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Mi, 17:32 Uhr
18.04.2018
Kommunalpolitiker äußern sich

Gratulation für Landrätin - Austritt Krautwurst aus CDU

SPD Kreistagsfraktion gratuliert Landrätin Antje Hochwind zur Wiederwahl, wertete die geringe Wahlbeteiligung aus und nimmt den Austritt von Jens Krautwurst aus der CDU zur Kenntnis. Hier der komplette Wortlaut...


Die SPD-Kreistagsfraktion ist mit dem persönlichen Ergebnis der SPD-Landrätin Antje Hochwind zur Landratswahl am letzten Sonntag sehr zufrieden und gratuliert Antje Hochwind zum Wahlsieg. „Die SPD-Kreistagsfraktion hat in den letzten 6 Jahren wesentliche Entscheidungen der Landrätin mit unterstützt und die positive Entwicklung des Kyffhäuserkreises ist das Ergebnis der sehr guten Arbeit unserer Landrätin“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Matthias Strejc (SPD). Die Fraktion freut sich, dass Frau Hochwind bei zwei Mitbewerbern um das Amt bereits im ersten Wahlgang die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Allein dieses Ergebnis ist der Vertrauensbeweis der Wählerinnen und Wähler in die sehr gute Arbeit unserer Landrätin.

Die SPD-Kreistagsfraktion freut sich auf die weitere gute Zusammenarbeit mi der Landrätin Antje Hochwind.

Wir bedanken uns auch als Fraktion recht herzlich bei den Mitgliedern Der Linken, die den Wahlkampf unserer Landrätin mit unterstützten und zum Beispiel an Wahl-Infoständen mit präsent waren.

Natürlich ist wie in den vergangenen Jahren die Wahlbeteiligung nicht zufriedenstellend und die demokratischen Parteien müssen gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, um die Bürgerinnen und Bürger bei der Weiterentwicklung unseres Landkreises vermehrt mitzunehmen und zukünftig so auch eine höhere Wahlbeteiligung zu erzielen.

Die Entscheidung von Herrn Jens Krautwurst seine Ämter niederzulegen und auch aus der CDU auszutreten nehmen wir zu Kenntnis und danken Herrn Krautwurst für seine Tätigkeit als Fraktionsvorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Allerdings nehmen wir mit Verwunderung die Begründung seiner Entscheidung auf. Denn die Hauptschuld bei der CDU-Bundespolitik zu suchen ist für uns nicht nachvollziehbar und stimmt auch nicht mit der Realität überein. Denn auch bei anderen Kommunalwahlen in Thüringen hat die CDU neue Mandate hinzugewonnen bzw. bestehende Ämter verteidigt. „Vielmehr muss man akzeptieren, dass die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler mit der Arbeit von Frau Hochwind in den letzten 6 Jahren sehr zufrieden war und aus diesem Grund Herr Krautwurst die Landratswahl nicht gewonnen hat“, so Strejc.

Zudem ist es beschämend, dass das CDU Mitglied Steffen Kobrow 57 Prozent der Wählerinnen und Wähler unseres Landkreises als „dumm“ hinstellt. Denn die Wähler hätten sich manipulieren lassen von Schuleröffnungen und Richtfesten. Diese Diffamierung mündiger Bürger unseres Landkreises ist beschämend für die CDU im Kyffhäuserkreis. Man möge doch bitte einfach zur Kenntnis nehmen, dass es in unserem Landkreis die letzten 6 Jahre aufwärts ging, besonders in den Bereichen Tourismus, Schulen, Arbeitsmarkt viele Erfolge verzeichnet werden konnten und dass diese positive Entwicklung der Wähler verinnerlicht hat und daher sein Kreuz bei Frau Hochwind gemacht hat.


Und um nochmal auf die geringe Wahlbeteiligung zurück zu kommen, diese war leider auch beim CDU Landrat Herr Hegstermann extrem gering, sogar viel geringer als bei Frau Hochwind. 2006 gingen nur 38,8 Prozent der Bürgerinnen und Bürger im Kyffhäuserkreis wählen. Jetzt diese geringe Wahlbeteiligung als Argument gegen Frau Hochwind aufzustellen, ist ein starkes Stück und die CDU sollte ihre Äußerungen als demokratische Partei überdenken.

Die SPD-Kreistagsfraktion wünscht unserer Landrätin Antje Hochwind für die kommende Amtsperiode alles Gute und viel Erfolg und sichert auch weiterhin die Unterstützung im Sinne unseres Landkreises zu.

Matthias Strejc
Fraktionsvorsitzender SPD-Kreistagsfraktion
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Kommentare

18.04.2018, 18.37 Uhr
tannhäuser | Ja, die Wahlbeteiligung!
Die ist aber nicht nur im Kyffhäuserkreis kein Ruhmesblatt!

Immerhin taugt sie zur Ausrede für das Erstarken der AfD und der Dauerpräsenz von Herrn Weber recht gut, stimmt's?

Und der Seitenhieb auf Herrn Hengstermann ist Nachtreten. Freuen Sie sich einfach über den wiederholten status quo Hochwind.

Sie wollen nicht nachrechnen, wie viele Bürger sie abzüglich der Nicht-Wähler wirklich als Landrätin behalten wollten?

Mir erscheinen solche Zahlenspiele auch nicht zielführend. Und jeden, der mir gegenüber herumörgelt und stolz verkündet, er hätte nicht gewählt, lasse ich stehen. Da spielen für mich die Partei oder Person der Zielscheibe von Kritik auch keine Rolle.

Warum hatten die Herren Hengstermann und Kreyer ein Dauerabo? Sagen Namen wie Kraffzick, Schreier und Schäfer irgendwas?

Schwache Gegenkandidaten, die trotzdem den Beigeordnetensessel sicher hatten. Also bitte nicht immer Ursache und Wirkung verwechseln.

Die wunderbare Welt der Schwerkraft lässt sich auch im verklärten Rückblick nur austricksen, aber nicht überwinden.

Viele Wähler sind damals einfach wegen dieser zementierten Konstellationen zuhause geblieben.
18.04.2018, 20.06 Uhr
Walter List | Verdienter Diener der Bürger ?
Wenn Wahlen etwas ändern würden ,dann wären sie längst verboten .
Was wird also "gewählt " ? Eine Lobbygruppe der Verwaltung die ohne Rücksprache , mit dem Bürger dessen Zukunft entscheidet , ohne jemals Verantwortung für die Schäden dieser Entscheidungen tragen zu wollen ? Wie hoch ist denn noch der Wert einer Immobilie in der Nähe des Asylheims ?
Wer haftet für diesen Schaden ?
18.04.2018, 20.44 Uhr
The Brain | SPD - Was soll das bitteschön?
Eine Statement passend zum Wahlergebnis, Spielbild der desolaten Verfassung einer ehemals stolzen Partei.
Gut gemeint ist nicht gleichbedeutend mit gut gemacht/ gedacht und formuliert!
18.04.2018, 23.42 Uhr
Mueller13 | Anstand ist ein Fremdwort für die Sozen
Es gibt ja die Phrase vom "schlechten Verlierer". Die SPD schafft es, sogar einen schlechten Gewinner abzugeben. Als Gewinner nachzutreten, offenbart charakterliche Schwächen. Es sei Euch gegönnt, die Rechnung folgt regelmäßig auf dem Fusse.
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