Do, 14:43 Uhr
02.07.2015
Mit Vergangenheit konfrontiert
Wie lässt sich die Erinnerung an die NS-Verbrechen über die nächsten Generationen wachhalten? Die Diakonieverbund Kyffhäuser gGmbH Bad Frankenhausen hat dazu ihr ganz spezielles Projekt geschaffen: Ein Besuch im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz.
Andreas Bachner, Erzieher und Leiter des Auschwitz Projektes meint: Es ist wichtig die junge Generation mit Deutschlands Vergangenheit zu konfrontieren, damit sich solche Verbrechen wie in Auschwitz geschehen nicht wiederholen können. Sein Kollege Michael Samel, der Organisator der Auschwitz Reisen fügt hinzu: Jeder Schüler in Deutschland sollte wenigstens einmal während seiner Schulzeit die KZ-Gedenkstätten in Auschwitz und Auschwitz Birkenau besuchen. Ich wünsche mir von der derzeitigen Landesregierung mehr Engagement bei der Förderung und Finanzierung solcher Besuche. Mehr als jeder Geschichtsunterricht vermittelt ein Besuch der Gedenkstätten in Auschwitz das Ausmaß des Nazi Terrors.
Seit 7 Jahren, immer im Frühjahr und Herbst, ermöglicht die Kinder-und Jugendhilfe der Einrichtung Ihren Jugendlichen den Besuch in der ehemaligen Menschen-Vernichtungsstätte der Nationalsozialisten. Bereits 30 Jugendliche nahmen an dieser Bildungsreise teil.
So auch in diesem Jahr. Vom 05.06.-07.06.2015 bereisten unsere Jugendlichen Polen. Erster großer Haltepunkt war der Sendemast von Gliewice (ehemals Sender Gleiwitz). Hier wurde am 31. August 1939 eine von der SS fingierte Aktion durchgeführt die mit zum Ausbruch des 2. Weltkrieges führte. Anschließend besuchte die Gruppe die Gedenkstätte Auschwitz 1, die unsere Jugendlichen sehr nachdenklich und bewegt von dem Gesehenen verließen. Am späten Nachmittag ging es weiter nach Krakau.
Krakau ist eine interessante Stadt. Neben der Wawel Burg, der Altstadt und dem Tuchhallenplatz gibt es mittlerweile auch ein äußerst interessantes Museum zur Thematik Oskar Schindler. Wie sicherlich jeder weiß befand sich in Krakau von 1939 bis 1944 die Emaillewarenfabrik des Oskar Schindler. Die alten Fabrikanlagen wurden inzwischen restauriert und seit 2010 befindet dort das sehr gut besuchtes Oskar Schindler Museum. Unsere Reise endete in der Gedenkstätte Auschwitz Birkenau. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialmuses. Mindestens 1 Million Menschen wurden hier ermordet. Sie kamen zu Tode durch Krankheit, Unterernährung und Misshandlungen. Die meisten starben jedoch in den Gaskammern.
Ergriffen von dieser Gedenkstätte trat die Gruppe die Heimreise an. Ein intensives Wochenende liegt nun hinter Ihnen, die Verarbeitung der Ereignisse wird jedoch noch einige Zeit dauern.
Die heutige Generation trägt keine Schuld für die Verbrechen der Nazis. Jedoch ist sie dafür verantwortlich, dass so etwas nicht wieder geschieht.
Diakonieverbund Kyffhäuser
Autor: khhAndreas Bachner, Erzieher und Leiter des Auschwitz Projektes meint: Es ist wichtig die junge Generation mit Deutschlands Vergangenheit zu konfrontieren, damit sich solche Verbrechen wie in Auschwitz geschehen nicht wiederholen können. Sein Kollege Michael Samel, der Organisator der Auschwitz Reisen fügt hinzu: Jeder Schüler in Deutschland sollte wenigstens einmal während seiner Schulzeit die KZ-Gedenkstätten in Auschwitz und Auschwitz Birkenau besuchen. Ich wünsche mir von der derzeitigen Landesregierung mehr Engagement bei der Förderung und Finanzierung solcher Besuche. Mehr als jeder Geschichtsunterricht vermittelt ein Besuch der Gedenkstätten in Auschwitz das Ausmaß des Nazi Terrors.
Seit 7 Jahren, immer im Frühjahr und Herbst, ermöglicht die Kinder-und Jugendhilfe der Einrichtung Ihren Jugendlichen den Besuch in der ehemaligen Menschen-Vernichtungsstätte der Nationalsozialisten. Bereits 30 Jugendliche nahmen an dieser Bildungsreise teil.
So auch in diesem Jahr. Vom 05.06.-07.06.2015 bereisten unsere Jugendlichen Polen. Erster großer Haltepunkt war der Sendemast von Gliewice (ehemals Sender Gleiwitz). Hier wurde am 31. August 1939 eine von der SS fingierte Aktion durchgeführt die mit zum Ausbruch des 2. Weltkrieges führte. Anschließend besuchte die Gruppe die Gedenkstätte Auschwitz 1, die unsere Jugendlichen sehr nachdenklich und bewegt von dem Gesehenen verließen. Am späten Nachmittag ging es weiter nach Krakau.
Krakau ist eine interessante Stadt. Neben der Wawel Burg, der Altstadt und dem Tuchhallenplatz gibt es mittlerweile auch ein äußerst interessantes Museum zur Thematik Oskar Schindler. Wie sicherlich jeder weiß befand sich in Krakau von 1939 bis 1944 die Emaillewarenfabrik des Oskar Schindler. Die alten Fabrikanlagen wurden inzwischen restauriert und seit 2010 befindet dort das sehr gut besuchtes Oskar Schindler Museum. Unsere Reise endete in der Gedenkstätte Auschwitz Birkenau. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialmuses. Mindestens 1 Million Menschen wurden hier ermordet. Sie kamen zu Tode durch Krankheit, Unterernährung und Misshandlungen. Die meisten starben jedoch in den Gaskammern.
Ergriffen von dieser Gedenkstätte trat die Gruppe die Heimreise an. Ein intensives Wochenende liegt nun hinter Ihnen, die Verarbeitung der Ereignisse wird jedoch noch einige Zeit dauern.
Die heutige Generation trägt keine Schuld für die Verbrechen der Nazis. Jedoch ist sie dafür verantwortlich, dass so etwas nicht wieder geschieht.
Diakonieverbund Kyffhäuser




