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Di, 11:11 Uhr
19.09.2017
Ein Blick in die Statistik

Zahlen zu schwedischen Gardinen

Am 31. März 2017 waren nach Auskunft des Thüringer Landesamtes für Statistik 1 345 Strafgefangene in den Thüringer Justizvollzugsanstalten und Jugendstrafanstalten inhaftiert. Geringer war die Zahl der Gefangenen nur bis zum Jahr 1999...

Außerdem befanden sich 236 Personen in Untersuchungshaft, 15 in Jugendarrest und 34 Personen in sonstiger Haft. Sicherungsverwahrte gab es zum gennannten Stichtag keine in Thüringen. 1 254 Straftäter verbüßten eine Freiheitsstrafe nach allgemeinem Strafrecht und 91 Straffällige eine Jugendstrafe.

Die Zahl der Inhaftierten in den fünf Thüringer Justizvollzugsanstalten, einschließlich der Jugendstrafanstalt, ist gegenüber dem Vorjahresstichtag um 43 Personen (- 3 Prozent) zurückgegangen. Sowohl bei den zu einer Freiheitsstrafe Einsitzenden als auch bei den im Jugendstrafvollzug Inhaftierten gab es weniger Gefangene als im Vorjahr. 12 Prozent aller Insassen waren unter 25 Jahre alt, vor zehn Jahren waren es noch 28 Prozent.

Vier Fünftel aller Insassen waren zum wiederholten Male zu einer Geld- oder Haftstrafe verurteilt worden. Ihr Anteil an den Strafgefangenen insgesamt war in Thüringen noch nie so hoch wie in diesem Jahr. 406 Personen waren bereits fünf- bis zehnmal vorbestraft, 65 Insassen noch häufiger. Drei Viertel Prozent aller Vorbestraften war bereits in der Vergangenheit durch Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe zu einer freiheitsentziehenden Strafe verurteilt worden.
79 Prozent (993 Personen) der zu Freiheitsstrafe verurteilten Insassen waren ledig, 11 Prozent (143 Personen) geschieden oder verwitwet und 9 Prozent verheiratet (118 Personen).

Am häufigsten saßen die Gefangenen zum genannten Stichtag wegen Straftaten gegen das Leben ein, hier insbesondere wegen gefährlicher Körperverletzung (113 Personen) und Körperverletzung (99 Personen). 37 Insassen verbüßten in Thüringen ihre Strafe wegen Mordes. 287 Personen waren aufgrund von Diebstahls- und Unterschlagungsdelikten in Haft.

7 Insassen erwartet ein Freiheitsentzug von mehr als 10 bis 15 Jahren, 33 Häftlinge werden voraussichtlich bis an ihr Lebensende in der Obhut der Justizvollzugsanstalten bleiben. 78 Inhaftierte waren unter den gelockerten Bedingungen des offenen Strafvollzugs untergebracht.
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Kommentare

19.09.2017, 12.36 Uhr
alterNeunordhäuser | Interessante Zahlen
Aber mir fehlen hier entscheidende Zahlen
Was kostet ein Tag Strafvollzug den Steuerzahler und wie viele der Insassen haben einen Migrationshintergrund?
19.09.2017, 21.43 Uhr
N. Baxter | Schock?
sollen die Bürgen wirklich die Wahrheit erfahren, die Zahlen wie viel von den Knastbrüdern neue Fachkräfte sind? Nein nun wirklich nicht, nachher erleidet der ein oder andere noch einen Schreck und wählt doch noch populistisch...
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