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Mo, 13:01 Uhr
20.11.2017
Kulturszene aktuell

Ein Geschenk des Himmels

Zu einer imaginären Reise durch die vielfältige und traditionsreiche Musiklandschaft Thüringens lädt die Wanderausstellung „Ein Geschenk des Himmels – Die Reformation und ihre Musik in Thüringen“ des Hochschularchivs | Thüringischen Landesmusikarchivs bis zum 26.11.17 im Marstall der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen ein. Um was es geht und wie man sie besichtigen kann, erfahren Sie hier...

Dank der finanziellen Förderung durch die Thüringer Staatskanzlei und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen können auf 34 reich bebilderten Informationstafeln unbekannte Schätze aus der Thüringer Musikgeschichte bestaunt werden, die bislang in verschiedenen Pfarrarchiven oder Privatsammlungen verborgen waren.

Ausstellung (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sie zeigen, dass im Zeitalter der Reformation auch abseits der politischen Zentren ein reges Musikleben existierte, das angeschlossen war an die modernen Entwicklungen der europäischen Musik.

Kantoren und Organisten konnten dabei auf viele Laienmusiker vor Ort bauen, die als Adjuvanten bei der Kirchenmusik mithalfen, und die zugleich eine feste Säule in der Dorf- und Stadtgesellschaft bildeten. So entstand jene Thüringer Musiklandschaft, ohne die es auch keinen weltberühmten Thomaskantor in Leipzig gegeben hätte. Archivleiter und Ausstellungskurator Christoph Meixner lockt in die Ausstellung mit Hinweisen auf allerlei Rätselhaftes:

„Bei der Durchsicht der Quellen stießen wir auch auf Indizien, wonach bekannte Kirchenlieder etwas mit einem Weinkeller zu tun haben könnten. Daneben mussten wir das Rätsel zweier Fixsterne lösen, die als ‚Schultheiß‘ und ‚Sagittarius‘ seit langer Zeit den Thüringer Musikhimmel erleuchten. Und schließlich galt es zu überprüfen, inwieweit Italien nicht doch vielleicht an der Orla, der Wipper oder der Ilm liegt.“
Ausstellung (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ausstellung (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann nur nach Voranmeldung im Büro der Landesmusikakademie (Tel.: 03632 6662815 ) besichtigt werden.
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