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Fr, 07:14 Uhr
17.03.2017
Kommunalpolitiker äußern sich

"NUBI" äußert sich zu Rossmann-Neubau

Die Teilnehmer an unserer Gesprächsrunde bei der NUBI Sondershausen vom 14. März 2017 sprachen sich mehrheitlich für einen Neubau aus, So beginnt eine Pressemitteilung, welche gestern am Abend kn übergeben wurde...

An der Bausubstanz der Flachläden wurde vor der Wende nicht viel und 26 Jahre nach der wende gar nichts gemacht. Nun ist sie marode. Heutzutage wäre eine Sanierung ohne absehbaren
Nutzensgewinn viel zu teuer. Und: Die Flachläden hatten ihre Zeit! Mit dem Neubau würde ein Schandfleck beseitigt.

Ansprüche über das, was Mieter investiert haben, müssen sie beim Auszug mit dem Vermieter klären, so die Auffassung. Wie wir erst aus der Presse erfahren haben, wurden die Flachläden schon im vergangenen Jahr an Rossmann verkauft, so dass ein Neubau nicht zu verhindern ist, es sei denn, im Kaufvertrag ist eine Rücktrittsklausel vereinbart. Über das Ganze waren die Bürger sehr verwundert.

Die beiden konkurrierenden Drogerie-Märkte lagen auch jetzt nicht weit voneinander. Und Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft! Das war früher bei den Drogerien Merx, Tölle, Richter und Jahn nicht anders, war die Meinung. Schließlich gibt es in der Galerie auch zwei Schuhgeschäfte.

Mit dem angezettelten Streit über den Verkauf des zweiten Gehweges um die Flachläden, der zwingend für den Neubau benötigt wird, diesen zu verhindern, das ist ein Witz von einigen Kommunalpolitikern.

Die Schließung des Rossmann-Geschäftes Ende April ist als nachvollziehbare Entscheidung zu werten, die Stadt als Eigentümer des Gehweges unter Druck zu setzen, so die Meinungsäußerungen. Den Nachteil haben unsere Bürger und die arbeitslosen Verkäuferinnen. Zudem vergrößert sich der Anteil an leerstehenden Geschäften in der Innenstadt weiter.

Bei Rossmann war es schon immer sehr eng und nicht barrierefrei. Warum ist Rossmann seinerzeit nicht in die Galerie gezogen, so wurde gefragt.

Auch die Ankündigung des DM-Marktes, die Filiale in der Galerie zu schließen, falls der Neubau kommt, ist nichts weiter als ein Versuch der Lobbyisten, diesen zu verhindern.

Die Teilnehmer an der Gesprächsrunde forderten nach wie vor perspektivisch auf der Ludwig-Ruine ein dringend benötigtes Hotel-Bettenhaus statt einer Drogerie zu errichten.

Die NUBI unterstützt alle Bemühungen, damit unsere Bürger im Neubau der Rossmann-Drogerie wieder preisgünstig einkaufen können. Auch die DM-Drogerie in der Galerie wird mit ihrem breitgefächerten Angebot ihre Kunden behalten.

Den Bedarf unserer Bürger nach Drogerie-Artikeln weiterhin preisgünstig und umfassend zu decken, das sollte im Vordergrund stehen, statt der Befindlichkeiten Einzelner und das Streben nach Maximalprofit.
Darüber waren sich die Teilnehmer an der Gesprächsrunde zur Meinungsfindung einig.

Gerhard Axt
Vorsitzender der NUBI
und Mitglied des Stadtrats
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Kommentare

17.03.2017, 12.23 Uhr
Bussard | Fundamentale Erkenntnisse der NUBI
Wäre es nicht so traurig, man könnte lachen über diese Pressemitteilung. Unter Abwägung aller Gesichtspunkte, lässt die Veröffentlichung nur einen Schluss zu , viel populistischer Aufwand mit wenig hilfreichen Argumenten für die weitere Stadtentwicklung.
Man gibt zu, dass die Bürger sehr verwundert über den bereits getätigten Verkauf waren und sind.
Es wäre interessant zu erfahren, wie die Zusammensetzung der Gesprächsrunde war. Da die Teilnehmer anscheinend noch die Drogerien Merx, Tölle, Richter und Jahn kennen, dürfte es sich um eine Gesprächsrunde der bestimmt 80-jährigen gehandelt haben? Aber sei es, wie es sei.
In anderen Kommunen erhält man Bauten aus der DDR-Zeit. Ja man eröffnet als historische Zeitzeugen sogar wieder alte Läden, die DDR Waren anbieten und sehr gut frequentiert sind. In Sondershausen muss das Alte weg.
Einst war die NUBI gegen die Öffnung und den Umbau der Fußgängerzone und wollte das Flair einer Altstadt mit historischem Kern erhalten, heute sorgt sie mit für die Zerstörung.
Wenn die Drogeriekette Rossmann die Fläche der Flachläden als Verkaufsfläche nutzt, stehen wieder 2 Gebäude in der Innenstadt leer.
Eine Belebung der Innenstadt wird es dann nicht geben. Wer Besorgungen zu erledigen hat, fährt in das Parkhaus der Galerie, geht zu REWE, Rossmann, Bäcker und Fleischer, fährt mit dem Fahrstuhl wieder nach oben zum PKW und verlässt die Stadt. Besucher der Innenstadt und Umsatz der Geschäfte in der Stadt gleich Null.
Das ist die Realität der Konkurrenz. Dieses wird übrigens auch von Städteplanern nicht bestritten, dass die Entwicklung so kommen kann.
Zu den Fragen der Arbeitsplätze. Einen Arbeitsplatzverlust wird es in jedem Fall geben, entweder bei Rossmann oder bei dm.
Wie will die NUBI diesen begegnen?
Zwei Worte zu dem Hotelbau auf der sogenannten „Ludwigruine“ In vielen Veröffentlichungen wurde von Seiten der Verantwortlichen darauf verwiesen, dass sich ein solches Hotel in Sondershausen nicht rechnet, nicht benötigt wird und sich auch keine Investoren für solch ein Unternehmen finden.
Sollte es in der NUBI andere Informationen geben, sollte sie diese schnellsten mit konkreten Faktenmaterial untermauern. Ansonsten ist und bleibt es ein Wunschdenken.
Ein Hotel in unmittelbarer Nachbarschaft leerer Läden und die Rossmannfiliale würde sich unmittelbar an das Hotel anschließen. Eine wirklich traumhafte Kulisse.
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