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21.04.2017
Vertrag verlängert

Michael Helmrath bleibt am Orcherster-Pult

Michael Helmrath, der zunächst für zwei Spielzeiten als Generalmusikdirektor der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH verpflichtet worden war, hat seinen Vertrag auf nun insgesamt fünf Jahre verlängert...

Michael Helmrath (Foto: T. Graner)

Aus dem Engagement des Künstlers, das zunächst Zeit verschaffen sollte, um eine langfristige Lösung zu suchen, wurde mit der Vertragsunterzeichnung eine dauerhafte Zusammenarbeit, über die Intendant Daniel Klajner sehr glücklich ist. „Sowohl menschlich als auch fachlich arbeiten wir wunderbar zusammen. Und ich sehe, wie gut er dem Haus und dem Loh-Orchester tut, deren Geist und künstlerische Qualität er hochhält und fördert“, so der Intendant.

Als Chefdirigent des Loh-Orchesters hat Michael Helmrath bereits in seiner ersten Spielzeit große Erfolge zu verzeichnen gehabt. Von den Sinfoniekonzerten des Loh-Orchesters mit hochkarätigen Solisten über die spanische Zarzuela „Luisa Fernanda“ bis hin zur groß besetzte Oper „Salome“ hat er das Publikum begeistert. Die künstlerische Qualität schlug sich auch in den Kritiken nieder: „… das faszinierend raue Streicherbrodeln holt Michael Helmrath am Pult umso besser heraus. Genussvoll treibt er das herrlich süffig, gar betörend und dann wieder lasziv derb zupackende Loh-Orchester Sondershausen in sportiv makellose Lautstärken, denen die Sänger hier immer gewachsen sind“, schrieb Roland Dippel in der Leipziger Volkszeitung über „Salome“.

„Ich fand ein künstlerisch kompetentes und menschlich angenehmes Leitungsteam vor, ein vorzügliches Ensemble und ein ausgezeichnetes Orchester, das sich auf meine Vorstellungen und Arbeitsweise einließ. Aufbruch lag in der Luft. Die ersten Resultate waren vielversprechend“, blickt Helmrath auf seine ersten Monate als Generalmusikdirektor der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH zurück. Und dann fiel ihm die Entscheidung nicht schwer: „Als nach etwa einem halben Jahr die Anfrage nach einer Verlängerung meines Vertrages erging, sagte ich freudig zu. Es gibt noch viel zu tun …“

Michael Helmrath begann nach dem Studium der Fächer Oboe und Dirigieren an der Kölner Musikhochschule zunächst eine Karriere als Oboist, die ihn als Solo-Oboist zu den Münchner Philharmonikern und Sergiu Celibidache führte. Dieser erkannte seine Fähigkeiten als Dirigent. Helmrath gründete das Philharmonische Kammerorchester München und wirkte in der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein-Musikfestivals als Assistent von Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Leonard Bernstein, Yehudi Menuhin, Dmitri Kitajenko und Semyon Bychkov und dirigierte das Festivalorchester.

Er erhielt Einladungen von in- und ausländischen Orchestern und Theatern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Oper Köln, dem Kroatischen Nationalorchester Zagreb, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem China National Orchestra Beijing und vielen mehr. Die von ihm geleitete Produktion von Poulencs „Dialogues des Carmélites“ am Kroatischen Nationaltheater Zagreb wurde mehrfach ausgezeichnet.

Vor seinem Wechsel nach Nordthüringen war Michael Helmrath von 2000 bis 2015 Generalmusikdirektor der Brandenburger Symphoniker, die unter seiner Leitung von der Fachzeitschrift „Opernwelt“ als Orchester des Jahres nominiert wurden. Dem Loh-Orchester Sondershausen steht er seit der Spielzeit 2016/17 vor.
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