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Mi, 13:18 Uhr
08.05.2024
IW-Konjunkturprognose:

(Fast) alle wachsen, Deutschland nicht

Deutschland wird die Krise nicht los: Nach der Rezession im vergangenen Jahr stagniert die deutsche Wirtschaft 2024, zeigt die neue Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Im Standortwettbewerb verliert Deutschland den Anschluss – es fehlen Milliardeninvestitionen...

Grafik (Foto: siehe Grafik) Grafik (Foto: siehe Grafik)
Frankreich, Italien, Großbritannien, die USA, Japan und China: Sie alle können 2024 mit einem Wachstum ihrer Wirtschaft rechnen. In Deutschland lässt der Aufschwung hingegen auf sich warten, zeigt die neue IW-Konjunkturprognose.

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Der deutsche Außenhandel ist seit Herbst 2022 rückläufig und lag zuletzt wieder unter dem Niveau von 2019. Der Welthandel dürfte nach IW-Prognosen in diesem Jahr wieder wachsen – wenngleich nur um ein Prozent. Das sollte der exportorientierten deutschen Wirtschaft helfen. Doch vom globalen Aufschwung kommt hierzulande zunächst nur wenig an:

Die Gründe:
Die globale Nachfrage nach Investitionsgütern – einem Kern der deutschen Exportwirtschaft – bleibt wegen der geopolitischen Lage schwach. Im Maschinenbau gehen die Geschäfte daher zurück. Zudem ist der deutsche Wirtschaftsstandort teuer. Zwar haben sich die Energiepreise stabilisiert, sie sind aber immer noch höher als vor der Energiekrise. Die Arbeitskosten sind in den vergangenen beiden Jahren jeweils stark um fünf Prozent gestiegen. Gleichzeit ist die Arbeitsproduktivität um 0,1 Prozent pro Jahr zurückgegangen.

Die Inflation hat zuletzt wieder eine gesunde Höhe von etwa zwei Prozent erreicht – ob das so bleibt, hängt auch von der Entwicklung der Energiepreise und der Arbeitskosten ab. Damit lässt die Wende der Geldpolitik auf sich warten. Darunter leidet insbesondere die Bauwirtschaft. Ihre Bruttowertschöpfung wird auch 2024 fast zehn Prozent unter dem Niveau von 2019 liegen.

Die Konjunkturaussichten bleiben damit trübe. Die rückständigen Rahmenbedingungen tragen ihr Übriges dazu bei. Bürokratie, hohe Steuern und fehlende Investitionsimpulse aus der Politik machen Deutschland im internationalen Wettbewerb unattraktiv. Die Anlageinvestitionen der Unternehmen bleiben deshalb schwach – sie gehen 2024 um 1 ½ Prozent zurück.

Nur der Konsum trägt die Konjunktur
Zumindest beim privaten Konsum geht es aufwärts. Dank der niedrigeren Inflation und insgesamt robusten Arbeitsmarktlage legen die Realeinkommen der privaten Haushalte zu. Ihre Ausgaben stützen die Konjunktur 2024 um einen halben Prozentpunkt.

„Für einen echten Aufschwung reicht das nicht aus.“ sagt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. „Neben dem Konsum müssen die Investitionen endlich in die Gänge kommen. Hier haben sich mittlerweile gewaltige Lücken aufgebaut.“ Dazu brauche es einen angebotspolitischen Anschub, der die Standortbedingungen verbessere. „Wenn sich nichts ändert, verschleudern wir auch weiterhin unser Potenzial“, so Grömling.
Autor: psg

Kommentare
Leser X
08.05.2024, 13.40 Uhr
Hausmacherwurst
Selbst auferlegte Energiekrise und Hauptsponsor eines Krieges. Und fertig ist das Schrumpf-Rezept.
Muggefug
08.05.2024, 13.59 Uhr
Durchhalten
Solange Ideologie vor Vernunft geht sehe ich Deutschland weiter im Sturzflug.
Einen Wirtschaftsminister der vollkommen Ahnungslos ist kann und wird keinen Aufschwung der Wirtschaft zustande bringen.
Mit der momentanen Weltlage haben alle zu kämpfen,das kann also keine Ausrede sein.
Leistung hat in Deutschland keine Stellung mehr,das schreckt jeden Investor ab.
Nichts wird in Angriff genommen.
Diese Regierung ist zerstritten und nicht regierungsfähig.
Bis zur nächsten Wahl müssen wir diese Wahnsinnigen leider ertragen,ich hoffe das ist dann nicht zu spät
Paulinchen
08.05.2024, 13.59 Uhr
Dafür wachsen...
.... die Kosten für Visagisten und Frisöre der Politiker ins Unermessliche.

Bei der nächsten Wahl sollten wir uns die Kandidaten und Kandidatinnen genauer anschauen. Also eine Art von Gesichtskontrolle. Denn 11000 Euro im Monat, das ist zu viel des Guten.

Dafür arbeitet ein Maskenbildner im Theater an 60 Bühnendarstellern mindestens 3
Monate.
Uncut
08.05.2024, 14.05 Uhr
ohne Moos nix los.....und Moos ist in diesem Fall Energie
Da Deutschland einen Sonderweg bei der Energie geht (es wird ja fast alle dreckige Energie abgelehnt....Weltmeister Deutschland),dazu wird noch (billige) Energie aus dem Osten strikt abgelehnt, ist es so wie es ist.Dazu kommt noch,dass die Deutschen für die erzeugte Windenergie Geld in Spitzenzeiten bezahlen müssen um sie los zu werden.Man gann sowas nicht glauben....ist aber wahr.
Wir produzieren Energie für den "Müll" und bezahlen das als Bürger.
Wenn ich nur an die Schildbürger denke........nein......
Was mich am meisten ärgert ist ,dass Russland im letzten Quartal ein Wirtschaftswachstum von 5,1 Prozent hatte(Quelle Statista Brunao Urmersbach).Wir haben Exporteinbussen nach Russland und die scheint es ja wohl nicht nicht zu jucken.
Was ist mit Deutschland los? fehlen die guten Geister !?
N. Baxter
08.05.2024, 14.38 Uhr
hat sicherlich
nichts mit der aktuellen Regierung zutun, stimmt's ihr regierungstreuen Schreiberlinge?
Kobold2
08.05.2024, 16.17 Uhr
Das Potential
Wurde schon viele Jahre verschleudert, in dem man es nicht geschafft hat die Wirtschaft auf eine robuste Basis zu stellen. Auf Verschleiß kaputt sparen, fehlende Weitsicht und Nachhaltigkeit sind die Hauptursachen. Was will man erwarten, wenn manch Kaufmann billig nicht von preiswert unterscheiden kann. Dieses Defizit ist halt (noch) zu weit verbreitet.
darkmoon
08.05.2024, 17.25 Uhr
Wie bestellt, so geliefert
Wo gehen denn unsere Steuergelder hin? Das wenigste bleibt ja in diesem Land. Wir sollen arbeiten am besten bis 80, damit die weiter UNSER GELD zum Fenster rausschmeißen können. Wann wachen die Menschen hier endlich auf???
Und bei den anstehenden Wahlen trampeln sie wieder hin und wählen diese Versager, die uns verhöhnen, wieder. Begreift es endlich und wacht auf!!
Lautaro
08.05.2024, 18.27 Uhr
Sie haben natürlich recht Herr Kobold...!
....Auf Verschleiss kaputt sparen.....Schulen Straßen usw....
Nach Angaben des Kieler Instituts für Weltwirtschaft hat Deutschland bislang mehr als 17 Milliarden Euro an Militärhilfe für die Ukraine bereitgestellt. (tagesschau.de)
Auf der anderen Seite kann ich nicht mal das Gehege befahren oder in das Salza-Bad gehen....
Das haben die Stalinisten nicht mal in 40 Jahren geschafft !
Und kommen sie mir bitte nicht mit >>"Äpfeln und Birnen" ! Was hier abläuft, den halben Orient und die halbe Ukraine durchfüttern ?
Da hört es auf !
momsen
08.05.2024, 18.32 Uhr
Wachstum
Es ist doch auch kein Wunder, weil die grünen und die anderen Herrschaften mit ihren Auflagen und Schließungen alles kaputt machen.
Wie Bitte
08.05.2024, 20.32 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Zuviel Ironie
Bodo Schwarzberg
08.05.2024, 23.26 Uhr
Globalisierung muss weg
Wachstum ist kein Heilmittel für die vielen und nicht enden wollenden, sich auftürmenden Probleme, die in unserem System immer offensichtlicher werden. Gewachsen wurde in der Tendenz immer: Dennoch verschärften sich die gesellschaftlichen, sozialen und ökologischen Widersprüche.
Deutschland hat sich in eine lähmende Abhängigkeit von Exporterfolgen gebracht. Wenn China hustet oder im Suezkanal ein Frachter quersteht, dann droht hier alles zusammenzubrechen.

Diese seidenen Fäden, an denen wir hängen, sollten uns doch aber zu Denken geben. Sie können doch nur eine Logik implizieren: raus aus der Globalisierung mit ihren Abhängigkeiten. Und damit aus den großen ökologischen Bedrohungen, vor denen niemand mehr die Augen verschließen kann. Denn Globalisierung forciert den Ressourcenverbrauch und führt das Wachstumsmantra in Abhängigkeiten, die national kaum zu beeinflussen sind.

Dezentralisierung, mehr Selbstversorgung und mehr Unabhängigkeit, mehr Kreisläufe und eine neue Definition von Wachstum und Wohlstand. Das wäre zeitgemäß.
diskobolos
09.05.2024, 09.59 Uhr
Globalisierung zurückfahren?
In der Beschreibung der Probleme gebe ich Bodo Schwarzberg recht.

Zu Bedenken gebe ich aber, dass Globalisierung keine Erfindung einzelner Menschen war, sondern ein lang andauernder ökonomischer Prozess ist, ähnlich der Arbeitsteilung. Man kann sie deshalb auch nicht einfach wieder abschalten, jedenfalls nicht ohne gravierende Folgen.

Würde D versuchen alles Notwendige selbst herzustellen, wären alle Produkte wesentlich teurer oder gar nicht mehr verfügbar. Wenn ich an anderen Stellen lese, dass manche Kommentatoren schon Katastrophen kommen sehen, wenn die Wachstumsrate in D 1 Prozent niedriger ist als in anderen Ländern (wofür es nachvollziehbare Gründe gibt) sehe ich keine Bereitschaft für Einschränkungen.

Man kann höchstens versuchen, die Abhängigkeit von CH (aber auch von Taiwan, den USA und anderen Ländern) auf besonders sensiblen Gebieten zu verringern. Und gerade dies versucht ja die aktuelle Regierung, anders als ihre Vorgänger . . .
Uncut
09.05.2024, 10.26 Uhr
ein gesundes Mittelmass Bodo Schwarzberg.Globalisierung ja aber ohne Politisierung
Was wir in der EU sehen ist genau das.
Was für Deutschland wichtig ist,ist
vor allem eine kluge und rationale Politik basierend auf Wissenschaft und innovativen Technologien.Nicht einfach sagen.....so Elektroenergie,hopp,hopp, oder wir kaufen aus ideologischen Gründen nichts,.....Das hat natürlich schon auch was mit Globalisierung und EU zu tun.Das ist doch aber kein rationales Handeln um die normale Versorgung der Bevölkerung auf einem gesunden Niveau zu erhalten.Hier wird ein zweiter Schritt vor dem ersten gemacht.Etwas sinnvolles zu machen hat doch nicht zuallererst was mit Ideologie zu tun.Ich begehe doch auch kein Selbstmord wegen ideologischen weltanschauungen , meine Meinung durchzusetzen.Oder??
Aber was wir hier durch unsinnige Ideologie fabrizieren ist wirtschaftlicher Selbstmord.
Auch sehr wesentlich ist der Klima "Molloch" .Da lassen sich aber Steuern generieren und die Menschen kontrollieren.Diese Klima Ideologie beinflusst sehr stark die Wirtschaft und das Konsumverhalten der Bürger.Meiner Meinung nach als Alleinweg Deutschland mit der Energieversorgungs Form selbstmörderisch.
Aber was hier tatsächlich im Argen liegt ist Deutschlands "Politik im Allgemeinen" und die Kompetenzen der Politiker.Die sind so schwach wie nie dagewesen.Treffen Entscheidungen da kann man den Kopf schütteln.
Und durch teure Energie wirds halt so wie es jetzt ist.Es geht rasant viel zu teuer,unwirtschaftlich und immer mehr den "Bach"runter.Die Firmen gehen Pleite, einer nach dem Anderen.Wir können nicht von Heute auf Morgen die Welt neu erfinden.
Leser X
09.05.2024, 11.11 Uhr
Herr Schwarzberg...
... da bin ich ganz Ihrer Meinung. Der Drang nach globalem Wachstum ist längst zum Fetisch von Reichen für Reiche geworden, unterliegt also vor allem dem Bestreben des internationalen Finanz-Großkapitals. Das Führen von Kriegen inbegriffen. Und die Kehrseite ist, dass trotz größeren Reichtums das Leben "unten" teurer wird, da alle damit verbundenen Lasten an die Menschen durchgereicht werden.

Es hat sich ja seit Marx nichts am Wesen des Kapitalismus geändert. Also bis auf die Tatsache, dass er noch erbärmlicher geworden ist.
Kobold2
09.05.2024, 18.10 Uhr
Hier sieht man
Warum in weiten Bereichen die Stimmung im Land so ist. Man kommt nicht weiter alles nur am nur am Ukrainekrieg und der Ampel fest zumachen. "Hauptsponsor" eines Kriges sind wir auch nicht und der Begriff geht an der Realität vorbei. Es fehlen auch immernoch Hinweise, was man diesbezüglich besser machen könnte. Das gleiche Verhalten wie 2014, war ja sichtbar wenig erfolgreich. Derweil liegen die Ursachen viel weiter zurück. Man hat Warnungen ignoriert und tatenlos zugesehen, obwohl es absehbar war, daß das nicht dauerhaft gut gehen konnte.
Z.B. hat man schon ender der 90iger vor lauter Aufbau Ost davor gewarnt die bestehende Infrastruktur nicht zu vernachlässigen. Was haben wir heute? Das Straßennetz besteht seit Jahren, vor allem aus Brückenbaustellen.
Bestes Beispiel, die Sauerlandline A45 zwischen Dortmund und Giessen. Die ist nicht mal mehr durchgehend befahrbar und die Baustellen kann man kaum zählen. Die intakten Abschnitte schon. Die Bahn hat man schlank gespart für die Börse und nun bekommt man kaum einen gescheiten Fahrplan zusammen, weil das Streckennetz an vielen Stellen kaputt ist. Den Atin ausstieg hat man schon lange beschlossen, aber den Trassenausbau abgelehnt und nun guckt man dumm aus der Wäsche.Jeder vernünftige Unternehmer stellt seinen Betrieb breitbandig auf, um bei Veränderungen nicht so tiefe Einschnitte zu haben, das Risiko zu minimieren und Ausfälle besser kompensieren zu können. Was haben die letzten Regierungen vor der Ampel gemacht???? Denkt einfach mal etwas weiter zurück.
Wenn ich privat so wirtschaften würde, hätte ich auch mehr Probleme.
Waldemar Ceckorr
10.05.2024, 08.54 Uhr
Was haben die letzten Regierungen vor der Ampel gemacht????
genau dasselbe, weil es dieselben parteien waren, wenn auch in unterschiedlicher zusammensetzung!!!!!!

der waldi AFN
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