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17.02.2017
Neues aus Sondershausen

Ärger mit der Bundeswehrschwimmhalle

Zum "Politikum" wird langsam die Nutzung der Bundeswehrschwimmhalle am Bundeswehrstandort Sondershausen. Gestern nun auch ein Thema im Stadtrat von Sondershausen...

Es geht mittlerer Weile das Gerücht in Sondershausen um, die Bundeswehr will die Sportvereine nicht mehr in der Schwimmhalle haben. Stadtrat Tobias Schneegans (Volkssolidarität) stellte im Namen einiger Bürger deshalb gestern die Frage an Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) die Frage, wie es weiter gehen soll.

Es ist schon zu Austritten aus Vereinen gekommen, weil die zugesicherte Mitnutzung der Bundeswehrschwimmhalle für den Verein nicht realisiert werden kann.

Kreyer bestätigte die Probleme bei der Nutzung der Bundeswehrschwimmhalle durch die Vereine. Es gab deshalb auch schon Gespräche zwischen dem Standortältesten Oberstleutnant Ulrich Rölle und dem Bürgermeister und ein Schreiben vom Bürgermeister an des Bundeswehrdienstleistungszentrum Weißenfels. Von dort kam ursprünglich die Antwort, ab 1. Februar soll es weitergehen, aber kurz darauf kam wieder die Absage, die Benutzung kann nicht genehmigt werden.

Beim Neujahrsempfang des Kyffhäuserkreises hatte kn die Möglichkeit genutzt Oberstleutnant Rölle nach den Ursachen zu befragen.
Ausgangspunkt der ganzen Probleme waren die Umbau- und Sanierungsarbeiten, die sich teils erheblich verzögert hatten, so dass die gesamte Nutzung der Schwimmhalle nicht möglich war.

Aber auch nach Fertigstellung der Arbeiten konnten einige technische Probleme noch nicht gelöst werden. Aber solange das Bundeswehrdienstleistungszentrum in Weißenfels nicht die vollständige Freigabe der Schwimmhalle gibt, solange darf er die Vereine nicht die Schwimmhalle benutzen lassen.

In einem Telefongespräch mit dem Bundeswehrdienstleistungszentrum Weißenfels wurden die technischen Probleme bestätigt. Es gibt zurzeit nicht beherrschbare Schwankungen der Wassertemperatur die von 18°C bis deutlich über 30°C hinaus gehen. Wegen dieser nicht beherrschbares Schwankungen können wir nicht zu jeder Zeit die Vereine ins Wasser lassen.

Es sei nicht zu rechtfertigen, so die Aussage, die Vereine kommen zu lassen um dann zu sagen, heute herrschen Bedingungen, da dürfen wir sie nicht ins Wasser lassen. Das würde auf die Dauer auch zu Frust führen. Bis zur Lösung der technischen Probleme dürfen wir keine Freigabe für die Vereine geben, so die Aussage in Weißenfels.

Anders sieht es für die Soldaten aus. Die Schwimmausbildung ist zwingender Teil der Ausbildung und muss realisiert werden. Hier habe man aber eben den Vorteil, dass die Soldaten problemlos auch kurzfristig zur Ausbildung in die Schwimmhalle beordert werden können, anders als die Vereine, die ja fest Hallenzeiten haben.

Klare Aussage sowohl von Weißenfels als auch von Oberstleutnant Rölle, es geht nicht darum, dass wir die Vereine nicht in der Halle haben wolle.

Das Bundeswehrdienstleistungszentrum Weißenfels hatte zwar am 3. Februar beim Telegespräch zugesagt, es werde noch eine Information geben, die ist aber bisher noch nicht eingetroffen.

Das Fazit des Ganzen: Wir beherrschen die automatische Fahrt mit Flugkörpern bis zur Mondlandung, aber unsere Firmen sind nicht in der Lage die Wassertemperatur in einer Schwimmhalle einigermaßen konstant zu halten. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Na Hauptsache es wird nicht so ein Dauerbrenner wie der Flughafen in Berlin, aber wir sind ja in Deutschland so langsam leidensfähig!
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