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So, 19:32 Uhr
11.03.2018
kn-Forum

Backofen Uhren gehen erstmals ca. 6 Minuten nach.

Wie das zusammenhängt hier ein Bericht von Klaus Simionoff energiepolitischer Sprecher der NUBI Sondershausen...

Diese einfachen Uhren werden von der Netzfrequenz 50 Hz gesteuert.
Das klappt in der Regel mit einer Genauigkeit von +- 20 Sekunden (normale Regelschwankung).
Innerhalb eines Tages werden diese Abweichung ausgeglichen.
Die Netzfrequenz beträgt nur dann genau 50 Hz (Herz), wenn die Stromeinspeisung ins Europäische Verbundnetz und die Stromabnahme genau gleich sind.

Backofen Uhren gehen erstmals ca. 6 Minuten nach. (Foto: privat)
Während der winterlichen Temperaturen von Mitte Januar bis Ende Februar 2018, hinkte die Stromeinspeisung hinterher, es wurde zu wenig Strom erzeugt und eingespeist.
Das ist das größte Problem der Energiewende. Im Winter geht die Einspeisung von Wind und Solar viel häufiger gegen Null, als in den restlichen Jahreszeiten.
In der Badischen Zeitung vom 19. Januar 2017 hier: http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/in-frankreich-wird-der-strom-knapp--132601788.html
war damals unter anderen folgendes zu lesen:

„19.Januar 2017 - In Frankreich wird der Strom knapp.
PARIS. Die aktuelle Kältewelle verursacht in Frankreich einen kritischen Stromengpass. Wartungsarbeiten in Atomkraftwerken verschärfen die Lage zusätzlich. Die Regierung appelliert derweil an die Bürger, Strom zu sparen.“
Das kann natürlich in Deutschland nicht passieren!
Was passiert aber bei zu knapp ausgelegten Heizungen nach ENEV? Dann wird an den wenigen etwas kälteren Tagen auf alternative Quellen ausgewichen.

Natürlich wird auch wieder die berühmte Sau durchs Dorf getrieben:
Dazu ist hier zu lesen:
https://www.nzz.ch/panorama/warum-ihre-backofenuhr-ploetzlich-nachgeht-und-vielleicht-bald-vorgehen-wird-ld.1362349
„Nachdem sie den Sünder zuerst nicht benannt hatte, meldete die ENTSO-E am Dienstag, das Problem liege im Gebiet von Serbien/Kosovo. Man arbeite mit Hochdruck daran, diese Unstimmigkeit zu beheben. Der Verband deutet in seiner Mitteilung zudem an, dass es neben technischen auch um politische Aspekte gehe, und drängt die Regierungen in Europa, sofortige Massnahmen zu treffen.“

Aus physikalischen Gründen glaubt die ENTSO-E vermutlich selbst nicht an diese Aussage.

Klaus Simionoff
Energiepolitischer Sprecher der NUBI
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Kommentare

11.03.2018, 19.50 Uhr
muraschke | Es wird Zeit.
Manchmal fragt man sich wirklich...
DCF77-Module sind nicht teuer und würden den "Backofen" vielleicht 5 im Preis anheben. Dafür wär aber das Signal genau und auch die Sommer-/Winterzeit würde sich umstellen.
Aber man teilt die 50HZ, um daraus die "Backzeit" zu generieren, obwohl man weiß, dass hier Schwankungen die Zeit schwanken lassen.
Es soll ja noch Autos geben (aktuelle Modelle!), bei denen man die Uhr (Boardcomputer) auch manuell einstellen muss. Die Ingenieure schaffen es nicht, das GPS entsprechend abzugreifen. Auch hier ist der Einbau eines DCF77-Empfängers für 5 bei Modellen von 20.000 und mehr Euronen nicht möglich.
Es gibt genügend technischen Unsinn, der verbaut wird, um den Umsatz zu erhöhen. Einfache technische Lösungen will man einfach nicht. Das gehört wohl zum System ...
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