Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 38 zwischen Nordhausen und Heringen ist ein 80-jähriger Mann ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich dort in der Nacht an einer Baustelle der Verkehr gestaut...
Unfall auf de Autobahn mit Todesfolge (Foto: S.Dietzel)
Der Fahrer eines VW kollidierte im Baustellenbereich aus bisher ungeklärter Ursache mit den Schutzplanken. Dabei wurde auch der rechte vordere Reifen beschädigt. Er ließ sein Fahrzeug unbeleuchtet dort stehen. Ein nachfolgender PKW hielt an, um zu helfen und kennzeichnete seinen PKW zusätzlich mit einem roten Blitzlicht, um den nachfolgenden Verkehr auf die Unfallstelle aufmerksam zu machen.
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Der Fahrer eines mit Obst und Gemüse beladenen Sattelzuges erkannte rechtzeitig die Gefahrenstelle und bremste rechtzeitig. Auch er schaltete ordnungsgemäß seine Warnblinkanlage ein. Außerdem machte er mit der Zusatzbeleuchtung an seinem Sattelauflieger den Nachfolgenden Verkehr aufmerksam.
Mehrere PKWs hielten hinter dem PKW an, als es plötzlich einen lauten Knall gab. Ein Dacia war mit voller Wucht auf einem am Stauende stehenden SUV Landrover aufgefahren. Die Ersthelfer versuchten dem im Fahrzeug eingeklemmten Fahrer zu helfen. Die alarmierte Feuerwehr musste den 80-jährigen Fahrer des Dacias mit schwerem Rettungsgerät aus seinem Fahrzeug befreien.
Leider konnte der Fahrer an der Unfallstelle nur noch tot geborgen werden. Der 50-jährige Fahrer des anderen Fahrzeugs wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Die Autobahn war an der Unfallstelle in Richtung Leipzig mehrere Stunden voll gesperrt.
Ich hätte allerdings gern mal gewusst, ob der am Stauende befindliche SUV Landrover ebenfalls die Warnblinkanlage eingeschaltet hatte. Wenn nicht, braucht man nicht 80 Jahre alt zu sein, um trotz Notbremsung aufzufahren.
Die Leser sind bestimmt interessiert, zu erfahren, was eigentlich die Ursache für diesen bedauerlichen Unfall war, denn in so eine Situation kann jeder Kraftfahrer kommen.
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Anm. d. Red.: Wir warten noch den offiziellen Polizeibericht ab und informieren dann weiter.
ja, der Land Rover hatte seine Warnblinkanlage eingeschaltet.
Der Kollisionspunkt befand sich an einer sehr unübersichtlichen Stelle als der Verkehr auf die Gegenfahrbahn geleitet wird. Die Warnbaken die dort aufgestellt sind könnten wohlmöglich zur Sichtbehinderung beigetragen haben.
..... dass dann die Fehler bei anderen gesucht werden.
Ich möchte jetzt nicht irgendwelche Spekulationen betreiben, aber der Beginn der Baustelle liegt so ziemlich am Beginn einer langgezogenen Rechtskurve. Erst mündet die linke Fahrspur auf die rechte Fahrspur und anschließend findet der Spurwechsel auf die Gegenfahrbahn statt. Dieser Bereich ist mit gelben Linien und genug Leitbaken (teils beleuchtet) gesichert und zudem auf 60 km/h beschränkt.
Mehrere andere Verkehrsteilnehmer haben das Stauende rechtzeitig bemerkt, das ist also ein Indiz, das es an der Baustellensicherung nichts auszusetzen gibt. Es kann allerdings sein, dass zwischen den ganzen reflektierenden Leitbaken schlecht zu erkennen ist, ob der Vordermann fährt oder steht, wenn man nicht direkt dahinter fährt.
Eine Geschwindigkeitsbegrenzung bedeutet, dass ich im Idealfall maximal die angegebenen km/h fahren darf, aber im Zweifelsfall nicht fahren muss. Wenn ich mit der aktuellen Situation etwas überfordert bin und muss erstmal alles verarbeiten, sollte ich meine Geschwindigkeit der Situation anpassen.
Ob der 80 jährige jetzt in der Situation einfach nur überfordert war, bzw ob er noch tauglich war, werden wir wohl nicht erfahren. Allerdings muss man keine 80 Jahre alt sein, um unkonzentriert hinterm Lenkrad zu sein. Dabei ist es auch völlig egal, ob der letzte Verkehrsteilnehmer die Warnblinkanlage eingeschaltet hatte oder nicht.
Man lernt es in jeder Fahrschule, dass man nur so schnell fahren soll, dass man auf der Hälfte der überschaubaren Strecke anhalten kann.