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Di, 13:10 Uhr
07.08.2018
Landespolitiker äußern sich

Tierschutz steht im Zentrum

Wie geht es den Menschen, die hauptamtlich und ehrenamtlich täglich mit Tieren arbeiten? Welche bisher getroffenen Maßnahmen der Thüringer Landesregierung helfen dem Tierschutz besonders gut? Wo müssen wir noch intensiver die Weichen stellen, um Tieren zu ihren im Grundgesetz verankerten Rechten zu verhelfen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Sommertour der Abgeordneten Babett Pfefferlein (Bündnis90/Die Grünen)...

Babett Pfefferlein hatte am Vormittag anlässlich des Starts der Sommertour zu einem Pressegespräch geladen.
Antworten zu den oben genannten Frage erhofft sie sich von Gesprächspartnern, die in verschiedenen Professionen täglich mit Tieren arbeiten. So traf bzw. trifft Babett Pfefferlein noch zum Beispiel mit einer Tiertherapeutin, einem Zoodirektor, Tierärzten oder Beschäftigten in einem kommunalen Tierheim. Im Fokus dabei vor allem, wie sieht es im Tierschutz vor allem im Bereich der kleineren Tiere aus.

Los ging es am Sonntag allerdings mit einem anderen Thema. Tierschutz während der privaten Bewegungsjagd. Hier unterhielt Sie sich mit Verantwortlichen und beim Gespräch stellten sich zwei Problemkreise raus.
Man sollte endlich bei der Jagd auf die Verwendung von Bleimunition verzichten, nur weil sie weniger Kosten verursachen (1 Euro pro Schuss), während die Stahlmunition pro Schuss bei fünf Euro liegt (Schätzwerte).

Ein weiterer Problemkreis sei, wie sicher sind die Schützen. Bei Schützenvereinen, so Pfefferlein, muss jeder mindestens ein Mal im Jahr eine Schießprüfung ablegen, bei Jägern ist so ein Training nicht vorgeschrieben. Resultat sei eben, dass das Wild zu oft nicht mit dem ersten Schuss schonend getötet wird.

Pfefferleich schlägt vor, jeder Landkreis sollte einen Tierschutz beauftragen einsetzen, um die Kontrolle zu verbessern. Es geht nicht darum die Jagd zu verbieten,sie ist wichtig so Pfefferlein, es sollte aber auch dort auf Tierschutz und Naturschutz geachtet werden.

Tierschutz steht im Zentrum (Foto: Alexander Keiner)
Vereinsvorsitzende Sabine Eck, Babett Pfefferlein, Vereinsmitglied Rüdiger Pohl(v.l.n.r.)
BU: Babett Pfefferlein besuchte im Rahmen der Thüringer Tierschutz-Tour den Verein "Seelentröster" in Greuda: Hier finden gequälte Tiere aus ganz Europa ein liebevolles Zuhause. Oft können die Tiere dabei helfen, verwundete Seelen von Kindern zu heilen. Foto: Alexander Keiner.



Denn Tiere begleiten viele Menschen darüber hinaus in ihrem Alltag: sei es die Katze oder der Hund; Reptilien oder Vögel, mit denen wir unser Zuhause teilen oder auch Tiere, die Erkrankte als Unterstützer in Therapien begleiten bzw. blinden und sehgeschädigten Menschen helfen. Wie auch dieser o.g. Besuch zeigte, denn dorthin kommen auch Kinder aus Kinderheimen.

„In Sachen Tierschutz und Tierwohl sind wir mit unseren Koalitionspartnern auf einem guten Weg. So haben wir erstmals ein zusätzliches Budget von eine Million Euro zusätzlich im aktuellen Haushalt eingestellt. Ein Entwurf für die Thüringer Tierwohlstrategie liegt außerdem vor. Doch mich interessiert, wie diese politische Arbeit bei den Menschen vor Ort ankommt. Ich freue mich sehr auf interessante Begegnungen mit Menschen und Tieren während der Sommertour und erhoffe mir von den Gesprächen umfassende Einblicke in die tägliche Arbeit mit den Tieren. Die gewonnenen Erkenntnisse können helfen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen“, erklärt Babett Pfefferlein.

Gerade viele Tierschutzvereine kennen nicht nicht die neuen Fördermöglichkeiten, die für Sanierungen und Investitionen genutzt werden können, jedoch keine Personalkosten, so Pfefferlein. Beantragt werden diese Mittel beim Sozialministerium.

Am Mittwoch geht es zum Tierheim nach Gehofen. Hier kennt man schon die neuen Fördermöglichkeiten.

Tierschutz steht im Zentrum (Foto: Alexander Keiner)
Diese Hündin (vorn) wurde von Tierschützern in Südeuropa im Müll gefunden. Als sogenannter "Vermehrer" war sie quasi ihr Leben lang immer wieder schwanger. Nach mehr als 10 Geburten brachte sie nur noch Totgeburten zur Welt und wurde deshalb entsorgt. Foto: Alexander Keiner.

Am Donnerstag stehen Gespräche mit der Tierärztekammer Thüringen an und am Freitag geht es zum Gut Sambach in den Unstrut-Hainich-Kreis. Auf dem Biohof geht es um den Tierschutz in Biohöfen, mit dem Schwerpunkt muttergebundene Kälberhaltung.

Nächste Woche geht es zum Tierpark nach Gera mit dem Thema, wie Tierschutz in Zoos umsetzen. Am Dienstag gibt es in Sondershausen Gespräche mit einem Hundetrainer. Gerade bei der Hundehaltung gibt es immer wieder Probleme, wie jüngst der Vorfall um einen Hund im überheizten Auto.

Der Abschluss der Tour ist dann bei der Heinz-Sielmann-Grundschlue Niedersachswerfen.
Danach erfolgt eine Auswertung mit den Fachorganen in den Ministerien, und einem Abschlusstreffen mit den beteiligten.

Bündnis 90/Die Grünen möchten erreichen, dass sich der Tierschutz in Deutschland und damit auch in Thüringen nachhaltig verbessert, so Pfefferlein. Dabei steht nicht nur die Haltung von Nutztieren sondern ein ganzheitlicher Tierschutz im Blick. Mit der Sommertour durch Thüringen, die am 5. August 2018 startete, will Babett Pfefferlein dazu beitragen, diesem Ziel ein Stück näher zu kommen.

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