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Di, 12:48 Uhr
12.06.2018
Neues aus Sondershausen

GS Franzbergschule ist „Umweltschule in Europa“

Gestern konnten Vertreter der Grundchule Franzberg Sondershausen die Auszeichnung in Erfurt entgegen nehmen, als eine von 59 Schulen in Thüringen....


Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz und das Thüringer Bildungsministerium organisierten diese Auszeichnung. Nachhaltigkeit macht Schule: 59 Gewinner im Wettbewerb „Umweltschule in Europa“.

Von der GS Franzbergschule reisten gestern Lehrerin und Projektleiterin Liane Flümer und die beiden Schulsprecher Clemens Walter und Niklas Esche zum Thüringer Landtag, um die Auszeichnung entgegen zu nehmen.
GS Franzbergschule ist „Umweltschule in Europa“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
GS Franzbergschule ist „Umweltschule in Europa“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Grundschule Franzberg von Sondershausen trug bisher den Titel "Umweltschule". Dieser muss aber alle zwei Jahre verteidigt werden. Das wurde geschafft.

Den letzten Schliff erhielt das Umweltprojekt der Franzbergschule bei einem Arbeitseinsatz von Schülerinnen und Schülern und hatten zur Titelverteidigung den Grundstein gelegt, kn berichtete ausführlich:
Mit Teichprojekt zur Titelverteidigung.

Siegesmund: Mit Begeisterung unsere Erde schützen

Umweltministerin Anja Siegesmund hat gemeinsam mit Bildungsminister Helmut Holter 59 Thüringer Schulen für ihr Umwelt-Engagement ausgezeichnet. SchülerInnen und LehrerInnen aus ganz Thüringen hatten sich in den Schuljahren 2015 - 2018 am Wettbewerb um den Titel „Thüringer Nachhaltigkeitsschule Umweltschule in Europa“ beteiligt.

„Mehr Umweltschutz, weniger Verschwendung und mehr Gerechtigkeit sind große Themen für Kinder und Jugendliche. Beeindruckend, wie vielfältig und bunt ihre Ideen zum Schutz der Erde sind. Diesen Einsatz wollen wir weiter fördern“, sagte Ministerin Anja Siegesmund heute in Erfurt.

Nach der Modernisierung des Wettbewerbs ging das Themenspektrum erstmals über reine Umweltthemen hinaus. Das Resultat ist ein neuer Teilnehmerrekord. Soziale Gerechtigkeit, Demografische Entwicklung, Globalisierung oder Klimawandel sind aktuelle Fragen, mit denen sich die Kinder und Jugendlichen auseinandersetzen.

Drei besonders pfiffige Ideen wurden mit einem 1000-Euro-Sonderpreis gewürdigt. Sie gehen an das Thepra-Förderzentrum „Am Fernebach in Bruchstedt, die Erfurter Gemeinschaftsschule „Am Roten Berg“ und das „von-Bülow-Gymnasium“ in Neudietendorf.

So haben die Schüler vom Thepra-Förderzentrum das Projekt „Regional is(s)t optimal“ auf die Beine gestellt. In der Lehrküche kommen vor allem Produkte der Saison und aus der Region in den Topf und auf den Teller. Früchte, Gemüse und Obst aus dem schuleigenen Garten werden komplett verwertet. Die SchülerInnen kochen Marmelade, produzieren Säfte oder kochen ein, alles wird haltbar gemacht.

Insgesamt hatten sich 25 Grundschulen, 10 Regelschulen, 7 Gesamtschulen, 9 Gymnasien, 7 Förderschulen und 2 Berufsschulen um den Titel beworben. Die neue Saison für die 2 Jahre andauernde Projektphase der Thüringer Nachhaltigkeitsschulen startet mit Beginn des neuen Schuljahres.

Hintergrund

Aufbauend auf der internationalen ECO-Schools-Initiative, die von der Foundation for Environmental Education (FEE) ins Leben gerufen wurde, haben das Thüringer Umweltministerium und das Thüringer Bildungsministerium seit 1995 die Auszeichnung der „Umweltschulen in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ etabliert.

Mit einer Resolution der Vereinten Nationen entstand später die weltweite Kampagne der „UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“. Ziel der Weltdekade, die von 2005 bis 2014 lief, und dem darauf aufbauenden 2015 verabschiedeten Weltaktionsprogramm BNE ist es, möglichst alle Menschen durch Bildungsprogramme in die Lage zu versetzen, eigenverantwortlich Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Dabei werden die Auswirkungen des eigenen Handelns auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen zum Gradmesser.

Unter dem erweiterten Titel „Thüringer Nachhaltigkeitsschule“ wird die Initiative für soziale und wirtschaftliche Projekte geöffnet. Das Thüringer Programm wird damit intensiver an den Schwerpunkten der Thüringer Nachhaltigkeitspolitik ausgerichtet.
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