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Mo, 09:08 Uhr
09.04.2018
Landratswahl im Kyffhäuserkreis

Landratskandidat beantwortet Fragen

Björn Hornschu, Landratskandidat der AfD für den Kyffhäuserkreis beantwortet Fragen, die eine Leserin öffentlich gestellt hatte. Hier der volle Wortlaut des Briefes...

Sehr geehrte Frau Weber,
natürlich möchte ich Ihnen auf Ihre Fragen antworten.

1. Frage: „Aus welchen Gründen wurden Sie AFD Mitglied?“

Ja, ich war vor 5 Jahren CDU-Mitglied. Ich habe als Mensch mit einer aufrechten, geradlinigen Persönlichkeit die CDU verlassen müssen, nicht weil ich mich geändert habe, sondern weil die CDU ihren Charakter verloren hat. Betrachtet man den Richtungswechsel der CDU, kann man ihr Verrat an den Wählern, den Mitgliedern und letztendlich Verrat an Deutschland vorwerfen.
Bereits 2010 mit Beginn der Griechenlandkrise bekam man den Eindruck, dass diese Regierung sich lieber der Probleme anderer Staaten annimmt, als die eigenen zu lösen.

Die Währungspolitik der CDU ist eine Katastrophe für den deutschen Steuerzahler und widerspricht den Maastricht-Verträgen. Speziell den Verlust der Rechtsstaatlichkeit in diesem Land kann ich nicht akzeptieren. Dafür ist in erster Linie Frau Merkel verantwortlich, aber in der gesamten Union gab es keinen Widerstand gegen den Verlust des Grundpfeilers eines aufgeklärten modernen Staates. Ich könnte Ihnen weitere Fehler, Versäumnisse und Unzulänglichkeiten (Familienpolitik, Bildungspolitik, Rentenpolitik, Energiepolitik, Russlandpolitik, Europapolitik, usw.) der CDU aufführen, die den Verbleib eines klar denkenden, aufrechten Patrioten in dieser Partei unmöglich machen.

PS: Wenn Sie diesen Zeilen aufmerksam gelesen haben, wird Ihnen aufgefallen sein, dass ich die Flüchtlingspolitik nicht erwähnen musste. Es gibt auch so genügend gute Gründe die CDU zu verlassen. Die Mitgliedschaft in der AfD ermöglicht mir, weiterhin mit dem gesunden Menschenverstand auf dem Boden des Gesetzes mich für Deutschland und speziell die Menschen in dieser Region einzusetzen.

2. Frage: „Wie verhalten Sie sich als AFD Mitglied bei Auslandseinsätzen?“

Wie Sie vielleicht bereits bemerkt haben, ist mir die Einhaltung von rechtsstaatlichen Prinzipien sehr wichtig. Auch im Ausland sind die Soldaten Regeln unterworfen und gerade als Offizier habe ich eine Vorbildfunktion. Ihnen ist eventuell nicht bewusst, dass wir in Afghanistan unter kriegsähnlichen Zuständen operieren. Unter solchen Bedingungen ist es unerlässlich, dass man die richtigen Entscheidungen trifft und sich an Regeln hält sowohl in militärischer, als auch in zwischenmenschlicher Hinsicht. Nicht folgerichtiges Verhalten könnte sonst zu einem Heimflug im Sarg führen. Dies gilt es sowohl für mich, als auch vor allem für meine Kameraden zu vermeiden.
Zsfg: „Immer korrekt“ ist deshalb die kurze Antwort auf Ihre Frage.

3. Frage: „Ist Ihr Tun und Handeln bei den Auslandseinsätzen auch rechtspopulistischer Art, sowie das gestern übermittelt wurde?“

Ich vermute, Sie haben einen sehr begrenzten Einblick in das militärische Leben - speziell bei Auslandseinsätzen. Ich werde dies hier auch nicht weiter ausführen, da es jeglichen Rahmen sprengen würde. Ich kann Ihnen aber versichern, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen meinem dienstlichen Verhalten und der Mitgliedschaft in einer Partei gibt. Davon abgesehen, wird Ihnen jeder bestätigen, dass man bei solchen Einsätzen andere Probleme hat als die Parteimitgliedschaft eines Kameraden.

Sie haben es vielleicht bemerkt, die AfD ist eine Vereinigung, die auf die Einhaltung rechtsstaatlicher Normen drängt im Gegensatz zu allen anderen im Bundestag vertretenen Parteien. Auch ich nenne mein Verhalten „rechtstaatlich“ orientiert. Den Begriff „rechtspopulistisch“ verwende ich deshalb nicht in Zusammenhang mit meinem „Tun und Handeln“.

Sollten Sie weitere Fragen haben, bin ich gerne bereit auch diese zu beantworten. Natürlich kann sich Ihre Tochter, die Bürgermeisterin von Oberheldrungen, auch direkt melden, das erspart die Kommunikation über Dritte und Vierte.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr Björn Hornschu
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Kommentare

16.04.2018, 21.44 Uhr
anna1930 | Landratskandidat beantwortet Fragen
Herr Hornschu,
ja, wer hätte das gedacht, dass die AFD doch nur den „Letzten“ Platz bekam, trotz Wahlpropaganda von Herrn Höcke. Alle anderen Parteien hätten die Wahl gewinnen können, nur nicht die AFD - für mich ein super Wahl Ergebnis!!!
Nun aber zu meinem Anliegen. Erst heute wurde ich auf folgenden Satz, den Sie geschrieben hatten, aufmerksam gemacht: „Natürlich kann sich Ihre Tochter, die Bürgermeisterin von Oberheldrungen, auch direkt melden, das erspart die Kommunikation über Dritte und Vierte.“
Bevor dieser Satz geschrieben wurde, hätten Sie lieber einmal alle meine Berichte in den Kyffhäusernachrichten gelesen, dann wäre dieser Satz überflüssig gewesen. Ich bin niemanden hörig und lasse mir nichts diktieren, von niemanden!
17.04.2018, 12.10 Uhr
Mueller13 | Demokratie nicht verstanden
Sehr geehrte Frau Weber, mitunter fällt es wirklich schwer, angemessen auf Kommentare zu reagieren. Vielleicht ist es sogar besser, es unkommentiert in seiner vollen Pracht stehen zu lassen. Finden Sie es nicht auch schön, wenn der Bürger zwischen verschiedenen Parteien/Meinungen/Programmen wählen kann? Und wenn es Linke gibt, muss es da nicht auch Konservative/Rechte geben für ein Gleichgewicht in der Gesellschaft?

Es wird die AfD natürlich freuen, dass ihr persönlicher Seelenfrieden wiederhergestellt ist. Offensichtlich besteht Ihr Lebensinhalt ja mehr oder weniger in der Ablehnung dieser Partei.
Was Sie bei der AfD "Wahlpropaganda" nennen, ist ein normaler demokratischer Vorgang. Lokale Kreisverbände laden sich Bundestagsabgeordnete oder Mitglieder der Landesfraktion zu Bürgerdialogen ein. Haben alle Kandidaten gemacht, haben alle Parteien gemacht. Wo liegt da Ihr Problem?

Zum Thema "Letzter" für Sie zum Abgleich die Veränderung bei den Landratswahlen:
CDU: - 20,1 %
Linke: - 16,1 %
Grüne: - 2,1 %
FDP: - 3,0 %
Andere: - 11,4 %
AfD: + 18,7 %
Es ist zwar eine Personenwahl und deshalb nicht wirklich vergleichbar, aber Sie sehen es selbst oder?
17.04.2018, 12.48 Uhr
Joerg Esser | Alternative Fakten
Da Sie, Herr Müller, in bekannter AfD-Manier die Zahlen durch kreatives weglassen und hinzufügen von Zahlen und Fakten in ihrer Wirkung verfälschen möchten, liefere ich Ihnen gern noch die von Ihnen "vergessene" Zahl unserer Landrätin.
SPD: +34,1%

Und da es nur drei Kandidaten gab, können Sie uns eventuell auch noch ihre Zahlen der Parteien Linke, Grüne und FDP erläutern. Oder ging es Ihnen eher darum, die Zahl ihrer Lieblingspartei zu schönen?
17.04.2018, 14.34 Uhr
Mueller13 | @ Herr Esser - ich weiß, Sie sind wichtig!
Ach Herr Esser, dass Sie Demokratie nicht verstehen, ist allgemein bekannt (zu dieser Textpassage wollten Sie sich doch eigentlich äußern!?). Um Ihre SPD ging es mal gar nicht.
Wenn ich meinen Text mit einer Anrede beginne, die nicht "Herr Esser" beinhaltet, sind Sie auch nicht gemeint. Ich habe die Zahlen deshalb an meinen Gesprächspartner angepasst, wenn ich mit Ihnen rede, geht es natürlich nur um die SPD.
Eigentlich hätte es nur zweier Zahlen bedurft, bei dem Dialog mit Frau Weber, in den Sie sich hier einklinken:
Linke: -16,1 %
AfD: + 18,7 %

Auch Sie sollten erkennen, dass Frau Hochwind stark davon partiziepiert hat, dass es keinen anderen Kandidaten im linken Sektor gab. Sollten die Linken/Grünen/andere linke Vertreter bei der nächsten Wahl wieder einen Kandidaten stellen, wird Frau Hochwind 20% verlieren und schon darf sie sich einer Stichwahl erfreuen...

Aber wenn Sie es in Ihrem Leben voranbringt: SPD + 34,1 %. Glückwunsch zum Ergebnis. Sehen Sie, ich habe mir keinen abgebrochen ;-).
17.04.2018, 17.14 Uhr
Friedrich1. | Die Demokratie
überhaupt nicht verstanden haben Personen ,
die sich heute noch lautstark anschreien zb. in Vereinen.
Nach dem Motto "je lauter desto rechter habe ich " ?
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