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Di, 11:55 Uhr
06.06.2023
Ein Blick in die Statistik

Weniger Strom im Netz

Thüringer Stromerzeuger speisten im 1. Vierteljahr 2023 nach vorläufigen Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik 2 847,7 Gigawattstunden (GWh) Strom in das Versorgungsnetz ein. Die eingespeiste Strommenge ist gegenüber dem Vorjahrzeitraum um 7,4 Prozent zurückgegangen…

Der Anteil des durch die Nutzung erneuerbarer Energien erzeugten und eingespeisten Stroms betrug 62,3 Prozent (1 774,2 GWh) an der gesamten Stromeinspeisung.

Stromeinspeisung in Thüringen (Foto: Landesamt für Statistik) Stromeinspeisung in Thüringen (Foto: Landesamt für Statistik)


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910 Windenergieanlagen lieferten 1 155,0 GWh Strom und damit 65,1 Prozent der erneuerbaren Strommenge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2022 sank die Stromeinspeisung aus Wind um 5,4 Prozent.

Die mit Biomasse betriebenen Stromerzeugungsanlagen speisten 363,1 GWh in das Netz ein, darunter allein aus Biogas 229,9 GWh. Die aus Biomasse eingespeiste Strommenge entsprach einem Anteil von 20,5 Prozent an der Ökostromeinspeisung.

Weiterhin konnte die Photovoltaik mit 44 340 einspeisenden Anlagen 203,0 GWh (11,4 Prozent) in das Versorgungsnetz abgeben. Die Stromproduktion mittels PV-Anlagen sank gegenüber dem 1. Vierteljahr 2022 um 32,3 Prozent.
Autor: red

Kommentare
Flitzpiepe
06.06.2023, 13.34 Uhr
Gibt es in der Artikel-Quelle
eine Begründung, warum die PV-Einspeisung vom 1.Quartal 23 zu 22 um fast 1/3 zurück gegangen sein soll?
Ok, der März 23 war nicht ganz so sonnig wie 22. Aber ansonsten ist doch landesweit seit einem Jahr viel PV-Fläche dazu gekommen.
Komisch
Kobold2
06.06.2023, 14.55 Uhr
Erfreulich
Das der Anteil der erneuerbar erzeugten Energiemenge bei 62 Prozent liegt.
grobschmied56
06.06.2023, 15.09 Uhr
Kopf hoch, Flitzpiepe, das wird schon! ...
... schließlich hat uns Kanzler Scholz 'Deutschlandtempo' verordnet!
Da darf man sich nicht von ein paar fehlenden 'Klimawattstunden' irritieren lassen.
Die Mindereinspeisung im ersten Quartal 2023 wird wohl eine Spätfolge von 'Netzverstopfung durch Atomstrom' sein. Aber damit ist ja jetzt glücklicherweise Schluß.
Ab sofort kann der gute Grünstrom ungehindert fließen und wir werden hier im Vorreiterland alle Rekorde brechen. Wenn schon nicht bei der Versorgungssicherheit, dann zumindest beim Preis. (kann man so oder so sehen)
Das mit dem Deutschlandtempo läuft zugegeben noch etwas 'holprig'. Nach Angaben von mdr ( 'Schaffen wir die Energiewende?' ) liegt der Ausbau für 'Windkraft an Land' derzeit bei 37.3Prozent des notwendigen Tempos, 'Windkraft auf See' bei 19.5Prozent.
Im Klartext:
An Land wird eine von drei, auf See eine von fünf Klimarettungsmaschinen fertig.
Statt von 'Deutschlandtempo' könnte man also auch von einer Schneckenoffensive sprechen, wenn man denn gemein genug wäre. Was ich natürlich nicht bin.
Nur wird es halt ein bissel länger dauern, bis zur 'Klimaneutralität'. Vielleicht erleben es meine Enkel noch, die sind gerade erst im Kindergarten.
Echter-Nordhaeuser
06.06.2023, 17.54 Uhr
Erneuerbarer Energien
Eingespeisten Stroms betrug 62,3 Prozent,dann Frage ich mich warum der Strom noch so teuer ist.
Wind und Sonnenlicht haben wir doch umsonst oder. Aber uns wird einen vom Pferd erzählt, Hauptsache es wird sich die Taschen voll gerammelt.
Kobold2
06.06.2023, 20.02 Uhr
Es ist doch
Spätestens seit einen Jahr bekannt, wie der Strompreis seit Jahren zustande kommt.
Mit richtiger Marktwirtschaft hat das wenig zu tun.
Das hier "was vom Pferd" erzählt wird, ist allerdings richtig. Nur möchte nicht jeder erkennen von wem, weil das " Übel" ungeachtet der Fakten, schon fest steht.
grobschmied56
07.06.2023, 00.52 Uhr
Dem Kobold ins Poesiealbum ...
... natürlich freut er sich über 62 Prozent 'Erneuerbarer' Energie. Sei ihm auch gegönnt. Nur kommt da wieder der Mäkelfritze Grobi. Die 62 Prozent und 'n Keks, das ist halt nur Elektroenergie. Nicht enthalten sind Verkehr, Heizung, Industrie-Prozeßwärme.

Rechnet man das alles zusammen, schmilzt die tolle 'Erneuerbare' auf einen ziemlich bescheidenen Anteil zusammen.

Das Zementwerk in Deuna wird nun mal nicht mit Strom aus Windmühlen betrieben, sondern mit Braunkohlestaub. Die Glasindustrie im Thüringer Wald funktioniert mit Gas, nicht mit Strom aus Solarmodulen. Der Straßenverkehr und das Bauwesen im kommerziellen Bereich (Baumaschinen, Busse, LKW-Transport) funktionieren mit Dieselantriebsmaschinen. Ebenso ein Teil des Bahntransportes. Daran wird sich auch in den nächsten 10, 15, oder 20 Jahren kaum was ändern.

Der größte Teil unserer Wirtschaft beruht auf 'fossiler' Energie.
Da können Kobolde und sonstige Traumis noch so viel Erfolge ihrer Windeier feiern, ändern wird das nichts.
Möglicherweise wird es ja irgendwann machbar sein, daß Bauer Haas seinen Acker mit einem Elektrotraktor pflügt und mit einem E- Mähdrescher aberntet. Vielleicht erfindet auch ein grünes Genie einen Speicher, der mit vertretbarem technischen und finanziellem Aufwand den Überschuß an Sonnenschein und Wind im Juni und Juli bis zum nächsten Dezember aufbewahrt und nutzbar macht.
Ich behaupte nicht, daß dies unmöglich ist.
Schon gar nicht völlig auszuschließen.
Aber es ist auch nicht völlig auszuschließen, daß der Grobschmied noch mal Papst oder Bundeskanzler wird. Die Grundvoraussetzungen dafür bringe ich schließlich mit.
Besonders wahrscheinlich ist es trotzdem nicht.
Und es ist auch nicht sehr wahrscheinlich, daß man Deutschland nur mit putzigen Windrädchen und ein paar Solarmodulen mit Strom versorgt.
Und die Industrie erhält.
Und sämtliche Arbeitsplätze.
Und das Ganze auch noch bezahlbar.

Tut mir leid, Ihr Kobolde und Schlangenölverkäufer, aber ich bin nun mal gelernter Ossi und Berufsskeptiker.
Ein denkbar schlechter Kunde für den, der einen Investor für Kaffee- und Bananenplantagen im Oberharz sucht.
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