"Meistertrio der Gegenwart", diese schmeichelhafte Bezeichnung für das das d-Moll Klaviertrio op. 49 von Felix Mendelssohn Bartholdy fand Robert Schumann, der es seinerzeit in der "Neuen Zeitschrift für Musik" rezensierte...
...und mit den Worten fortführte:»… eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird.«
Diese Worte haben sich bewahrheitet, bis heute zählt dieses berauschend schöne Werk zu den Highlights des Trio-Repertoires. Am 1. Februar 1840 hatte Mendelssohn das Werk bei einem seiner Kammermusikabende im Leipziger Gewandhaus unter jubelndem Beifall herausgebracht.
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60 Jahre später nahm das erste Klaviertrio des russischen Komponisten Anton Arensky einen prominenten Platz im Kammermusikgeschehen ein. Sein Trio d-Moll, op. 32 gehörte 1900 zu den meistgespielten Trios überhaupt. Mit den Werken der russischen Spätromantik verbindet man Melancholie und Wehmut. Dennoch, besonders »russisch« ist Arenskys Trio nicht, sowohl die Tonart d-Moll als auch andere kompositorische Details lassen Bezüge zum 1. Klaviertrio von Felix Mendelssohn Bartholdy erkennen. Schön, beide in einem Kammerkonzert erleben zu können.
Die Geigerin Misun Kim-Youn ist seit der Spielzeit 2017/2018 am Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen und Elisabeth Shen ist seit 2012 festes Mitglied der Cello-Gruppe des Loh-Orchesters. Die Pianistin Sarang Rhee ist am Klavier zu erleben.