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Mi, 18:55 Uhr
16.08.2017
Kn-Forum

Ein wenig Satire über Anne Bressem

Satirischer Brief an die zukünftige Bürgermeisterkandidatin 2018 der SPD in Sondershausen, von Fritz Busch aus Berka. Hier der komplette Wortlaut im kn-Forum. Update...

Liebe Anne Bressem,
ich muss mich heute als glühender Bewunderer Ihrer Person outen. In den letzten paar Wochen dürfen wir Sondershäuser eigentlich permanent im öffentlichen Verkehrsraum Ihren klugen Kommentaren und Ansichten lauschen. Einfach wunderbar…

Ich habe mich schon mehrfach gefragt, wer ist diese Frau? Wo kommt sie auf einmal her? Warum hat sie sich in den letzten 10 Jahren einfach versteckt? Wir hätten sie und ihre Weisheit doch dringend gebraucht!

Da ich von Haus aus ein sehr neugieriger Mensch bin, habe ich einfach das wunderbare Medium „facebook“, in dem einfach jeder hippe Zeitgenosse seine persönliche Wahrheit an den Mann bzw. die Frau bringt, durchforstet und bin dabei auf eine imposante Vita gestoßen, die mir großen Respekt abfordert und mich persönlich zeigt, wie kleingeistig ich doch bin. Um nichts zu vergessen hier einfach eine Kopie Ihrer bisherigen Laufbahn (Quelle: facebook):

- Pressesprecherin bei Bundeswehr
- Vorsitzende bei Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Kyffhäuserkreis
- Beisitzerin Kreisvorstand bei Wir in der SPD Kyffhäuserkreis
- Beisitzerin Ortsvorstand bei SPD Sondershausen
- Pressesprecherin bei SPD Sondershausen
- Hat als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Steffen-Claudio Lemme gearbeitet
- Hat als Presseoffizier bei Presse- und Informationszentrum der Streitkräftebasis gearbeitet
- Hat als Presseoffizier bei Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe gearbeitet
- Hat als Studentische Hilfskraft bei Helmut-Schmidt-Universität Hamburg gearbeitet
- Hat als Praktikantin bei Deutscher Bundestag gearbeitet
- Hat Politikwissenschaften hier studiert: Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

Man sieht, Sie haben, ganz im Sinne der Tradition Ihrer Partei der Arbeiterklasse, Ihr bisheriges Leben fleißig und hart für Ihren Lebensunterhalt geschuftet und sind daher mehr als prädestiniert dafür, jetzt die Stadt Sondershausen in Ihren Grundfesten zu erschüttern und neu aufzubauen. An dieser Stelle muss ich mich bei Ihnen sogleich für meine sprachliche Robustheit entschuldigen. Im Gegensatz zu Ihren mit „Fachbegriffen und Phrasen“ gespickten Ausführungen, stellt sich mein armseliges Geschreibsel als ziemlich ungehobelt dar.

Wenn ich folgende Ausführungen: „Unser Ziel ist es, unter Einbindung lokaler Akteure, familiengerechte Gesamtstrategien, verbunden mit einer hohen politischen Verbindlichkeit und Nachhaltigkeit zu verwirklichen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine hohe Wohn- und Lebensqualität oder eine bedarfsgerechte Bildungs- und Beratungsinfrastruktur sind wesentliche Bestandteile einer familiengerechten Kommune…“ oder „Aktive Bürgerbeteiligung stärkt die Identität und Liebe zu unserer Stadt.

Wir wollen uns langfristig und nachhaltig für eine familienfreundliche Kommune einsetzen, die allen Generationen gerecht werden kann. Damit sprechen wir uns für eine lebensphasenorientierte Familienpolitik in Sondershausen aus. Unsere Devise lautet gleichbleibend, Familienpolitik ist Investitionspolitik in die Zukunft.“ (Quelle: Anne Bressem kn) lese, möchte ich fast weinen vor Glück. Ich habe zwar nicht verstanden, welche konkrete Handlungsempfehlung Sie uns mit auf den Weg geben wollen, aber völlig egal, es klingt einfach toll! Sie merken, Ihre Ausbildung zur Pressesprecherin war nicht umsonst. Chapeau!


Vielleicht habe ich aber auch die eine oder andere Antwort auf die Frage, warum sich unsere Stadtverwaltung mit dem von Ihnen geforderten Prozess zur Ausstellung des Zertifikates zur „kinderfreundlichen Kommune“ noch nicht beschäftigen konnte.
Könnte es daran gelegen haben, dass die entsprechenden Mitarbeiter der Stadt damit zu tun hatten, den von Ihrem Parteifreund Gothe und seinem Stadtjugendring verursachten Fördermittelbetrug aufzuarbeiten? Soweit mir bekannt, haben sich die im Raum stehenden Vorwürfe bestätigt. Leider bislang ohne nennenswerte Konsequenzen für die handelnden Personen. Bagatelle, Kavaliersdelikt? Sagen Sie es mir.

Auch eine Einrichtung wie der Stadtjugendring gehört ja zum SPD Konzept einer kinderfreundlichen Kommune. Hier werden, obwohl die finanziellen Mittel im freiwilligen Bereich bekanntermaßen begrenzt sind, jedes Jahr höhere Forderungen gestellt.
Ich weiß halt nicht, ob eine Stadt wie Sondershausen überhaupt Geld in Einrichtungen wie den Stadt- oder Kreisjugendring stecken sollte, in dem unseren Kindern doch Weltanschauung sehr einseitig und immer SPD-konform vermittelt wird. Ich habe meinen Kindern den Besuch der genannten Einrichtungen nie empfohlen, weil mir nicht daran gelegen war, dass diese in die Gebräuche des Islam mit Kopftüchern und Ramadan eingeführt werden. Ich finde, dass hier die gebotene Neutralität missachtet und ein Wertesystem vermittelt wird, dass nicht meins ist.

Aber wenn der Sondershäuser Ortsverein Ihrer Partei das Thema so wichtig findet, warum fängt man eigentlich Ihrerseits nicht mal mit der Erarbeitung und Entwicklung konkreter Vorschläge zum Thema an. Liegen diese auf dem Tisch, können Bürger, Stadtrat und Verwaltung gemeinsam darüber diskutieren oder diese einfach umsetzen. Was genau erwartet denn die SPD Sondershausen von der Verwaltung? Aus dem Meer von Phrasen kann man nur schwer erfassen, welche Wunschliste umzusetzen ist. Und selbst wenn man die Wünsche erkennt, ist noch lange nicht die Frage geklärt, wie das Ganze bezahlt werden soll.

Sie haben in Ihrer Riege hochrangige SPD-Politiker, die Ihnen sicherlich gerne dabei helfen und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, Ihre Schwiegereltern Dorothea Marx und Wilhelm Schreier, Ihr Arbeitgeber Steffen Claudio Lemme, Ihre Freundin und Parteikollegin Antje Hochwind. Diese Personen sitzen doch in den entsprechenden Parlamenten, die eine Kommune wie Sondershausen mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausstatten können, um Ihre Wünsche zu erfüllen. Bei der derzeitigen finanziellen Ausstattung der Städte und Gemeinden ist, wie Sie so schön zu sagen pflegen, noch sehr viel Luft nach oben.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, Ihre generelle Abwertung der bisherigen Arbeit der Stadtverwaltung Sondershausen. Aufgrund Ihrer umfassenden politischen Vorbildung sind Sie und nur Sie natürlich vollumfänglich in der Lage auch die Arbeit Ihrer SPD Kollegen Kraffzick, Kucksch, Schreier, Dönhoff etc. zu kritisieren und an den Pranger zu stellen!

Irritierend war mich nur folgendes Zitat der letzten Tage von Ihnen: „…einige Angelegenheiten aus jüngsten Debatten, auch bspw. was die ärztliche Versorgung angeht, wirken strategisch nicht durchdacht, werden erst diskutiert, wenn Probleme akut sind. So etwas muss doch aber perspektivisch langfristig absehbar gewesen sein. Auch dieser Umstand hätte abgewendet werden können.“ (Quelle: Anne Bressem facebook)

Wie um alles in der Welt hätte die Stadtverwaltung „langfristig, perspektivisch und strategisch“ eine schwere und langwierige Erkrankung einer Ärztin vorausplanen können, um angemessen agieren zu können? Ich bedauere das sagen zu müssen, aber das ist Blasphemie!

Liebe Frau Bressem, folgendes Zitat: „…dann wäre es doch an der Zeit, dass sich etwas ändert. Darauf kann im Frühjahr 2018 jeder einzelne Sondershäuser Einfluss nehmen. Und im Übrigen sehe ich hier ebenso noch Luft nach oben, bin ja selbst Mama von fast 3jährigen Zwillingen.“

(Quelle: Anne Bressem facebook) und die Tatsache, dass Sie plötzlich, wie auch Ihr Kollege Martin Schulz im Bund, aus dem SPD Kaninchen Hut gezaubert wurden, ohne in der Vergangenheit jemals lesbare Spuren auf dem Sondershäuser Pflaster hinterlassen zu haben, nötigen mir und meinem Pfadfinderspürsinn die Schlussfolgerung ab, dass wir es hier mit der Sondershäuser Bürgermeisterkandidatin der SPD 2018 zu tun haben.

Zu diesem Entschluss die besten Wünsche. Na klar, die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr bisheriger Arbeitgeber Steffen Claudio Lemme Ihnen weiter SPD Brot garantieren kann, ist durch seinen schlechten Listenplatz bei der kommenden Bundestagswahl mehr als fraglich, da muss für Sie ein neues Karriere-Modell ran. Warum nicht mal Bürgermeisterin, das fehlt in der bisherigen Berufslaufbahn noch völlig. Und warum sollte das, was Antje Hochwind vor über fünf Jahren geglückt ist, nicht auch Ihnen glücken? Sie sind jung und hübsch und könne viel reden ohne etwas zu sagen, die Medien werden Sie lieben.

Sie werden sicherlich reichlich Stimmen auch aus dem Lager SPD nahen Lager von „Sonderhausen ist bunt“ und ähnlichen tollen Vereinen bekommen, die genau wie Sie auf der multikulturellen Schiene unterwegs sind und reichlich öffentliche Mittel abgrasen. Sie werden bestimmt den einen oder anderen Mitbürger auch mit Ihren Phrasen überzeugen.
Meine Stimme bekommen Sie nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Fritz Busch

P.S. Machen Sie sich wegen meiner fehlenden Stimme keine Sorgen, ich bin doch nur Einer…

Hinweis kn:
Da Herr Busch seine E-Mail mit
Busch
Berka
unterzeichnet hatte, wurde in der Kopfzeile der Zusatz Berka aufgenommen. Ist also keine Erfindung von kn. Da es in Sondershausen mehrere Familien Busch existent sind, machte dieser Zusatz auch aus Sicht kn Sinn.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

16.08.2017, 19.26 Uhr
Joerg Esser | Ironie will gelernt sein.
Ich glaube, dass Frau Bressem sicher selbst noch auf diverse Dinge eingehen wird. Nur soviel am Rande, Frau Bressem hat 12 Jahre lang in der Bundeswehr ihren Dienst geleistet und arbeitet heute als Offizier bei der Bundeswehr.

Das hätten Sie alles in ihrer kopierten Vita auch sehen können, wenn Sie es wirklich gewollt hätten. Anscheinend haben die Überlegungen von Frau Bressem aber wohl doch ins Schwarze getroffen. Anders kann ich mir Ihren sprichwörtlichen Schaum vorm Mund nicht erklären. Aber dass Sie und Ihre Kollegen sich im Stadtrat schon länger vergeblich an Ironie versuchen zeigt ja schon der Umstand, dass Ihr Lobbygrüppchen sich mit dem Namen der Volkssolidarität schmückt, eigentlich aber ähnlich viel mit diesem sinnvollen Sozialverband zu tun hat wie ein Schreiner mit dem Grünanlagenbau.
Ziemlich höhnisch ist es, wenn gerade jemand aus Ihrer Truppe jetzt die Verdienste von Conny Kraffzick hoch halten will.
16.08.2017, 20.13 Uhr
Micha123 | Sehr gut Herr Busch
Eine sehr gute Zusammenfassung Her Busch! Daumen hoch!
Und er verwundert mich kaum, dass sich gleich zuerst ein "Oberlehrer" gemeldet hat und Ihnen antwortete.
17.08.2017, 18.46 Uhr
5020EF
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
17.08.2017, 18.53 Uhr
5020EF
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
17.08.2017, 19.28 Uhr
AnneB | Einladung zum Gespräch
Lieber Herr Busch,
da Sie mich nicht persönlich kennen, lade ich Sie herzlich zu einem Gespräch in unser Wahlkreisbüro in der Hauptstraße 7 ein.
Freue mich auf Ihre Rückmeldung und unser Kennenlernen.

Mit besten Grüßen,
Anne Bressem
18.08.2017, 06.55 Uhr
uco | In den Skat drücken
Die kann man mit ihrem Chef in den Skat drücken, zwei glänzende Luschen , Hauptsache Bunt und gegen Rechts
21.08.2017, 11.20 Uhr
MaxPowerSDH | Anonymes gelästert
Es ist schon eine tolle Leistung aus der Anonymität gegen regionale Persönlichkeit her zu ziehen! Und noch toller ist, dass KN diesen Mist noch mit macht! Ist es nicht strafbar Leute öffentlich zu diskreditieren?!
@KHH: Bitte gib diesen Beitrag mal frei!
21.08.2017, 12.09 Uhr
Bussard | Wie geht es nun weiter?
Anonymität ist imer leicht und man kann alles sagen, ohne dass jemand weis, wer?
Ist es nicht besser, seine Meinung öffentlich zu vertreten.
Es ist ein guter Vorschlag, dass die Leute zusammen reden sollen.
Es wäre schön, wenn das gelingt und wenn dann auch Ergebnisse veröffentlicht werden würden.
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