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Fr, 08:00 Uhr
09.03.2018
Völkerverständigung zum internationalen Frauentag

Leuchtend prangten ringsum Apfelblüten

Raszwetali jabloni i gruschi, leuchtend prangten ringsum Apfelblüten - am gestrigen Nachmittag war das russische Liebeslied "Katjuscha" der Höhepunkt eines kleinen, gleichnamigen Stückes das man anlässlich des internationalen Frauentages auf die kleine Bühne gebracht hat...

Tanztheater zum Weltfrauentag  (Foto: Angelo Glashagel)
Eingebettet in eine kleine Geschichte aus der Feder Eva Lankaus um den etwas unbeholfenen Festivalveranstalter Horst Schneider, der im Umgang mit Damen aus Russland und Tschetschenien das eine oder andere Fettnäpfchen mitnimmt, zeigten drei Generationen Tänze aus der alten Heimat und ihr Selbstverständnis von Musik, Kultur und Tanz. Der Herr Veranstalter erwartet verführerischen Tanz im Trachtengewand, die Frauen machen aber ihr eigenes Ding. Zuerst kommt der Spaß, den man für sich selber hat, der Auftritt erst an zweiter Stelle, erklären sie.

Die kurze Erzählung ist dabei nah an der Realität, denn auf der Bühne standen gestern nicht die Tänzerinnen des Theaters sondern die Frauen und Mädchen der Kulturgruppe des Hasenholz - Östertal- Zentrums (HOC) aus Sondershausen. Ähnliche Situationen wie die auf der Bühne habe man durchaus schon erlebt, sagte Katharina Weizel, die Leiterin des kleinen Ensembles. Die Kulturgruppe ist Teil einer Initiative von und für Spätaussiedler und Flüchtlinge, die 2002 in Sondershausen gegründet wurde. Hilfe zur Selbsthilfe, das habe immer im Vordergrund gestanden, sagt Karla Kreyer vom HOC, diejenigen die schon länger da sind greifen denen unter die Arme, die etwa mit den Fallstricken der deutschen Bürokratie noch nicht vertraut sind.

Die Aufgehende Blüte - ein Blumentanz aus Tschetschenien (Foto: Angelo Glashagel)
Und man tanzt. Neben "Katjuscha" wurde gestern auch der Regenbogenwalzer, "Kadril", die "Aufgehende Blüte", ein tschetschenischer Volkstanz, und ein Bauchtanz gezeigt. Letzterer gehört zwar nicht zum Kulturgut aus der alten Heimat, aber der Tanz bringt Freude und darum soll es schließlich gehen. Man beherrsche noch viele andere Tänze, nicht nur traditionelles, und zeigt sie bei Gelegenheit auch, etwa auf dem Marktplatz in Sondershausen. So komme man ins Gespräch und könne Vorurteile abbauen, sagte Kreyer.

Ob das im Theatern unterm Dach gestern nötig war sei einmal dahingestellt, das zahlreich erschiene Publikum klatschte fröhlich mit und manch Gast mag wohl auch den Text von "Katjuscha" noch im Gedächtnis gehabt haben. Am Ende gab es, dem Anlass entsprechend, für die Frauen auf der Bühne und im Publikum rote Nelken als Präsent.

Am Nachmittag wird das Stück noch einmal zu sehen sein, um 16 Uhr in der Sondershäuser Cruciskirche.
Angelo Glashagel
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
Tanztheater zum Weltfrauentag (Foto: Angelo Glashagel)
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