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Sa, 06:15 Uhr
13.05.2017
Interessanter Nebenjob

Babysitten lohnt immer - mehr denn je

Jung, dynamisch, kinderlieb. Babysitting gilt als Nebenjob der klassischen Art, der damals wie heute besonders unter SchülerInnen, Studierenden und Auszubildenden sehr beliebt ist. In der heutigen Zeit, in der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für viele Eltern eine zunehmende Herausforderung darstellt, werden verantwortungsvolle und verlässliche Babysitter jedoch umso dringender gebraucht...

Jobben als Babysitter (Foto: annca/pixabay)

Wer Spaß an der Betreuung von Kindern hat, sorgt damit also nicht nur für eine wichtige Entlastung der Eltern, sondern kann sich damit auch Geld dazu verdienen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Vor diesem Hintergrund haben sich Experten von Betreut.de die Frage gestellt, wie sich die Job-Situation für Babysitter in Deutschland eigentlich genau gestaltet. Ist es in bestimmten Städten leichter, eine Anstellung als Babysitter zu finden, als in anderen? Was verdienen Babysitter eigentlich durchschnittlich? Und in welchen Fällen sind Eltern bereit, auch mehr zu zahlen?

Zur Beantwortung dieser Fragen haben Datenanalysten von Betreut.de jene Städte ermittelt, in denen Babysitter die besten Chancen haben, einen Job zu finden (basierend auf Inseraten auf Betreut.de im Jahr 2016). Je mehr offene Jobangebote pro Bewerber, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass unter den vorhandenen Ausschreibungen auch tatsächlich die passende Familie zu finden ist.

Die folgende Übersicht zeigt die Top 10 Städte mit den besten Jobchancen für Babysitter:

Grafik (Foto: Betreut.de)

Den Titel als „Beste Stadt für Babysitter“ hat die in Westfalen gelegene Stadt Lünen verdient. Hier haben Babysitter die größten Chancen, eine Anstellung zu finden. Ebenfalls auf dem Treppchen stehen dürfen Meerbusch (bei Düsseldorf) und Bad Homburg (bei Frankfurt). Daneben liegen Großstädte wie München und Hamburg gut im Rennen. Wer sich hier Geld dazu verdienen möchte, hat beim Babysitting besonders gute Chancen.

Platzierungen am unteren Ende des Rankings dürfen nicht als „schlechte Plätze“ verstanden werden. Es bedeutet schlichtweg, dass Babysitter in diesen Städten mit mehr Konkurrenz rechnen müssen. Daher ist es keine Überraschung, dass dies vor allem Studentenstädte wie Greifswald, Marburg und Siegen betrifft (siehe vollständige Liste weiter unten): Durch den hohen Anteil an Studierenden sind hier offenbar besonders viele junge Leute auf der Suche nach flexiblen und rentablen Nebenjobs. Wer gerne als Babysitter arbeiten möchte, steht in diesen Städten demnach vor der Herausforderung, aus der Masse an Mitbewerbern hervorzustechen.

Mehr Mut in der Verhandlung

Bundesweit betrachtet erwarten Babysitter einen Stundenlohn von rund 9 Euro. Wie das Ranking zeigt, sind Familien jedoch vielerorts durchaus bereit auch etwas mehr zu zahlen (durchschnittlich ca. 10 Euro). Besonders großzügig sind Eltern in Heidelberg. Hier wird den Babysittern durchschnittlich ein Stundenlohn von 11,53 Euro gezahlt.

In Dorsten dagegen, wo der Stundenlohn im bundesweiten Vergleich mit 9,71 Euro am geringsten ist, lohnt es sich für Babysitter mit den Eltern nochmal in Verhandlung zu treten. Zu einer guten Verhandlung rät auch Barbara Sommerer, selbst professionelle Babysitterin und Autorin des kürzlich erschienenen Buches ‚Die Babysitterfibel‘. Sie ermutigt Babysitter den Wert der eigenen Leistung nicht zu unterschätzen: „Kinderbetreuung ist eine anspruchsvolle Dienstleistung, die auch eine angemessene finanzielle Wertschätzung verdient.“

Entscheidend in der Verhandlung des Stundenlohns ist vor allem die praktische Erfahrung der Babysitter. Denn wenn es z.B. Zeit ist, die Kinder ins Bett zu bringen, den Fernseher auszustellen oder schlichtweg mal ‚Nein‘ zu sagen, ist besonderes Einfühlungsvermögen für die Kinder gefragt. Um zu zeigen, dass man befähigt ist, mit den unterschiedlichen Launen des Kindes souverän umgehen und auch in Notfallsituationen entsprechend reagieren zu können ist es sinnvoll, den Eltern bestimmte Nachweise vorzulegen.

Das können Empfehlungsschreiben aus früheren Babysitter-Anstellungen sein oder Bescheinigungen über die erfolgreiche Teilnahme an einem Babysitterkurs (auch bekannt als „Babysitter-Diplom“). Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind bestimmte Zusatzqualifikationen, Talente oder besondere Fähigkeiten. Wer beispielsweise eine Ausbildung als Rettungsschwimmer absolviert hat, dem Kind spielerisch eine Fremdsprache beibringen oder ihm Nachhilfe in Mathe geben kann, schafft sich damit unter Umständen einen Extrabonus.

In einer früheren Umfrage hat Betreut.de Eltern befragt, in welchen Fällen sie ihren Babysittern eine Gehaltserhöhung geben würden. 48% der Befragten würden einen höheren Stundenlohn zahlen, wenn ihre Babysitter zusätzliche Aufgaben, wie z.B. Einkäufe, erledigen. 42% der Eltern würden den Lohn um einen Euro anheben, wenn der Babysitter spontan verfügbar ist. Denn so gut die Familien ihren Alltag organisieren, so oft treten auch unvorhergesehene Termine und Ereignisse ein, die eine spontane und schnelle Betreuung der Kinder notwendig macht. Der überzeugendste Grund für eine höhere Bezahlung ist aber, wenn die Eltern sehen, dass sich ihre Kinder mit den Babysittern wohlfühlen und Spaß haben. Ihrem Lieblings-Babysitter würden 61% der befragten Eltern eine Gehaltserhöhung geben. Je länger der Babysitter für die Familie arbeitet, desto eine größere Bedeutung hat er für die Familie.

Tipp: Um die Job-Chancen weiter zu erhöhen, können sich Babysitter ab 18 Jahren bei Betreut.de anmelden oder die Betreut.de-App nutzen.

Babysitting lohnt sich

Babysitting wird überwiegend von jungen Menschen angeboten, die selbst noch keine eigenen Kinder haben oder einfach gerne Zeit mit Kindern verbringen möchten. Da diese meist einen unregelmäßigen Wochenplan haben, lässt sich der Job als Babysitter aufgrund seiner mit den Familien individuell abstimmbaren Arbeitszeiten sehr gut in den Alltag integrieren. „Flexibilität trifft Flexibilität“, fasst es Babysitter-Expertin Barbara Sommerer zusammen. Der wesentliche Mehrwert des Babysitter-Jobs liegt für Sommerer jedoch in der Tätigkeit selbst: „Die Arbeit mit Kindern ist eine Herausforderung und ein Schatz gleichermaßen. Babysitter tragen eine große Verantwortung, aber es macht auch großen Spaß, an der Kreativität der Kinder teilzuhaben und die Welt mit ihren Augen zu erkunden. Erwachsene verlernen diese ehrliche, direkte und kreative Herangehensweise manchmal.“
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