nnz-tv Eichsfelder Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung neue nordäuser zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Mi, 00:04 Uhr
14.02.2018
Neues aus Bad Frankenhausen

„Kalender für den gemeinen Mann und Frühaufklärung:

Vernunft und Erfahrung versus Astrologie“, unter dieser Überschrift steht nächste Woche ein Vortrag im Regionalmuseum Bad Frankenhausen. Dazu diese Meldung aus dem Regionalmuseum...


Für unseren Februar-Vortrag konnten wir Dr. Klaus-Dieter Herbst aus Jena gewinnen.
Er forscht seit 2002 zu den Kalendermachern und zum Kalenderwesen im 16., 17. und 18. Jahrhundert und erarbeitet zur Zeit am Institut Deutsche Presseforschung (Universität Bremen) ein Handbuch der Kalendermacher von 1550 bis 1750. Gleichzeitig ist er Herausgeber sorgsam edierter Nachauflagen von historischen Kalendern.

Dienstag 20. Februar 2018, um 19.30 Uhr

„Kalender für den gemeinen Mann und Frühaufklärung: (Foto: K,D, Herbst)
Foto K.D. Herbst: Kupfertitel des „Eitelkeiten-Calenders“ für 1669 von Alethophilus von Uranien. Dieser Kalender befindet sich im Stadtarchiv Bad Frankenhausen.

Seine Kalenderforschung führte ihn im vergangenen Jahr auch in das Stadtarchiv Bad Frankenhausen. Hier befinden sich ebenfalls einige Exemplare dieser Kalender aus dem 16. Jahrhundert.

Kalender und speziell Kalender in Buch- oder Heftform sind für uns heute alltäglich. In unserem Vortrag begeben wir uns in die Anfänge dieser Kalender, die seit der Mitte des 16. Jahrhunderts am Ende eines Jahres die für das Folgejahr erschienen.

Die Kalender in Heftform wurden in der Größe ca. 16 cm x 20 cm (Quartformat) heraus gegeben. Jeder Kalender war zweigeteilt in ein Kalendarium und in ein astrologisches Prognostikum.
Das Kalendarium beinhaltete die linksseitigen Monatstafeln mit den astrologischen Erwählungen (dargestellt mit Symbolen) und die kurzgefasste Wetterprognostik.

Die rechten, gegenüberliegenden Schreibseiten waren zunächst nicht bedruckt und konnten vom Kalenderkäufer mit persönlichen Notizen beschrieben werden deshalb „Schreibkalender“.
In dem Vortrag wird der Schreibkalender als dasjenige Druckmedium, das in der Frühen Neuzeit praktisch in jedem Haushalt vorhanden war, vorgestellt. Schwerpunkt ist die Darstellung des Bestrebens einiger Kalendermacher in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, den astrologischen Aberglauben aus den Kalendern heraus zu drängen.

Zu diesem interessanten Vortrag laden ein, das Regionalmuseum und der Heimat- und Museumsverein Bad Frankenhausen e.V.
← zum Nachrichtenüberblick
→ Druckversion

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.