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So, 08:37 Uhr
18.06.2017
Neues aus Sondershausen

Das war grenzwertig...

oder wie man es mit dem Musikstadt Image übertreiben kann? Die Frage stellte sich gestern...

Das man in der Musikstadt Sondershausen manchmal mit Musik regelrecht überschwemmt wird, daren hat man sich schon gewöhnt, wie es schon passiert ist, mit vier Konzerten im Umkreis von 300 Metern an einem Samstagnachmittag. Aber diese Veranstaltungen fanden im geschlossenen Raum statt.

Gestern erreichte das Ganze eine andere Dimension. Gleich zwei Open-Air-Musikveranstaltungen bei einer Entfernung von nicht mal 200 Meter Luftlinie ist schon eine andere Dimension.

Das sich die Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen seit vielen Jahren in der Zeit von Mitte / Ende Juni bis in den Juli hinein sollte sich wohl langsam herumgesprochen haben. Auch stehen diese Termine schon ein Jahr lang vorher fest. Für 2018 kann man sie auf kn bereits nachlesen:
Schlossfestspieltermine 2018

Trotz dieser langfristigen Terminbekanntgaben (auch im Vorjahr) hat tatsächlich ein Musikveranstalter auf dem Innenhof der alten Post ein Irish Folk Konzert angesetzt.

Und fest zwangsläufig zu erwarten war, die Musik aus dem Innenhof der Post war teilweise recht gut bis in den Schlosshof zu hören. Das traf besonders auf die Szenen im Schlosshof zu, wenn nur gesprochen wurde.

Nun kann kn als älterer Mensch sagen, wenn ich es schon recht deutlich gehört habe, was sollen da erst jüngere Menschen vernommen haben?
Da sich kn nicht nur aufs eigene Gehör verlässt, wurde auch mal gehorcht, was andere Schlossfestspielbesucher sagten: Das war "grenzwertig" bekam kn zu hören. Und es konnte schlimmer kommen, wenn der Wind noch ungünstig gestanden hätte.

Stellt sich nur noch die Frage, sind Open-Air-Konzerte anmeldepflichtig? Wenn ja, war es absichtlich das man die zwei Konzerte parallel zuließ?
Musik mit Verstärkeranlage in einem Innenhof, der genau in Richtung Schlosshof offen ist muss vermuten lassen, dass da Musik nach oben dringen kann. Und auch der Schlosshof ist ja in Richtung Stadt offen. Die ehemaligen Postremisen stellen nicht wirklich ein Schallhindernis da.

Und bei den Schlossfestspielen handelt es sich ja nicht um irgendein Konzerterlebnis. Darüber sollten die Verantwortlichen mal nachdenken.

Wir wollen auf Musikstadt setzen und vergraulen uns vielleicht noch die auswärtigen Besucher.

Hoffentlich beschweren sich nicht noch die Konzertbesucher des Innenhofs, dass sie vom donnernden Applaus aus dem Innenhof noch gestört wurden.
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Kommentare

18.06.2017, 10.37 Uhr
takuma | Daumen hoch
...für noch mehr open Air Konzerte dieser Art im Posthof. Und nicht schon wieder auf den Veranstalter drauf rumgehackt. Nicht jeder ist ein ein Freund der Schlossfestspiele.
18.06.2017, 16.49 Uhr
tannhäuser | Sind Langeweile an lauen Sommerabenden...
...und eine ausgestorbene Innenstadt wie die Hauptstrasse ausserhalb der Marktzeiten etwa bessere Werbung für eine Stadt, die nach dem Kreissitz strebt und sich mit dem Image einer "Musikhochburg" schmückt?

Egal ob die "Kollision" der beiden Veranstaltungen aus Fahrlässigkeit, Unterschätzung des Lärmpegels oder sonstwelchen, verwaltungstechnischen erklärbaren oder lieber nicht zu veröffentlichen Gründen resultiert...diese Stadt mit ihren Ansprüchen muss das Schultern können.

Lästiger für viele Bürger wären sicherlich 2 lautstarke Feuerwerke, die zeitgleich um Mitternacht die Stadt beschallen.
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