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Mo, 11:22 Uhr
13.06.2022
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge

Abschied aus dem Salzgeschäft

Der in Artern und Umgebung bekannte "Ronny" Römer, ein Salzsieder mit Leib und Seele, gibt das Salzsieden nach 18 Jahren aus gesundheitlichen Gründen auf. Er blickt auf eine schöne Zeit zurück. Anfangs arbeitete er zu zweit und dann als Einzelkämpfer...

Salzsieder Ronald "Ronny" Römer aus Artern (Foto: Ralf Römer) Salzsieder Ronald "Ronny" Römer aus Artern (Foto: Ralf Römer)


Nicht nur in und um Artern war "Ronny" bekannt. Er reiste mit seiner "Salzkunst" zu verschiedenen Festen, wie zum Beispiel nach Salzwedel. Jahrelang begleitete ihn ein guter Freund, der leider vor 12 Jahren verstarb.

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"Dann gab es noch Querfurt, Kölleda, Heygendorf, Allstedt, Erfurt - bei meiner ehemaligen Schule und sogar bei der Konkurrenz in Bad Frankenhausen war ich. Das Wippertusfest besuchte ich fast jedes Jahr, das hatte schon Tradition. Dort waren immer nette Leute mit ihren Kindern. Erstaunlich, dass die Kinder mehr wussten, als die Erwachsenen", berichtet der Salzexperte.

Ronny Römer hat den Kindern erklärt, wie aus dem Salzwasser, „der Sole", Salz gewonnen wird. Ganz möchte er sich nicht von seinem Salz verabschieden. Durch das Sieden hat er nun noch eine andere Leidenschaft entdeckt.

Salz, nicht zum anschauen, sondern zum Würzen. Mittlerweile sind ca. 37 Sorten zusammengekommen.
"Also nicht traurig sein, dass es kein Schausieden mehr gibt", sagt Ronny Römer und verabschiedet sich mit salzigen Grüßen.

Altes Salzhandwerk in Artern findet sein Ende (Foto: Ralf Römer)
Altes Salzhandwerk in Artern findet sein Ende (Foto: Ralf Römer)
Autor: emw

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