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Do, 10:11 Uhr
02.07.2015

Hitzeschock: Kühler Kopf im Straßenverkehr

Autofahren bei Hitze belastet nicht nur das Gemüt, sondern auch den Kreislauf. Darunter leidet die Konzentration. Ermüdung und längere Reaktionszeiten sind die Folge. Eine Klimaanlage verspricht da Abhilfe, aber Vorsicht: nicht gewartete und zu kalt eingestellte Klimaanlagen sind gesundheitsgefährdend...

Einfach mal abschalten (Foto: TÜV Thüringen) Einfach mal abschalten (Foto: TÜV Thüringen)
Der plötzliche Temperaturanstieg auf hochsommerliche 30 Grad Celsius und darüber macht einigen Autofahrern zu schaffen. Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen kennt die Problematik.

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„Mit steigenden Temperaturen sinkt die Konzentrationsfähigkeit, die Ermüdung steigt an, Fahrfehler nehmen zu und damit auch die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls“, so Leser. Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen belegt sogar, dass aufgrund hitzebedingter Unkonzentriertheit, Ermüdung oder durch verlangsamte Reaktion bereits ab einer Innentemperatur von 27 Grad die Unfallzahlen ansteigen.

Für die Klimaanlage im Auto empfiehlt Achmed Leser, ein paar Einstellregeln zu beachten. Die Temperatur im Wageninneren sollte nicht kälter als acht Grad Celsius unterhalb der Außentemperatur betragen. Bei 30 Grad Außentemperatur müsste die Klimaanlage somit auf 22 Grad eingestellt sein. Bei zu großen Temperaturdifferenzen kann es zu Erkältungen oder Herzkreislaufstörungen kommen.

Außerdem sollte die Kaltluft aus dem Gebläse möglichst nicht direkt auf den Körper oder ins Gesicht gerichtet werden. Bindehautentzündungen sind häufig auf falsch eingestellte Klimaanlagen zurückzuführen. Beim Anfahren empfiehlt Leser, die Klimaanlage zunächst auf Umluftbetrieb zu stellen. So kann eine schnellere Luftabkühlung erreicht werden.

„Generell sollten Klimaanlagen regelmäßig gewartet werden. Nur so wird dauerhaft die Kühlleistung des Kältekompressors gewährleistet und eine Gesundheitsgefährdung aufgrund verschmutzter Filter vermieden“, erläutert Verkehrsexperte Achmed Leser.

Bei direkter Sonneneinstrahlung können sich Fahrzeugarmaturen, Sitze oder die Hutablage auf über 70 Grad Celsius erhitzen. Daher ist es ratsam, das Fahrzeug möglichst immer an einem schattigen Plätzchen zu parken. Ein zu starkes Aufheizen des Fahrzeuges kann so vermieden werden. Zusätzlichen Hitzeschutz bieten Sonnenschutzelemente für Front-, Seiten- und Heckscheiben. Eine Sonnenbrille sollte an heißen Sommertagen generell an Bord sein, sie schützt gegen direktes, blendendes und zu intensives Tageslicht.

Darüber hinaus empfiehlt Achmed Leser bei hochsommerlichen Temperaturen, immer ausreichend zu trinken und auf gesunde, leichte Ernährung zu achten. Längere Autofahrten sollten lieber öfter einmal mit einer kurzen Pause unterbrochen und das Auto dabei gut durchlüftet werden. Schnelleres Fahren bei geöffneten Fenstern sollte hingegen vermieden werden.
Autor: red

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