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Mi, 00:03 Uhr
16.08.2017
Aus dem Vereinsleben

10 Prozent aus der Nutzung genommen

Der Verband der Behinderten (VdB) lädt sich regelmäßig Gäste ein, die mit interessanten Beiträgen zu verschiedenen Themen informieren. Gestern war der Revierförster vom Possen mit einem Lichtbildervortrag zu Gast...

Wie eigentlich fast jeden Mittwoch, war die "Hütte" wie man so schön sagt voll. Am liebevoll geschmückten Tisch machte man es sich bei Kaffee und Kuchen gemütlich, denn der Lichtbildervortrag von Revierförster Andreas Knoll versprach wieder spannende zu werden, denn jüngst hatte der VdB ja bereits einen Ausflug auf den Possen gemacht und eine interessante Fahrt erlebt.


Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Heidi Meister (gesungen wurde das Lied, "Auf, auf, zum fröhlichen Jagen) stellte sich Andreas Knoll vor. Als gebürtiger Berliner hatte er im Grunewald seine Ausbildung genossen und betreut nun schon seit 17 Jahren sein fünftes Revier, zuletzt in Beichlingen im Nachbarkreis, bis das Revier aus Naturschutzgründen geschlossen wurde.

Andreas Knoll hatte übrigens seine wichtigste Helferin mitgebracht, Anita von der Staufer..., eine 2,5 Jährige Beagle-Dame, die sich überall ihre Streicheleinheiten abholte, sehr zur Freude der Besucher, auch wenn man sich manchmal erschreckte, weil man unverhofft angestupst wurde.


Andreas Knoll, seit zwei Jahren ist er Revierförster auf dem Possen, stellte erst mal sein Revier vor, das immerhin 1.200 Hektar beträgt. Er macht mit dem Revier gut 400.000 Euro Umsatz und beim ThüringenForst bleiben nach Abzug der Aufwendungen (Material, Lohn) bis zu 150.000 Euro hängen, weil man zwischen 7.000 bis 8.000 Festmeter Holz erntet.

Und Andreas Knoll wartete mit interessanten Neuigkeiten auf, die oft verschwiegen werden, wenn es um das Thema Urwald geht. Ganz früher war die Hainleite und insbesondere der Possen reines Buschland. Erst durch die Aufforstung durch den Fürsten, wurde es ein Waldgebiet, wie wir es jetzt kennen! Bereits jetzt sind rund 10 Prozent aus der Nutzung genommen und darf sich so entwickeln, wie es die Natur will.

Dann informierte er über die Frage, was ist eigentlich ein Wald? Wissen Sie es? Wald ist eine Lebensgemeinschaft mit Tieren und Pflanzen mit Bäumen als beherrschend Schicht.
Interessant am Biotop Wald Possen: Es ist FFH Schutzgebiet und es wird regelmäßig von Wissenschaftlern kontrolliert, ob und wie viele bestimmte Tierarten im Wald vorkommen. Jüngst ergab eine Kontrolle, bei der kontrolliert wurde, wie ist der Bestand an Hohltauben. Hohltauben brauchen Höhlen in Buchen.

Die kontrollierende Wissenschaftlerin war begeistert, das es viel Hohltauben gibt. Übrigens gibt es von den Urwaldbefürwortern Anschuldigungen, es würde kaum Hohltauben auf dem Possen geben. Vielleicht waren die bisher noch nicht auf dem Possen, so Heidi Meister spitz zu kn. Wir sind oft schon in der Hainleite und dem Possen gewesen, wir wünschen uns den Possen so wie er ist, schön begehbar, so Meister.


Aufmerksamer Zuhörer war Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme (SPD), der hier von Heidi Meister zu Beginn begrüßt wurde. Leider konnte kn nicht diesen interessanten Vortrah bis zu Ende verfolgen, weil "die Pflicht rief", sprich Sitzung des Kreisausschusses.
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