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Sa, 16:00 Uhr
09.10.2021
Ein Blick in die Statistik

44 Thüringer Gemeinden erhöhten Hebesätze

In den vergangenen Jahren sind in den Thüringer Gemeinden eine Vielzahl von Hebesatzerhöhungen beschlossen worden. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik haben 44 Gemeinden im 1. Halbjahr 2021 den Hebesatz für eine oder mehrere Realsteuerarten erhöht...

Nur 10 Thüringer Gemeinden weisen seit dem Jahr 2010 unveränderte Hebesätze für Gewerbe- und Grundsteuern aus. Bei der Gegenüberstellung der Hebesätze blieben die Kommunen unberücksichtigt, bei denen aufgrund von Gebietsveränderungen gewogene Durchschnittshebesätze errechnet wurden.

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Im 1. Halbjahr 2021 hoben 30 Gemeinden den Hebesatz der Gewerbesteuer an. Das bedeutet für die Gewerbetreibenden der betroffenen Gemeinden, dass die Steuer, die auf den Ertrag erhoben wird, steigt. Für die Gemeinden erhöhen sich die Einnahmen. Die Hebesätze für die Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen) wurden in 21 Gemeinden und für die Grundsteuer B (be- baute Flächen) in 24 Gemeinden angehoben. Für keine Steuerart wurde eine Reduzierung des Hebesatzes beschlossen.

Spitzenreiter beim Hebesatz der Gewerbesteuer sind Mitte des Jahres 2021 wie in den vergangenen Jahren die Landeshauptstadt Erfurt und die kreisfreie Stadt Gera mit jeweils 470 bzw. 464 Prozent. Die Gemeinde Küllstedt im Landkreis Eichsfeld hat den deutlichsten Anstieg zu verzeichnen (+65 Prozentpunkte). Bei weiteren 23 Gemeinden lag die Erhöhung zwischen 20 und 45 Prozent- punkten. Die Spanne der Hebesätze reicht von 200 bis 470 Prozent.

Bei der Grundsteuer B wiesen die kreisfreie Stadt Gera mit 600 Prozent und die kreisfreie Stadt Erfurt mit 550 Prozent die höchsten Hebesätze aus. Die größte Erhöhung – um 92 Prozentpunkte – be- schloss die Gemeinde Krauthausen im Wartburgkreis. Den niedrigsten Hebesatz hat derzeit die Ge- meinde Kirchgandern im Landkreis Eichsfeld mit 200 Prozent.

Den Spitzensatz von 450 Prozent bei der Grundsteuer A beschlossen die Gemeinden Großmölsen im Landkreis Sömmerda und Haynrode im Landkreis Eichsfeld. Letztere Gemeinde hat damit die höchste Steigerung (+150 Prozentpunkte) des Hebesatzes zu verzeichnen. Weitere nennenswerte
Erhöhungen um 100 bzw. 93 Prozentpunkte wiesen die Gemeinden Rodeberg im Unstrut-Hainich- Kreis und Krauthausen im Wartburgkreis aus. Den niedrigsten Hebesatz dieser Steuerart von 200 Prozent wiesen 9 Thüringer Gemeinden aus.
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Kommentare

10.10.2021, 08.22 Uhr
Sonntagsradler 2 | 44 Thüringer Gemeinden erhöhten
Na dann wird wohl wieder eine Mieterhöhung bei meinen Mietern ins Haus bzw. in die Wohnungen flattern.
Wie heißt t es „wie bestellt so geliefert“
Als Vermieter muss man doch schließlich auch irgendwie zurechtkommen.
Die Mieter schreien bzw. fordern von ihren Arbeitgebern ja auch mehr Lohn.
Manch einer bekommt oder fordert sogar eine Coronaprämien.
Na ja: Dann müssen wohl ein paar meiner Verminter mal beim Sozial- und Arbeitsamt etwas nachordern müssen. Der Staat hat’s ja!
Ja Ja : So geht es immer weiter.
Was dem einen Recht ist ist dem anderen Billig:
Die Erhöhung von den Gemeinden ist ja auch irgendwie zu Verstehen-
Leute haben nen haufrn Kohle
Kassen klamm
Und Staat verschleudert oder Verscherbelt Steuergelder an irgendwelche Länder die zu Faul oder zu Dumm sind sich selber aus den Dreck zu ziehen.

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10.10.2021, 23.07 Uhr
Kritiker86 | Ach...
die paar Kröten mehr, was macht das schon. Wir hier in Thüringen haben doch die Kohle dafür. Wir sind doch ein reiches Bundesland, was soll da schon schief gehen? Wird halt alles teurer, welchen Deutschen interessiert es denn? außer den betrunkenen am Biertisch. Die Gelbwesten drüben in Frankreich hätten den Macron schon den Marsch geblassen, und das erfolgreich. Aber wir nehmen alles hin...egal was kommt. Haut immer weiter drauf.....Meckern können wir am besten, den Arsch hochkriegen dafür nie.Der Deutsche folgt und gehorcht...

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