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Mo, 09:14 Uhr
11.06.2018
Neues aus Sondershausen

Insekten werden immer weniger

Ist der Rückgang der Insekten nur durch die vielen durch Pflanzenschutzmitteln verursacht oder gibt es andere weitere Ursachen?...

Sicherlich, Pflanzenschutzmitteln werden immer stärker eingesetzt, und die Insekten werden immer weniger. Aber liegt es nur an den Pflanzenschutzmitteln? Wenn man sich mal die Gärten und viel Grünanlagen anschaut, was sieht man da?

Richtig, kurz geschorener Rasen vieler Orten, nicht nur in Gärten. Die Grashalme nur wenige Millimeter hoch. Blumen auf der Wiese? Kaum eine Spur.

Aber gerade viele Insekten brauchen die vielen kleinen Wiesenblumen, die es früher öfter gab und auch schön blüten. Nur von den Grasspitzen können sich die Insekten nun mal nicht ernähren.

Insekten werden immer weniger (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Und ab das "Schönheitsideal" super kurz geschnitten so schön aussieht, ist noch fraglich. Jetzt bei der Trockenheit sind manche kurze Rasenflächen schon regelrecht "verbrannt".
Und wie sieht es aus? Lässt man seinen Rasen höher stehen oder macht gar eine Wiese daraus, wird man schief angesehen, besonders wenn man in einem Gartenverein ist.

Insekten werden immer weniger (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es gibt aber auch gute Beispiele. Zum Beispiel im Schlosspark Sondershausen. Hier wird zwar auch entlang der Wege und einem Großteil der Fläche der Rasen kurz geschnitten, aber es gibt auch größere Stücke, die sich selbst überlassen werden und man lässt das Gras hochwerden und ausblühen. Ein Tummelplatz für Insekten und auch Vögel. Und auch blühende Wiesenblumen werden verschont!

Insekten werden immer weniger (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es sollte mal überlegt werden, ob nicht ein Umdenken notwendig ist, und Grasflächen auch mal eine einfache Wiesen sein dürfen. Ein Ansatz ist der Schlosspark. Und man kann nur hoffen, dass der Wipperdamm nicht gemäht wird, und einfach eine Wiese bliebt. Und wie sehen Sie das? Liegt kn da so falsch?

Sollte man nicht auch im Stadtgebiet Flächen auswählen, die maximal, wie früher, maximal zwei Mal im Jahr geschnitten werden, zum Wohl unserer Insekten? Ein Überlegung ist es wert.
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Kommentare

11.06.2018, 10.12 Uhr
muraschke | Blühstreifen
Der aufmerksame Beobachter wird festgestellt haben, dass mehr und mehr Blühstreifen an den Ackerrändern zu finden sind. Das wäre wohl dann der natürlichste Pflanzenschutz...
Wenn wir in unseren Städten dazu übergehen, auch hier "Inseln" und "Streifen" anzulegen, wäre das ein riesen Fortschritt.

Wir könn(t)en endlich die versteinerten Wege der Stadtplanung verlassen und über blühende Wiesen reden. Das kann ähnlich priorisiert werden wie Bordsteinkanten und Granitpflaster...

Dann beginnen wir mal und "mähen" in unseren Gedanken über bestimmte Vorstellungen herum.
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