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Sa, 11:30 Uhr
16.09.2023
Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis präsentiert sich

Die Rettung aus der Luft

Gestern Abend lud die Freiwillige Feuerwehr Greußen gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Hachelbich und Kyffhäuserland zu einer theoretischen und praktischen Vorführung ihrer Feuerwehr-Drohnen ein. Eindrucksvoll wurde das fliegerische Leistungsniveau der Drohnenführerinnen und Führer und die jeweiligen Einsatztechniken im modernen Drohneneinsatz gezeigt...

v.l.n.re. René Schwara (Freiwillige Feuerwehr Greußen); Alexander Becht (Fachberater Feuerwehr Kyffhäuserland) (Foto: Eva Maria Wiegand) v.l.n.re. René Schwara (Freiwillige Feuerwehr Greußen); Alexander Becht (Fachberater Feuerwehr Kyffhäuserland) (Foto: Eva Maria Wiegand)


Mittlerweile sind Drohnen unverzichtbar, nicht nur im Aufspüren von Menschen in großer Not, sondern auch in anderen Situationen, zum Beispiel um Sachgut zu schützen oder sich einen Überblick vom Ausmaß eines Unfalls oder eines Brandes zu verschaffen.

Drohne auf dem Gelände der Feuerwehr Greußen bei einer Präsentaion der Drohnenstaffel (Foto: Eva Maria Wiegand) Drohne auf dem Gelände der Feuerwehr Greußen bei einer Präsentaion der Drohnenstaffel (Foto: Eva Maria Wiegand)


In einer einstündigen theoretischen Präsentation erklärten Alexaner Becht, Fachberater Feuerwehr Kyffhäuserland, Ronny Gleisberg und Ingo Wolf (Freiwillige Feuerwehr Greußen), die Wichtigkeit einer Drohne während eines Feuerwehr-, Polizei- oder Bundeswehreinsatzes. Noch vor 10 Jahren war es undenkbar eine Gefahrensituation so präzise zu bestimmen und in kürzester Zeit Menschen bzw. Tiere in Gefahrensituationen zu orten und sie daraus schnell zu retten.

Landrätin Antje Hochwind-Schneider in Gespräch mit René Schwara (Freiwillige Feuerwehr Greußen) während einer Drohnenpräsentaion (Foto: Eva Maria Wiegand) Landrätin Antje Hochwind-Schneider in Gespräch mit René Schwara (Freiwillige Feuerwehr Greußen) während einer Drohnenpräsentaion (Foto: Eva Maria Wiegand)


Die praktische Simulation einer Suche mit zwei Drohnen, im Anschluss an den theoretischen Vortrag, veranschaulichte den anwesenden Gästen den komplexen Vorgang einer Suche im Notfall.

Die Drohnen sind mit Nachtsichtgeräten, Wärmebildkamera und Zoom ausgestattet und können in kürzester Zeit ein großes Areal absuchen.
In der Brandbekämpfung werden Drohen eingesetzt, um Glutnester ausfindig zu machen oder das Ausmaß eines Großbrandes einschätzen zu können.

v.l.Julia Noffke-Engel (Feuerwehrchefin im Kyffhäuserland) mit ihrer Kollegin (Foto: Eva Maria Wiegand) v.l.Julia Noffke-Engel (Feuerwehrchefin im Kyffhäuserland) mit ihrer Kollegin (Foto: Eva Maria Wiegand)


Drohen können ein Gewicht von 500 Gramm transportieren. Je nach Gefahrenlage können zum Beispiel Schwimmnudeln zu einem in Not geratenen Menschen ins Wasser geworfen werden. Auch andere für den Moment wichtige Hilfsmittel können mit einer Drohen transportiert werden.

Die Reichweite, das Gewicht und die Leistungsfähigkeit einer Drohne richtet sich nach dem Drohen-Typ.

„Eine Drohne ist kein Spielzeug, betonte Alexander Becht zu recht mehrfach.“

In den Jahren 2012/2013 schossen die privaten Drohnen wie Pilze aus dem Boden. Nicht selten gefährdeten die Besitzer mit ihrem „neuen Spielzeug" den Flugverkehr und lösten an Flughäfen Alarm aus oder verschreckten Hubschrauberbesatzungen mit ihrem plötzlichen Auftauchen.

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Mittlerweile ist das unrechtmäßige Betreiben einer Drohne ohne Flugerlaubnis eine Straftat.

Die Mitglieder der Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis, eine Kooperation aus der Freiwilligen Feuerwehr Greußen, Kyffhäuserland/ Hachelbich, haben ein spezielles EU-Fernpilotenzeugnis: A1/A3 sowie A2.

Einige Schwerpunkte des Lehrgangs
  • BOS Aufbauschulung
  • Vermittlung technischer Grundlagen
  • Versicherungen und Datenschutz
  • Grundlagen der Luftbildfotografie
  • Grundlagen der Videoüberwachung,
  • starten, fliegen und landen
  • Wärmebild
  • Gefahrenanalyse
  • Risikomanagement


Drohen Gerätewart
  • Aufgaben Wartung und Pflege der Drohen
  • Instandsetzung und Reparaturen


Als Schirmherrin des Drohnenprojektes im Kyffhäuserkreis, sprach sich gestern die Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) aus.

Weitere Gäste des Abends waren der Thüringer Landtagsabgeordnete Stefan Schard, Bürgermeister (Kyffhäuserland) Knut Hoffmann, Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren aus dem Landkreis.

Steffi Wiegleb, Superintendentin, Notfallseelsorgerin und Feuerwehr-Ehrenfrau sprach für die Feuerwehrfrauen und -Männer das Feuerwehrgebet.

Ein informativer Abend ging zu Ende und ein Gefühl einer großen Wertschätzung für Menschen, die sich tagtäglich für das Leben in Notgeratener selbstlos einsetzen und das mit tiefster Überzeugung, erfüllte den Raum.
Eva Maria Wiegand




Präsentation der Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis in Greußen (Foto: Eva Maria Wiegand)
Präsentation der Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis in Greußen (Foto: Eva Maria Wiegand)
Präsentation der Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis in Greußen (Foto: Eva Maria Wiegand)
Präsentation der Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis in Greußen (Foto: Eva Maria Wiegand)
Präsentation der Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis in Greußen (Foto: Eva Maria Wiegand)
Freiwillige Feuerwehr Hachelbich bei einer Drohnensimulation in Greußen.v.li.n.re. Wehrleiter Christian Engel,  Oberbrandmeisterin Julia Noffke-Engel, Kollegin (Foto: Eva Maria Wiegand)
Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis simuliert die Suche eines Menschen mit einer Drohne (Foto: Eva Maria Wiegand)
Präsentation der Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis in Greußen (Foto: Eva Maria Wiegand)
Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis  (Foto: Eva Maria Wiegand)
Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis simuliert die Suche eines Menschen mit einer Drohne. Links im Bild Bürgermeister vom Kyffhäuserland Knut Hoffmann (Foto: Eva Maria Wiegand)
Drohnenstaffel Kyffhäuserkreis simuliert die Suche eines Menschen mit einer Drohne Landrätin Antje Hochwind-Schneider (Mitte); Landtagsabgeordneter Stefan Schard (rechts)  (Foto: Eva Maria Wiegand)
Autor: emw

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