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Di, 22:23 Uhr
08.06.2021

Thüringen - wo Natur auf Kultur trifft

Wer Urlaub machen will oder einen Ausflug in die Region plant, muss meist zwischen Naturerlebnis und Kultur wählen. Nicht so in Thüringen. Denn hier lassen sich Geschichte, Wandern oder Radfahren durch Biosphärenreservate und kulinarische Erlebnisse wunderbar miteinander verknüpfen. Grund genug, die Schätze des Bundeslandes erstmals oder wiederzuentdecken!

Die Wartburg bei Eisenach (Foto: Klaus Dieter vom Wangenheim auf Pixabay ) Die Wartburg bei Eisenach (Foto: Klaus Dieter vom Wangenheim auf Pixabay )
In Thüringen auf den Spuren der deutschen Geschichte wandeln
Erfurt, Weimar, Gotha, Eisenach oder die Skatstadt Altenburg - Thüringens Städte laden dazu ein, tief in die deutsche Geschichte abzutauchen. Die Wartburg in Eisenach zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist gleichzeitig der Geburtsort des Komponisten Johann Sebastian Bachs. Neben Kulturgenuss locken regionale Feste. Während des Eisenacher Sommergewinns präsentieren sich die historischen Fassaden opulent geschmückt, um den Winter zu vertreiben und den Sommer zu begrüßen.

Auch in Weimar lockt Bach, dazu gesellen sich noch die Dichterfürsten Goethe und Schiller sowie das Bauhaus. In der Weitläufigkeit der Kulturstadt wandeln die Besucher ebenfalls zwischen zahlreichen Welterbestätten wie den Dichterhäusern von Goethe und Schiller oder der Anna Amalia Bibliothek. Nach den Besichtigungen laden die vielen Cafés und ausgezeichneten Restaurants in der Stadt zum Verweilen ein. Prall gefüllt präsentiert sich der Festivalkalender, der traditionell mit den Thüringer Bachwochen im April startet.

Kultur satt rund um die Uhr
Erfurt empfängt die Besucher ebenfalls mit zahlreichen historischen Baudenkmälern. Ein Muss sind der Dom St. Marien, die Alte Synagoge mit dem Tauchbad aus dem Mittelalter und natürlich die Krämerbrücke, die durchgehend mit bewohnten Häusern bebaut ist. Besucht werden sollte ebenfalls der egapark, ein bedeutendes Gartendenkmal der 1960er-Jahre. Es bietet sich an, eine maßgeschneiderte Stadtführung in Erfurt zu buchen. Wie wäre es mit einem romantischen Abendspaziergang mit dem Nachtwächter oder einer Stadtrallye für Kinder? Mit Konzerten, Kino, Kabarett, Theater und Clubs präsentiert sich das Erfurter Nachtleben breit aufgestellt. Wer jedoch gerne in die Atmosphäre einer Spielbank eintaucht, wird nicht nur in Erfurt, sondern auch in ganz Thüringen enttäuscht.

2014 hat die letzte und einzige Spielbank in Thüringen gegenüber dem Theater Erfurt in der Altstadt ihre Pforten geschlossen. Thüringer und Gäste haben jedoch die Möglichkeit, auf adäquate Plattformen im Internet wie dem PokerStars Vegas auszuweichen. Allerdings besticht das kleine Bundesland durch so viele wertvolle Schätze außerhalb der eigenen vier Wände, dass man oft gar keine Zeit für zu viele Spiele hat.

Magische Burgen und Schlösser
Im Jahr 380 nach Christus wurde zum ersten Mal der Name Thüringen bei römischen Geschichtsschreibern erwähnt. Im frühen 13. Jahrhundert lebte die Heilige Elisabeth auf der Wartburg. Kaum in einer anderen Gegend in Deutschland entstanden so viele Burgen und Schlösser vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert hinein wie in Thüringen. Zu den schönsten Burgen in Thüringen zählen die Leuchtenburg sowie die Veste Heldburg mit dem Deutschen Burgenmuseum. Burgen und Seite: 1 von 2 Schlösser in Thüringen lassen sich hervorragend mit dem Fahrrad entdecken. Nicht dabei fehlen darf ein Abstecher in die denkmalgeschützte Altstadt von Schmalkalden mit historischem Rathaus und der spätgotischen Hallenkirche. Eine nahezu magische Atmosphäre herrscht auf Thüringens Burgen und Schlössern in der Vorweihnachtszeit.

Thüringen - ein Paradies für Naturliebhaber
Seit der Wiedervereinigung zieht es einheimische wie ausländische Besucher nach Thüringen. In Spitzenzeiten werden im Monat bis zu 1,2 Millionen Übernachtungen erreicht. Durchschnittlich bleibt ein Besucher 2,9 Tage in Thüringen. Nach Ende der Corona-Krise ist zu erwarten, dass der Tourismus noch weiter zulegt. Neben den Kulturdenkmälern ist es besonders die Natur, die Besucher in ihren Bann zieht. Vier Naturparks liegen in Thüringen. Neben dem Kyffhäuser sind es der Thüringer Wald, das Schiefergebirge sowie Eichsfeld-Hainich-Werratal. Der beliebteste Wanderweg in Thüringen ist der 169 km lange Rennsteig, der von der Werra bis nach Blankenstein an der Saale führt. Entlang des Rennsteigs warten nicht nur Naturwunder wie die Feengrotten in Saalfeld und die Altensteiner Höhle, sondern auch zahlreiche Kulturdenkmäler. Darunter Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, das Naturhistorische Museum in Schleusingen und die Heidecksburg in Rudolstadt.

Sportler kommen im Sommer und im Winter auf ihre Kosten
Nicht nur die Besucher, auch die Thüringer selbst sind gerne an der frischen Luft unterwegs. An Regentagen locken Ausflüge in die Thüringer Thermalbäder. In modernen Wellness-Landschaften oder inmitten historischer Bäderarchitektur kommen Körper, Geist und Seele zur Ruhe. Zum Beispiel im Moorbad in Bad Lobenstein. Der heilsame Schlamm wird besonders bei Gelenkerkrankungen als wohltuend empfunden. Hawaii mitten in Thüringen? In der Badewelt Waikiki kommt die ganze Familie auf ihre Kosten. Abtauchen in den Thermen bietet sich auch an kalten Wintertagen an, vor allem nach einem Ausflug auf Thüringens Skipisten am Großen Inselberg, dem zweithöchsten Berg im Bundesland.

Den Geschmack Thüringens vor Ort und weltweit genießen
Wer den ganzen Tag an der frischen Luft ist, Sport treibt oder auf den Spuren der Geschichte wandelt, muss auch gut essen. Die 1404 erstmals erwähnte Thüringer Rostbratwurst hat weltweite Berühmtheit erlangt. In Mühlhausen ist dem Leckerbissen sogar ein ganzes Museum gewidmet. Die Zutaten sind ebenso simpel wie genial: Schweinefleisch, Pfeffer, Majoran, Salz und Kümmel. Gemäß EU-Verordnung muss die Thüringer Rostbratwurst mindestens 15 cm lang sein. Schmöllner Mutzbraten und Rostbrätel sind weitere Delikatessen in Thüringen, die sich Fleischliebhaber nicht entgehen lassen sollten. Dazu schmecken Klöße und Altenburger Bier. Traditionell steht in Thüringen Blechkuchen hoch im Kurs.

Der Huckelkuchen ist ein keksähnlicher Traum mit viel Butter und Puderzucker. Die Köstlichkeiten aus der Region können auch mit nach Hause genommen werden. Ein tolles Mitbringsel ist die Kyffhäuser Spezialitätenkiste mit Imkerhonig, Ziegenkäse, diversen Brotaufstrichen, Pralinen aus regionaler Manufaktur und Johannisbeersekt.
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Kommentare

26.12.2018, 21.40 Uhr
Latimer Rex | Augen-OP/ Wirklich nötig?
Die Service-Tipps zu "altersbedingten Augenleiden" gipfeln
in unverfrorener Werbung für Produkte eines Herstellers.
Dessen unbenommen sei vermerkt, dass in einer wissen-
schaftlichen Dokumentation im Fernsehen und in mehreren
Berichten über Ärztekongresse in seriösen Medien darauf
hingewiesen wurde, dass heute die meisten Knie- und
Augenoperationen unnötig sind. Klipp und klar ausge-
drückt: Es handelt sich oft um Honorar-Maximierung.

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