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Sa, 08:20 Uhr
15.06.2024
Kassenärztliche Vereinigung Thüringen /KVT)

Mit dem Patienten-Navi zur richtigen Versorgung

Wohin, wenn am Wochenende plötzlich Fieber aufritt, wenn der Bauch schmerzt, der Fuß verknackst? Mit dem Patienten-Navi der 116117 finden Patientinnen und Patienten zuverlässig den Weg zur passenden Versorgung...

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Beim Patienten-Navi handelt es sich um ein digitales Angebot des Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigungen. Unter www.116117.de oder in der 116117-App beschreiben Patienten mithilfe eines nach medizinischen Kriterien zertifizierten Fragebogens ihre Beschwerden. Am Ende erfährt an, welche Behandlungsstelle in welcher Frist empfohlen wird. Das kann der Hausarzt am nächsten Tag, der Bereitschaftsdienst in den nächsten Stunden oder die Notaufnahme sofort sein. Möglich ist zudem eine telefonische Nachfrage am Ende des Dialogs. In manchen Fällen gibt das Patienten-Navi Hinweise, wie sich Patienten bis zum Arztbesuch ggf. selbst behandeln können.

Dr. Annette Rommel, erste Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen: „Noch immer suchen viele Patienten die Notaufnahme auf, obwohl ihre Beschwerden im ambulanten Bereitschaftsdienst schneller versorgt werden könnten. Das Patienten-Navi ebnet den Weg zur bestmöglichen Behandlung und entlastet überfüllte Krankenhausambulanzen.“

Die KVT möchte die Aufmerksamkeit für ihren Bereitschaftsdienst erhöhen und startet eine Kampagne in den sozialen Medien YouTube, Facebook und Instagram. In auffälligen Motiven und mit direkten Botschaften werden die 116117 und der Bereitschaftsdienst als erste Anlaufstelle bei akuten Erkrankungen hervorgehoben. „Wir wollen jungen Erwachsenen verdeutlichen, was die 116117 alles kann. Und eben diese Menschen wollen wir dort erreichen, wo sie im Internet häufig unterwegs sind“, erklärt Markus Vogel, Geschäftsführer der KVT Notdienst gGmbH. Die Tochtergesellschaft der KVT verantwortet die 116117 in Thüringen.

Ein Schwerpunkt des Bereitschaftsdienstes liegt in den vergangenen Jahren im Ausbau digitaler Angebote. Neben der medizinischen Selbsteinschätzung der Dringlichkeit über das Patienten-Navi online kann man über die 116117 auch den Video-Doc erreichen. Hausärzte und Kinder-/Jugendärzte stehen außerhalb der Sprechstunden für eine telemedizinische Beratung in Akutfällen zur Verfügung (siehe Hintergrund).

Laut KBV-Versichertenbefragung kennen zwar 43 Prozent der Thüringer die Rufnummer 116117 bereits. „Neue Angebote wie das Patienten-Navi oder die telemedizinische Hilfe der VideoDocs sind aber leider noch recht unbekannt. Das möchten wir ändern“, sagt Dr. Annette Rommel.
Autor: red

Kommentare
Laberfred
15.06.2024, 23.46 Uhr
Alles Theorie!
Und genauso "sinnvoll" wie der Krankenhausatlas. Wenn es jemandem schlecht geht, und ich meine nicht Kopfschmerzen oder ein aufgeschürftes Knie beim Nachwuchs, hat der bzw. dessen Partner/Mitbewohner/Betreuer etc. nicht die Zeit, erst einen Fragebogen auszufüllen bzw. jene 116117 anzurufen, in der Warteschleife zu landen, sich durch "wenn..., dann drücken Sie die..." Ansagen zu quälen und dann alles nochmal haarklein dem Teilnehmer zu erläutern. Im Zweifel ist immer Lebensgefahr anzunehmen und entsprechend sofort 112 zu wählen bzw. die Notaufnahme aufzusuchen! Der medizinische Laie übersieht wichtige Symptome und/oder erkennt Zusammenhänge nichtund kann nicht beurteilen, wie gefährlich die SItuation ist. In dem Zusammenhang sollte sich jeder EInzelne zumindest Grundkenntnisse in erster Hilfe aneignen!

Und nun noch zum Thema Terminvermittlung durch 116117. Ich weiß nicht, was sich deren Erfinder dabei gedacht haben. Aber wahrscheinlich spielte Profit wieder die allererste Geige. Fakt ist, es gibt praktisch keine Facharzttermine! Weder zeit- noch ortsnah. Eigene Erfahrung. Selbst ein Vermittlungscode verschafft einem keinen Termin. Auch nicht das Angebot, die Behandlung selbst zu zahlen. Also entweder ein dreiviertel Jahr warten oder 200km einfache Strecke fahren. Das ist z.B. für Rheumapatienten oder Hautkranke unzumutbar. Für andere kann das die Entscheidung über Leben und Tod bedeuten. Und warum?

Weil irgendwer immer noch mehr Profit machen will und selbst gegenüber Kranken keinerlei Skrupel dabei hat!!! Die Politik macht ungeniert mit, denn durch Lobbyismus kommen die eigenen Schäfchen noch schneller ins Trockene.
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