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Fr, 17:59 Uhr
13.04.2018
Bürgermeisterwahl in Sondershausen

„Engagierte Stadt“ zur Bürgermeisterwahl (5)

Fragen an die Bürgermeisterkandidaten und deren Antworten sollen Ihnen die Wahl erleichtern. Dazu diese Meldung mit einem des Vereins „Engagierte Stadt“...

Alle Fragen wurden an sieben Kandidaten digital vor Ostern verschickt und von sechs Kandidaten fristgemäß beantwortet. Die fehlenden Antworten von Herrn Bauer werden vom Redaktionsteam Engagierte Stadt nachgereicht.
Bianca Fliß.

Engagierte Stadt – Fragen an die Bürgermeisterkandidaten

Bürgerschaftliches Engagement

4. Kinder und Jugendliche sind die Zukunft von morgen. Wie ermöglichen Sie jungen Menschen, dass sie ihre Interessen aktiv vertreten und ihre Informationen verbreiten können?

Patrick Weber: „Ich würde mich dafür einsetzen, das in Jugendeinrichtungen, Schulen und übers Internet regelmäßig Kinder und Jugendliche zu verschiedenen Themen befragt werden und auch über diesen Weg Anregungen geben können. Eine weitere Möglichkeit wäre, eine jährliche Kinder- und Jugendkonferenz einzuberufen, an der Stadträte und Verwaltungsmitarbeiter teilnehmen, um mit den Kinder und Jugendlichen Probleme und Anregungen zu besprechen und gefundene Lösungen mit wenig Bürokratie direkt auf den Weg zu bringen. Das wäre ein wichtiger Schritt um Sondershausen auch für die jüngere Generationen attraktiver zu machen und sie somit besser an Sondershausen binden zu können.

Jan Hartung: „Schaffung eines allgemeinen Jugendtreffs mit der Einbindung der Jugendlichen in den Bildungsstätten der Stadt durch Wettbewerbe sowie einem Jugendinternetradio für Jugendliche.“

Anne Bressem: „Warum sollen ausschließlich Erwachsene für Kinder und Jugendliche planen und entscheiden? In Sondershausen soll das anders werden, Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten, sich an der Gestaltung ihrer Stadt beteiligen zu können. Politik zum Anfassen macht Lust auf Demokratie und Beteiligung. Kommunalpolitik ist spannend, aber nicht immer einfach zu verstehen. Die Initiative „Pimp Your Town!“ gibt  Einblick in die Ratsarbeit. Pimp Your Town! ist das temporäre Pop-up-Jugendparlament, in dem Jugendliche aller Schulformen in einem Kommunalpolitik-Event mit Politikerinnen und Politikern zusammenarbeiten, intensiv an ihren eigenen Themen beteiligt werden und die Umsetzung ihrer Ideen anschließend selbst begleiten.  In diesem Kommunalpolitik-Planspiel zur Jugendbeteiligung von Politik zum Anfassen e.V. schlüpfen Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern und beraten und beschließen ihre eigenen Anträge, ob im Stadtrat oder Ortsteilrat. Kinder und Jugendliche erfahren so, wie spannende Politik vor Ort gemacht wird.
Weil mir die Ideen unserer Kinder und Jugendlichen wichtig sind, werde ich mich für das Planspiel „Pimp Your Town!“ sowie die Initialisierung eines Kinder- und Jugendparlamentes einsetzen. Die Ideen, Wünsche und Vorstellungen unserer Kinder sind wegweisend, ein Kinder- und Jugendparlament verleiht Ihnen die nötige Kraft und Bedeutung. So nehmen unsere Kinder und Jugendlichen direkten Einfluss auf kommunalpolitische Entscheidungen. Ich werde mich für einen Stadtratsbeschluss zur Einsetzung eines Kinder- und Jugendparlamentes stark machen, denn die wertvollste Perspektive, die unsere Stadt nachhaltig zukunftsfähig macht, sind unsere Kinder. Lassen wir sie mitreden!“

Babett Pfefferlein: „Junge Menschen in Sondershausen sollen ihre Heimatstadt im Herzen hinaus in die Welt tragen und jederzeit gern hier bleiben oder hierhin zurückkommen können! Ein Kinder- und Jugendparlament, ausgestattet mit einem eigenen Budget würde für mehr direkte Mitbestimmung sorgen und gleichzeitig auf spannende Art und Weise die politischen Strukturen für junge Menschen erlebbar machen. Dies ins Leben zu rufen, wäre eines meiner wichtigen Ziele. Eine enge Kooperation mit den Schulen in Sondershausen ist dafür notwendig! Junge Menschen brauchen Freiräume! Im Rahmen einer Zwischennutzung würde ich das Bahnhofsgebäude zur Verfügung stellen. Dort könnten Jugendliche ihre eigenen Ideen und Wünsche umsetzen – finanziert und begleitet von Landesprogrammen.
Der Stadtjugendring müsste besser für eine zukunftsfähige Jugendarbeit aufgestellt werden! Hier sind zeitgemäße Konzepte gefragt – diese bin ich bereit, zu diskutieren und dann in die Tat umzusetzen. Gemeinsam mit dem Landkreis, Trägern, Kindern und Jugendlichen.
Am Breitband-Ausbau für schnelles Internet arbeitet der Landkreis gerade intensiv. Diese Aktivitäten würde ich als Bürgermeisterin nach Kräften unterstützen.“

Stefan Schard: „Junge Leute verbreiten Ihre Informationen heute weit aus professioneller als wir das glauben über die sozialen Medien. Wichtig ist, Ihnen sowohl in der Stadtverwaltung als auch im Stadtrat Gehör zu schenken. Niemand soll den Eindruck haben, dass seine Interessen nicht ernst genommen werden. Dies trifft auch auf Investitionsentscheidungen zu. Dabei ist zu beachten, da ein Angebot für alle Altersgruppen aufrecht erhalten bleibt bzw. weiterentwickelt wird. Ein Forum, um den Jugendlichen auch Gehör zu verschaffen, ist zum einen die Kinder- und Jugendsprechstunde des Bürgermeisters aber auch die Einladung Jugendlicher in den Stadtrat bei geeigneten Themen.“

Steffen Grimm: „Zunächst müssen Kinder und Jugendliche von den Verantwortlichen auch als Zukunft von morgen erkannt und als gleichgestellte Persönlichkeiten behandelt werden. Kinder und Jugendliche können zum Beispiel bei „Tagen der offenen Tür“ zum einen mit der Arbeit der Stadtverwaltung vertraut gemacht werden, hierbei aber auch angehalten werden, eigene Interessen und Anliegen kundzutun. Weitere Möglichkeiten wären Veranstaltungen in Schulen, bei denen Vertreter der Stadt anwesend sind und wo junge Menschen mit ihnen ins Gespräch kommen und ihre Interessen vorbringen könnten. Auch die Teilnahme von Schulklassen an Stadtratssitzungen wäre erstrebenswert (zum Beispiel bei Vorverlegung der Startzeit). Parallel dazu müssen städtische Angelegenheiten auch jugendkonform und zeitgemäß kommuniziert werden. So sollten der Internetauftritt von Sondershausen auch weiterhin regelmäßig gepflegt und weiter ausgebaut sowie Kommunikationsmöglichkeiten in den sozialen Netzwerken verbessert werden. Auch hier könnten Jugendliche jederzeit mit Belangen an die Stadt herantreten.“
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