Autobahnmeistereien in Mitteldeutschland gehen in den Schichtbetrieb
Niederlassung Ost ist bereit für den Winter
Für die Autobahnmeistereien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beginnt traditionell am 1. November der Winter. An diesem Datum gehen die Kolleginnen und Kollegen des Betriebsdienstes in den Schichtbetrieb über, um im Bedarfsfall rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche auf Glätte und Schneefall reagieren zu können....
Anfang Februar 2021 hatte der Winterdienst gut zu tun Foto: Autobahn GmbH Ost
Insgesamt stehen in den 18 Autobahnmeistereien der Niederlassung Ost über 180 Fahrzeuge für den Winterdienst auf den Autobahnen, Anschlussstellen, Autobahndreiecken und Autobahnkreuzen sowie Parkplätzen und Raststätten zur Verfügung. Dabei sorgen über 630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für reibungslose Abläufe im Betriebsdienst. Neben Fahrzeugen und Personal kommt es vor allem auf ausreichend Streugut an: Die Kapazitäten der Lager und der zusätzlichen Silos haben, je nach Standort, ein Volumen von 100 bis 3.500 Tonnen und werden permanent nachgefüllt.
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Die kalten Monate stellen für unseren Betriebsdienst eine sehr große Herausforderung dar. Wir Autobahner sind dafür gewappnet und sorgen jederzeit für sichere Autobahnen, sagt Andreas Trenkel, der Leiter der Außenstelle Erfurt. Der Einsatz erfolgt bei entsprechenden Wetterlagen rund um die Uhr im Schichtbetrieb. Besondere Herausforderungen stellen dabei regelmäßig die höheren Lagen der Mittelgebirge dar. Die wichtigsten Informationsquellen über das Wettergeschehen sind die Daten des Deutschen Wetterdienstes, die angebundenen Straßenwetterinformationssysteme und die jahrelange Erfahrung der Kolleginnen und Kollegen der Autobahnmeistereien.
Der letzte, sehr strenge Winter hat gezeigt, dass unsere Abläufe stimmen. Diesen Härtetest haben wir bestanden, so Thomas Müller, der Leiter der Autobahnmeisterei Breitenworbis. Dabei spielt es keine Rolle, ob es nachts oder am Wochenende schneit. Durch unser Schichtsystem können wir jederzeit reagieren, ergänzt Thomas Müller. In Thüringen sind 172 Kolleginnen und Kollegen in den vier Autobahnmeistereien im Einsatz, um mit insgesamt 55 Fahrzeugen die Autobahnen in einen befahrbaren Zustand zu bringen. Die knapp 460 Kilometer, die sich durch die Strecke sowie Anschlussstellen und Rastanlagen ergeben, werden dabei in sogenannten Räumschleifen befahren.
Bei starkem Schneefall fahren mehrere Fahrzeuge als Räumstaffel in die jeweiligen Betreuungsbereiche. Dabei wird zunächst der Schnee beräumt, ehe mit Taumittel die Glättebildung abgewehrt wird. Dabei kommt es entscheidend auf die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer an. Die Taumittel entfalten ihre abtauende und trocknende Wirkung am besten, wenn der nachfolgende Verkehr konstant darüber rollt. Die beste Unterstützung für uns sind umsichtige Fahrerinnen und Fahrer, die ihre Geschwindigkeit anpassen und nicht versuchen, unsere Räumfahrzeuge zu überholen, erläutert Thomas Müller. Winterdienst funktioniert am besten im Zusammenspiel aller Akteure auf der Autobahn. Zum einen sollte die Fahrweise an die äußeren Einflüsse angepasst werden, speziell bei Glätte und Blitzeis. Zum anderen verringert eine angepasste Bereifung die Unfallgefahr. Deshalb gilt nicht nur auf der Autobahn: keine Sommerreifen in der Winterzeit.
Es wird wieder so kommen wieder jedes Jahr, wenn es stärker und anhaltend schneit.
Die Nebenstraßen werden dann wieder aufgegeben und es wird auf die allgemeine Winterreifenpflicht verwiesen.
Die Anwohner müssen sich dann wieder selbst die Straße freibuddeln.
Aber aufgrund der Klimaerwärmung wird es ja wohl nicht schneien.
Ansonsten alles wie gehabt.
Jedes Jahr der selbe Artikel. Jedes Jahr riesiges Eigenlob. Jedes Jahr bla bla bla.
Und die Realität? Wegen Personalmangel und Technikmangel, sehe ich schon wieder die Autofahrer verzweifeln.
Liebes NNZ Team. Spart euch doch eure wertvolle Freizeit und Arbeit nächstes Jahr um so einen Bericht zu schreiben. Einfach diesen oder einen von den letzten Jahren Kopieren und fertig.
6 Fahrzeuge für 80 km können bei Schneefall nicht überall gleichzeitig sein. Da ist ein gewisser Vorrang schon logisch und ohne die Rücksicht der Autofahrer geht es eben nicht.
Trotzdem, schon mal meinen Dank an die Mitarbeiter vom Winterdienst das sie versuchen die Straßen frei zu bekommen!
Und das nicht jede kleine Nebenstraße geräumt werden kann ist logisch. Einfach mal auf dem Teppich bleiben.
ist hier so mancher Kommentar und vor allem die Reaktionen...
Zur Erinnerung ( auch wenn mir immer wieder davon abgeraten wird)
Wenn man 3h auf der A38 steht, weder 1h davor, oder danach und auch nicht auf der Gegenfahrbahn, nicht ein einziges Räumfahrzeug, oder auch nur eine Rundumleuchte sieht und ab Landesgrenze sich ein neue Welt auftut, wenn nach 2 h auf Anfrage mal lustlos ein Multicar an einer Auffahrt zur Bundesstraße erscheint, Wenn auf dem Weg nach Erfurt, bei schneebedeckter Fahrbahn, auf einer Bundesstraße ganze 3 Räumfahrzeuge, davon 2 im Stadtgebiet von Erfurt gesichtet werden, wenn Räumfahrzeuge mangels fehlender Schneeleitpfosten auch noch die Straße verfehlen und umstürzen und damit nicht mehr einsatzbereit sind, dann geht's schon lange nicht darum, überall gleichzeitig zu sein, sondern wo überhaupt!
Wenn ich dann in Süddeutschland kopfschüttelnd gefragt werde, warum wir mit dem bissel Schnee so Probleme haben, dann ist sicher nicht die Ursache darin zu sehen, das man diese Mißstände anspricht.
Die Logistik mit regionalen Firmen, die Spitzen abfangen könnten, ist m.M. nicht vorhanden. Dann feiert man wieder ein Bürgermeister, der sich nach 2 Tagen selbst auf einen Trecker setzt, weil man nichts auf die Reihe bekommt und meint, mit einer handvoll Fahrzeugen und ein paar mehr Leuten kann man ein halben Landkreis bedienen.
Gab es im vorigen Jahr genauso, man klopfte sich am 1.11.2020 auf die eigene Schulter. Es wird schon klappen, wir sind bereit. Dann kam der Februar 2021 und der Winterdienst brach zusammen.