen wir den Innenminister zu einer Stadtratssitzung nach Sondershausen.

Votum für Sondershausen als Kreisstadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Eine Neuerung gab es gestern im Stadtrat von Sondershausen. Weil man mit dem einfachen Armheben bei der Abstimmung in den letzten Sitzungen so seinen Probleme bei der Auszählung der Stimmen hatte, wollte man das System des Kreistages mit Stimmkarten übernehmen.
Nun ja, so richtig klappte es trotzdem nicht.

Vorschlag kn:
Das Präsidium des Stadtrats sollte etwas höher auf dem vorhandenen Podest sitzen. Da hat man den besseren Überblick wer wirklich etwas in die Höhe hebt.
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