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Mo, 10:25 Uhr
25.10.2021
Tgüringer Landesamt t für Statistik

Ausbringung von Wirtschaftsdünger in der Landwirtschaft

Von März 2019 bis Februar 2020 wurden von den Thüringer Landwirtschaftsbetrieben 4 940 000 Kubikmeter flüssiger Wirtschaftsdünger (Gülle, Jauche oder flüssiger Biogas-Gärrest) auf Acker- und Grünlandflächen ausgebracht...

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anhand der vorliegenden Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 mitteilt, betrug die Ausbringungsfläche 227 Tausend Hektar.

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Gegenüber der Agrarstrukturerhebung 2016, bei der für das Jahr 2015 eine Ausbringungsmenge von 5801TausendKubikmeter flüssiger Wirtschaftsdünger festgestellt wurde, waren es 861Tau- send Kubikmeter weniger (-15 Prozent).

Neben flüssigem Wirtschaftsdünger kamen auch Mineral- und feste Wirtschaftsdünger zum Einsatz. Die Menge fester Wirtschaftsdünger (Festmist, Geflügeltrockenkot oder fester Biogas-Gärrest) belief sich 2019/2020 in Thüringen auf 824 Tausend Tonnen. Die Ausbringungsfläche für den festen Wirtschaftsdünger war nach Angaben der landwirtschaftlichen Betriebe 63 Tausend Hektar groß.

Die Techniken zur Ausbringung von Dünger haben sich in den letzten Jahren verändert. 2015 wurden noch 10 Prozent des flüssigen Wirtschaftsdüngers mit Breitverteilern breitflächig auf Thüringer Böden verteilt. Bis zum Berichtszeitraum 2019/2020 sank dieser Anteil auf 6 Prozent. Hier kamen Verfahren wie Schleppschuhe, Schlitzverfahren oder Güllegrubber verstärkt zum Einsatz, deren Verfa ren eine emissionsärmere Einbringung in die Böden ermöglicht.

Die Einarbeitungszeit auf Stoppeln oder unbearbeiteten Flächen hat sich gegenüber der letzten Er- hebung ebenfalls verringert. Im Jahr 2019/2020 wurden 81 Prozent des flüssigen Wirtschaftsdüngers unmittelbar, aufgrund bestimmter Ausbringungstechnik, eingearbeitet. 2015 waren es 70 Prozent. Innerhalb einer Stunde wurden 13 Prozent und erst nach mehr als einer Stunde 6 Prozent eingear- beitet. 2015 lagen die entsprechenden Anteile bei 17 bzw. 13 Prozent.

Der feste Wirtschaftsdünger wurde zu 79 Prozent innerhalb der ersten 4 Stunden eingearbeitet (2015: 64 Prozent) und zu 20 Pro- zent nach mehr als 4 Stunden (2015: 35 Prozent). Keine Einarbeitung des festen Wirtschaftsdüngers erfolgte zu 1 Prozent.


Bitte beachten:
Da die Berichtszeiträume und Erhebungsstichtage für die einzelnen Merkmalskomplexe der Landwirtschaftszählung 2020 am 1. März 2020 oder früher lagen, kann aus diesen Ergebnissen kein Bezug zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf einzelne Bereiche wie z. B. die fehlenden Erntehelfer oder den sogenannten „Schweinestau“ aufgrund der Kapazitätsengpässe in den Schlachthöfen hergestellt werden.
Autor: red

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