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Di, 23:02 Uhr
06.02.2018
Bürgermeisterwahl in Sondershausen

Angehenden Politikern auf den Zahn gefühlt (1)

Bei einer Forumsdiskussion im Bürgerzentrum Cruciskirche organisiert von Sondershäuser Gewerbe- und Wirtschaftsverein (SGW) und Rotary Club Sondershausen haben die Mitglieder den angehenden möglichen Bürgermeistern auf den Zahn gefühlt...

Rund 60 Teilnehmer konnte die Vorsitzende des SGW, Monika Lambrecht im Bürgersaal des Bürgerzentrums Cruciskirche gestern begrüßen.

Von den drei Bürgermeisterkandidaten waren Sandro Bauer, Steffen Grimm (beide parteilos) und Stefan Schard (CDU) anwesend. Anne Bressem (SPD) war von einem Auswärtstermin nicht rechtzeitig zurück.

Angehenden Politikern auf den Zahn gefühlt (1) (Foto: privat)

Zuerst gab es eine Vorstellungsrunde. Hier offenbarte der Kandidat Steffen Grimm, dass er nicht weiter kandidieren wird, siehe auch hier:
BÜRGERMEISTERWAHL IN SONDERSHAUSEN - Da waren es nur noch drei. Positiv, Steffen Grimm diskutierte weiter mit!

Hier einige Auszüge aus der Diskussion

Monika Lambrecht fragte im ersten Themenblock, was soll nach dem ersten halben Jahr nach der Wahl passieren:

Stefan Schard

Er will keine Prioritäten setzen, er spricht von einer Vielfalt an Aufgaben und große Wandlung in den letzten Jahren. Sondershausen ist es gelungen trotz großer Arbeitslosigkeit den Standort umzubauen.
Es ist viel zu tun und anzupacken
Die geänderte Sicherheitslage in der Stadt kann nicut akzeptiert werden. Die Vorfälle dürfen sich nicht wiederholen. Sondershausen ist eine lebenswerte Stadt,
Aufgaben in der Innenstadt resultieren aus neuem Konsumverhalten, die Innenstadt muss neu gedacht werden, neue Konzepte, er möchte keine Zustände wie in den USA sondern funktionierende Innenstädte. Neue Dienstleistungen, Kita und Spielplatz sollen direkt in der Innenstadt erreichbar sein.
Besserer Anschluss an Erfurt ist wichtig und auch zur A38. Es geht ihm auch um mehr im gesellschaftlichen Zusammenhalt, besonders auch mit den Ortsteilen. Vereine sollen als Rückgrat der Gesellschaft besondere Bedeutung erfahren. Das sind die ersten Aufgaben der ersten Wochen.

Zur Infrastruktur hat einen langen Katalog
Geld ist wichtig für eine Gemeinde. Wichtig ist Haltung zu Kitagebühren. Sanierungsstau aufarbeiten um Attraktivität noch weiter zu verbessern
Die Innenstadt soll belebt werden und öffentliche mittel müssen in die Sanierung der gesamten Innenstadt investiert werden
Der Bürgermeister ist ein Vertreter der Bürgerinteressen. Er sieht die Polizei auch als überlastet und ihr bestes gebend.
Der Bürgermeister muss helfen, die Polizei zu verstärken und die Bürger zu schützen
Einführung einer Bürgermeistersprechstunde um immer wieder aktuelle Probleme zu kennen und die Nähe zum Bürger zu verbessern. Die Leute vor Ort wissen am besten wo es fehlt

Steffen Grimm

Er stimmte Stefan Schards Ausführungen zu und ging dann zum Thema Sicherheit über und berichtete aus dem Berufsalltag, der Unterversorgung der Polizei, aber er will keine Dienstgeheimnisse verraten. Die Kollegen kriechen bei den Belastungen regelrecht auf dem Zahnfleisch. Die Stadt kann nicht viel machen da es auf Landesebene passiert. Als Bürgermeister muss man in Erfurt kämpfen, damit sich etwas ändert.

Sandro Bauer

Er vergleicht Die Arbeit des Bürgermeisters mit seinen Aufgaben als Landesbereitschaftsleiter beim DRK. Alle Verantwortlichen an einen Tisch, welche Aufgaben sind zu erledigen und wo muss angepackt werden.
Amt als Bürgermeister muss man langfristig planen auch über 6 Jahre hinaus

Sandro Bauer will einen Ortsteilstammtisch einrichten. Auf Traditionen und Geschichte müsse geachtet werden. Er will auf Vereine zugehen und nach Problemen fragen.
Zum Thema Infrastruktur sagte er, sie biete ein trauriges Bild, Läden sind zu. AucH hier will er mit Verantwortlichen reden und Lösungen finden.

Frau Lambrecht fragt woher das Geld kommt ohne Bürger zu belasten

Sandro Bauer

Sandro Bauer kann die Frage nicht konkret beantworten. Man muss alle Möglichkeiten prüfen. Er gibt Stefan Schard recht das wir nicht zu hoch verschuldet sind so dass man auch hier investieren kann.

Stefan Schard

Stadt hängt am Tropf der Regelungen die leider woanders gemacht werden. Es spricht von Augenmaß, niemand soll geschröpft werden, auch nicht die Unternehmer, diese dürfen nicht überfordert werden, so mit Steuern. Eine günstige Steuer ist Standortvorteil
Stadt und Stadtrat wehrt sich gegen Gleichschaltung aus Erfurt. Wir sind nicht vergleichbar mit Erfurt und Weimar. Die Stadt selbst hat gar nicht allzu viel von der Gewerbesteuer. Bei hoher Steuer nimmt Kreis mehr weg und Land gibt weniger Zuweisung. Er ist für eine Reformierung der Gewerbesteuer.

Er spricht sich für schlanke Dienstleistungsverwaltung aus und ein schlagkräftiges Fördermittelmanagement.

Steffen Grimm

Steffen Grimm sagt er hat keinen Plan von Haushaltslage der Stadt. Er gibt Stefan Schard recht das die genannten Punkte ein richtiger Schritt wären. Kommt dann wieder zum Thema Polizei, es ist Landessache, ein Problem das die Stadt nicht klären kann.

Wird fortgesetzt
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