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Mo, 20:10 Uhr
12.03.2018
Landespolitiker äußern sich

Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT)

Um Projekte und Kooperationen zur beruflichen Integration geflüchteter Menschen ging es heute in Sondershausen beim Besuch von Thüringens Ministerpräsidenten Bode Ramelow (Die Linke) und Heike Werner (Die Linke) Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit Frauen und Familie...

Dazu hatte es zwei Stationen in Sondershausen gegeben. Z
Zuerst ging es m Stadtteilzentrum HOC (Hasenholz Oestertal Centrum) ging es um das Projekt "MultiPotenzial".

Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nach Begrüßung durch Lothar Hildesheim Gefolgschaftsführer der FAU - Gemeinnützige Förderungsgesellschaft Arbeit und Umwelt mbH, er stellte kurz die Entwicklung des HOC vor.
Danach gab es eine kurze Projektvorstellung durch die Projektmitarbeiter Jürgen Rauschenbach, Kaali Ortmann und Constance Gothe.

Kernaufgabe ist die Vernetzung von Agentur für Arbeit, Jobcenter und Ausländerbehörde, um eine optimal Integration zu erreichen, siehe auch die ersten drei Bilder der Bildergalerie.
Rauschenbach: Wir haben bei der Erarbeitung des Integrationplan des Freistaats Zuarbeit gemacht, wünscht aber mehr Input bei der Erarbeitung


Folgende geladene Gesprächspartnerinnen und -partner diskutierten anschließend zum Thema, ,Erfolge und Herausforderungen bei der beruflichen Integration geflüchteter Menschen im Kyffhäuserkreis“: Antje Hochwind Landrätin, Joachim Kreyer Bürgermeister, Karsten Froböse - Agentur für Arbeit Nordhausen, Elisabeth Katzmann - Geschäftsführerin des Jobcenters KYF, Romy Schröder - Leiterin der Ausländerbehörde, Kirsten Langethal Verein Sondershausen ist bunt e.V.,“ Hameed Sediqi - Vertreter der afghan. Community, Übersetzer, Mohammed Sharrouf - Vertreter der syrischen Community, und Katharina Weizel - Vertreterin der russischsprachigen Community.

Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Froböse: Die Zusammenarbeit ist gelungen, 23 Prozent der zu vermittelnden Personen sind in Arbeit oder in Ausbildung.
Kreyer: Forderte den Freistaat auf Druck auf den Bund auszuüben. Geld für beruflich Integration beim Jobcenter wurde um 77 Prozent reduziert (kn berichte bereits). Da habe ich große Sorge, dass dann die Vorleistungen verpuffen.

Ramelow: Werner hat schon eine Initiative im Bundesrat zu diesem Thema gestartet. Er würdigte die Arbeit der FAU als richtigen Weg.
Es geht nicht um Flüchtlinge sondern um Menschen. Wir müssen helfen, aber auch Stoppzeichen setzen. Es muss den Flüchtlingen vermittelt werden, gute Ausbildung ist eine Geldanlage.

Asylbewerber: Beklagte sich, dass er sich bei sieben Firmen bewarb, aber nur eine Antwort erhielt.

Hochwind: Landwirtschaft braucht Arbeitskräfte, aber es gelingt nicht die Flüchtlinge aus der Stadt zu den Landwirten auf dem Land zu bringen. Problem sei es weiterhin, dass Mittel gekürzt werden, sobald Erfolge bei der Integration erreicht wurden.

Ramelow: Ohne Rumänen und Bulgaren würden wir in Thüringen kaum eine Gurke auf dem Feld ernten.


Dann ging es ins Ausbildungszentrum der Bauinnung Kyffhäuser-Unstrut-Hainich-Kreis. Hier war das Thema: LAT-Projekt, ,Berufliche Integration in das regionale Handwerk“.
Die Begrüßung erfogte durch Andreas Bärwolff, Geschäftsführer der Bauinnung Kyffhäuser-Unstrut-Hainich-Kreis

Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es folgte ein kurze Projektvorstellung durch die Projektleiterin Julia Riese mit Erläuterung der vier Phasen der Integration, siehe Bildergalerie. Danach erfolgte eine Befahrung der Örtlichkeiten und Werkstätten.

Folgende geladene Gesprächspartnerinnen und -partner zum Thema, ,Unternehmen als Projektpartnerinnen und -partner“ diskutierten: Wilfried Pätzold - Obermeister der Bauinnung, Rudolf Rückebeil - stellv. Obermeister der Bauinnung und Gabriele Hohlstamm-Horn - lnhaberin der Sattlerei Hohlstamm-Horn und Gert Nawrodt - lnhaber Nawrodt Wärme und Bädertechnik GmbH.

Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Hier wurde von den Unternehmern beklagt, dass es an der Mobilität hapert. Die in Ausbildung befindlich Asylbewerber haben große Schwierigkeiten überhaupt eine Fahrerlaubnis zu bekommen, schon wegen vieler bürokratischer Hürden und der Sprachverständigung.

Die Unternehmer räumten auch ein, es bedarf großer Initiative, um so eine Ausbildung im Unternehmen durchzusetzen. Auch kam die Forderung, wer sich nicht integrieren will, muss eben wieder zurück.
Ramelow: Unsere Regeln müssen befolgt werden. Wir haben zwar rund 30.000 Flüchtlinge in Thüringen, aber es sind nicht die Zuwanderer die wir brauchen.
Werner hatte ins Spiel gebracht, dass der Arbeitsmarkt Zuwanderer braucht.

Hochwind: Beklagte sich, dass viele Förderprogramme zu wenig flexibel sind. Es bestehen eben erheblich Unterschiede zwischen Stadt (Erfurt) und Land (Kyffhäuserkreis).

Ein Schwerpunkt der Diskussion, die Mobilität bei der Ausbildung, nicht nur für Flüchtlinge, wenn es zu den Fahrten an die Ausbildungsstätten geht. Ramelow räumte ein, dass es bei dem Azubi-Ticket noch große Probleme gibt, da es in Thüringen viele kleine Verkehrsverbünde gibt und nicht einen einzigen großen wie in Hessen.

Zum Azubi-Ticket schwebt Ramelow eine Drittellösung bei den Kosten ein (Freistaat Azubi Wirtschaft).
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Umsetzung des Landesprogramms "Arbeit für Thüringen“ (LAT) (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Kommentare

13.03.2018, 07.40 Uhr
muraschke | der billige Ausländer...
"Ramelow: Ohne Rumänen und Bulgaren würden wir in Thüringen kaum eine Gurke auf dem Feld ernten."

... und ohne Polen keine Erdbeeren in Kindelbrück oder Gebesee.

Das kann man wohl so fortsetzen. Nur muss man sich fragen, warum das so ist.
Nur wer im Garten schon mal den Rücken krumm gemacht hat für eigenes Obst und Gemüse, kann Kosten und Aufwand beurteilen. Das, was in den billigen Auslagen der Discounter liegt, hat keine Haltung. Da steckt (zu) viel Dumping und Ausbeutung von Mensch und Natur drin.

Wir waren als junge Leute wenigstens mal auf dem Acker, um Äpfel oder Tabak zu ernten. Hatten dann eine kleine Ahnung, was das alles bedeutet. Aber heute? Da wachsen die Früchte ja als APP im Smartphone... "Gelle!?"
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