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Mo, 10:21 Uhr
10.09.2018
Fünf Jahre Vorbereitung

Die Magische Laute erreicht Nordhausen

Am zweiten Oktobersonntag ist es nun so weit. Nach fünf langen Jahren der Konzeption, Entstehung und Umsetzung öffnet sich der Theatervorhang auch in Nordhausen für ein großes episches Stück für Zupforchester und Schauspiel...

Landesjugendzupforchester Thüringen (Foto: privat)
Das Werk beinhaltet den Prologue "Phoenix" und den musikalisch und programmatisch in sich geschlossenen Einakter "Black and White and nothing in between" mit 13 Szenen aus dem Zyklus "The Magic Lute" des Nordthüringer Komponisten Robert Hartung mit einer Spieldauer von 90 Minuten.

Das Landesjugendzupforchester Thüringen mit seinen insgesamt knapp 50 Musikern unter der Leitung der langjährigen Dirigentin Daniela Heise begleitet und unterstützt als Widmungsträger bereits seit 2013 die Entstehung dieses sehr umfangreichen Werkes, welches im Rahmen des Eurofestivals des BDZ 2018 in Bruchsal zur erfolgreichen Uraufführung gelangte.

Das „Magic-Lute-Projekt“verwendet ausschließlich selbst geschriebene, dem Landesjugend-zupforchester gewidmete Originalmusik. Der traditionelle Orchesterapparat des Zupforchesters wird durch vielfältige Zusatzinstrumente, sowohl als Soloinstrumente als auch zur klanglichen Bereicherung, sowie Solo- und Chorgesang ergänzt. Der Soundtrack des Projekts beinhaltet dicht gearbeitete Orchestersätze mit sinfonischem Ansatz oder hintergründiger Ambiente-Untermalung. Sprachliche Vielfalt mit Liedtexten auf Englisch, Spanisch, Japanisch und Latein hebt den kosmopolitischen Ansatz des Werks hervor.

Die magische Laute (Foto: privat)
Die Gymnasien in der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt haben eine sehr gute musisch-künstlerische Ausrichtung mit begabten Schülern, die ein großes Potenzial als Schauspieler entfalten können. Sowohl die Musik als auch die Dramaturgie sind komplex und vielschichtig gearbeitet und setzen ein semiprofessionelles Niveau aller Akteure, sowohl der Musiker als auch der Darsteller, voraus. Die Leitung der Schauspielgruppe hat Uli Frefat inne. Sponsoren der Aufführung sind die Thüringer Staatskanzlei und die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen. Für das Design und die Anfertigung der Kulissen stehen uns Artwork-Zeichner, Graphiker und handwerklich begabte Kräfte mit ehrenamtlichen Engagement zur Seite.

Der Einakter „Black and White“ spielt im 15. Jahrhundert einer Parallelwelt, wobei gesellschaftliche Zustände und weltpolitische Gegebenheiten aus unserer eigenen Zeit aufgegriffen und problematisiert werden. Es entsteht ein verzerrtes Spiegelbild unserer Realität mit utopischen, dystopische und realistischen Ansätzen. Die Einordnung und Ausdeutung der teils gesellschaftskritischen Anspielungen überlassen wir ganz dem Zuschauer.

Wir schreiben das Jahr 1420 nach Aurora und befinden uns in einer sehr schicksalhaften und dynamischen Zeit. Denn der Großgrundbesitzer Leopold Mercurio hat es sich zum Ziel gesetzt, Ivoria durch Ränke und Intrigen zu unterwandern, mit Auroras Drachenbein-Laute und dem Blut einer Prinzessin die verbotene Macht Voidons wiederzuerwecken und damit gegen Ebonia zu ziehen.

Im selben Jahr nehmen sechs Freunde nach ihrer Abenteuerreife voneinander Abschied, nichts davon ahnend, dass das Schicksal des gesamten Kontinents in ihren Händen liegt. Ein Jahr später sind sie in alle Winde zerstreut. Doch wie sagt man doch so schön? Alle Wege führen nach Mysteria. Am Ende sitzen schließlich alle im selben Boot. Das sind die Abenteuer der verwegenen Piratenbraut Xiomara, des listigen Meisterdiebes Ronny Rhabarber, der arroganten Zauberin Scarlet, des pedantischen Ninjas Kabuto, der exzentrischen Umweltaktivistin Gretel und des nichtsnutzigen Versager-Prinzen Fenix, der erstmal ganz unten ankommen muss um irgendwann mal ganz groß rauszukommen...
Daniela Heise

14. Oktober 2018, 15 Uhr, Theater Nordhausen, Karten sind an der Theaterkasse erhältlich.
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