Sa, 14:32 Uhr
14.03.2026
Anstieg um 34 Prozent in 20 Jahren:
Über 10.000 Thüringer Kinder haben Adipositas
Heranwachsende in Thüringen leiden häufiger unter starkem Übergewicht als noch vor zwei Jahrzehnten, wie der BARMER Kinderatlas zeigt. Die Diagnose Adipositas erhielten im Jahr 2024 vier Prozent der Thüringer Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre...
Das entspricht rund 10.500 Heranwachsenden im Land. Gegenüber dem Jahr 2005 sind das rund 2.700 Kinder und Jugendliche mehr; ein Anstieg um rund 34 Prozent. Besonders verbreitet ist krankhaftes Übergewicht unter den Teenagern in Thüringen: 8,2 Prozent der Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren waren 2024 fettleibig, bei den gleichaltrigen Mädchen waren es 6,2 Prozent.
Wer im Jugendalter zu dick ist, bleibt es meist auch als Erwachsener. Um langfristige Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, orthopädische Probleme oder auch Depressionen zu vermeiden, sind deshalb ein gesundes Gewicht und ausreichend Bewegung bereits in jungen Jahren wichtig, sagt Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der BARMER Thüringen.
Um Adipositas vorzubeugen, hätten Eltern eine wichtige Vorbildfunktion. Es brauche aber auch gesamtgesellschaftlich Maßnahmen wie niedrigschwellige Bewegungsangebote, eine hochwertige Kita- und Schulverpflegung sowie Gesundheits- und Ernährungsbildung.
Ab wann gelten Kinder als adipös?
Kinder gelten als adipös, wenn ihr BMI (Body-Mass-Index) über der 97. alters- und geschlechtsspezifischen Perzentile liegt, also höher ist als bei 97 Prozent der Kinder gleichen Alters und Geschlechts. Da sich Körpergewicht und Größe im Wachstum stark ändern, gibt es anders als bei Erwachsenen keinen festen BMI-Wert, sondern Gleichaltrige werden als Referenz herangezogen. Eine Berechnung ist zum Beispiel auf der Webseite der AGA – Arbeitsgemeinschaft für Adipositas im Kindes- und Jugendalter möglich: https://adipositas-gesellschaft.de/aga/bmi4kids
Was können Eltern tun, wenn sie vermuten, dass ihr Kind zu dick ist?
Erster Ansprechpartner ist die Kinder- oder Hausarztpraxis. Hier werden Eltern entsprechend beraten und wenn notwendig, kann eine Behandlung eingeleitet werden. Von Diäten für Heranwachsende ist abzuraten, es sei denn, diese sind ärztlich verordnet.
Was tut die BARMER, um Adipositas in der Gesellschaft zu reduzieren?
Um eine gesunde Lebensweise zu unterstützen, hat die BARMER gemeinsam mit der Sarah Wiener Stiftung die Familienküche entwickelt. Das kostenfreie Online‑Angebot soll Familien im Alltag rund ums Kochen, Essen und die Ernährungsbildung unterstützen. Mehr dazu: www.familienkueche.de
Welche Daten wurden ausgewertet?
Ausgewertet wurden alle ambulanten Diagnosen des ICD-10-Codes E66 – Adipositas aus den Jahren 2005 bis 2024. Diese sind abrufbar unter: www.bifg.de/kinderatlas. Alle Daten wurden standardisiert/ hochgerechnet basierend auf Angaben des Statistischen Bundesamtes zu Kindern im Alter bis 14 Jahre nach Geschlecht, Altersgruppen und Bundesländern. Die Daten erhalten deshalb Bevölkerungsrepräsentativität.
Autor: redDas entspricht rund 10.500 Heranwachsenden im Land. Gegenüber dem Jahr 2005 sind das rund 2.700 Kinder und Jugendliche mehr; ein Anstieg um rund 34 Prozent. Besonders verbreitet ist krankhaftes Übergewicht unter den Teenagern in Thüringen: 8,2 Prozent der Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren waren 2024 fettleibig, bei den gleichaltrigen Mädchen waren es 6,2 Prozent.
Wer im Jugendalter zu dick ist, bleibt es meist auch als Erwachsener. Um langfristige Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, orthopädische Probleme oder auch Depressionen zu vermeiden, sind deshalb ein gesundes Gewicht und ausreichend Bewegung bereits in jungen Jahren wichtig, sagt Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der BARMER Thüringen.
Um Adipositas vorzubeugen, hätten Eltern eine wichtige Vorbildfunktion. Es brauche aber auch gesamtgesellschaftlich Maßnahmen wie niedrigschwellige Bewegungsangebote, eine hochwertige Kita- und Schulverpflegung sowie Gesundheits- und Ernährungsbildung.
Ab wann gelten Kinder als adipös?
Kinder gelten als adipös, wenn ihr BMI (Body-Mass-Index) über der 97. alters- und geschlechtsspezifischen Perzentile liegt, also höher ist als bei 97 Prozent der Kinder gleichen Alters und Geschlechts. Da sich Körpergewicht und Größe im Wachstum stark ändern, gibt es anders als bei Erwachsenen keinen festen BMI-Wert, sondern Gleichaltrige werden als Referenz herangezogen. Eine Berechnung ist zum Beispiel auf der Webseite der AGA – Arbeitsgemeinschaft für Adipositas im Kindes- und Jugendalter möglich: https://adipositas-gesellschaft.de/aga/bmi4kids
Was können Eltern tun, wenn sie vermuten, dass ihr Kind zu dick ist?
Erster Ansprechpartner ist die Kinder- oder Hausarztpraxis. Hier werden Eltern entsprechend beraten und wenn notwendig, kann eine Behandlung eingeleitet werden. Von Diäten für Heranwachsende ist abzuraten, es sei denn, diese sind ärztlich verordnet.
Was tut die BARMER, um Adipositas in der Gesellschaft zu reduzieren?
Um eine gesunde Lebensweise zu unterstützen, hat die BARMER gemeinsam mit der Sarah Wiener Stiftung die Familienküche entwickelt. Das kostenfreie Online‑Angebot soll Familien im Alltag rund ums Kochen, Essen und die Ernährungsbildung unterstützen. Mehr dazu: www.familienkueche.de
Welche Daten wurden ausgewertet?
Ausgewertet wurden alle ambulanten Diagnosen des ICD-10-Codes E66 – Adipositas aus den Jahren 2005 bis 2024. Diese sind abrufbar unter: www.bifg.de/kinderatlas. Alle Daten wurden standardisiert/ hochgerechnet basierend auf Angaben des Statistischen Bundesamtes zu Kindern im Alter bis 14 Jahre nach Geschlecht, Altersgruppen und Bundesländern. Die Daten erhalten deshalb Bevölkerungsrepräsentativität.