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Fr, 12:53 Uhr
08.09.2017
Aus dem Kreisausschuss

Elektromobilitätskonzept für den Kyffhäuserkreis

Der Kreisausschuss des Kyffhäuserkreises beschloss, dass ein Elektromobilitätskonzept für den Kyffhäuserkreis erstellt werden soll.

Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.
Grundlage hierfür ist der Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur vom 14.06.2017. Es handelt sich um eine Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuwendung in Höhe von 80,00 v.H. der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 56.000,00 . Es sollen Eigenmittel von bis zu 14.000,00 eingesetzt werden. Der außerplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 70.000,00 wird zugestimmt.


Aus der Begründung von Landrätin Antje Hochwind SPD

Das Elektromobilitätskonzept soll als nachhaltiger Beitrag zur Stärkung des Landkreises als Wohn- und Wirtschaftsstandort sowie zur Attraktivitätssteigerung für Touristen unter Beachtung aktueller und künftiger technischer, ökonomischer und ökologischer Rahmenbedingungen erarbeitet werden.

Bereits seit 2011 verfolgt die Bundesregierung das Ziel, dass bis zum Jahr 2020 eine Million E-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen sein sollen. Bis 2030 werden sechs Millionen erwartet
.
Im November 2016 haben sich die großen deutschen Automobilhersteller auf eine gemeinsame Initiative zum Ausbau des Schnellladesäulennetzes in Deutschland verständigt, um so den Durchbruch von E-Mobilen zu beschleunigen. Zunehmende Feinstaubbelastungen regen derzeit in Deutschland die Diskussion um Dieselfahrzeuge an. Nicht nur Stuttgart, sondern auch Erfurt sieht sich immer stärker mit der Frage konfrontiert, ob Grenzwertüberschreitungen Fahrverbote zur Folge haben sollten.

Schließlich und endlich hat die Bundesregierung mit der Förderrichtlinie Elektromobilität die Erarbeitung eines kreisweiten Elektromobilitätskonzeptes deutlich erleichtert. Wir gehen davon aus, dass die Initiative der Bundesregierung und die Positionierung der führenden deutschen Autobauer in den kommenden zwei Jahrzehnten zu einem fundamentalen Mobilitätswandel führt, der komplexe Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche Teilbereiche haben wird.

Mit unserer Initiative möchten wir diese Prozesse pro-aktiv und langfristig gestalten, um Hemmnisse vermeiden und die Attraktivität des Kyffhäuserkreises als Wohn- und Wirtschaftsstandort sowie als Reiseziel erhöhen zu können.

Das Ziel der Bundesregierung hat mittel- und langfristig auch auf den Kyffhäuserkreis Auswirkungen. Daher sollte frühzeitig ein Elektromobilitätskonzept erstellt werden. Hierbei sollen verschiedene Aspekte wie die Ladeinfrastruktur, der Einsatz von Elektrofahrzeugen in der öffentlichen Verwaltung des Kyffhäuserkreises sowie auch in kooperierenden Unternehmen fokussiert werden. Das Ganze erfolgt stets unter Betrachtung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte.

Vergleichsweise hohe Anschaffungskosten, mangelnde Reichweite und die fehlende bzw. zeitaufwendige Ladeinfrastruktur sind einige der zentralen Argumente für eine ablehnende Haltung gegenüber dem Ausbau bzw. der Nutzung von E-Mobilität. Auf Grund der Siedlungsstruktur im Landkreis und wegen der Entfernungen zu Oberzentren bzw. Metropolregionen werden diese Vorbehalte noch verstärkt. Um diese Einwände sachgerecht ausräumen zu können, soll mithilfe des Elektromobilitätskonzeptes eine stringente und schlüssige Umsetzungsstrategie entwickelt werden.

Zusammengefasst soll das Thema E-Mobilität für Unternehmen sowie auch für Bürgerinnen und Bürger transparenter gestaltet werden. Es sollen negative Haltungen zu hohen Anschaffungskosten, mangelnder Reichweite und fehlender bzw. zeitaufwendiger Ladeinfrastruktur näher beleuchtet und ggf. beseitigt werden. Weiterhin soll gemeinschaftlich durch verschiedene komplexe Projekte der CO2 Ausstoß innerhalb unseres Kreises reduziert werden.

Der Wirtschaftsausschuss wurde am 21.06.2017 über den Erhalt des Zuwendungsbescheides informiert. Es gab keine Einwände zur Durchführung der Studie.

Der außerplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 70.000,00 wird zugestimmt.
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