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Mo, 13:24 Uhr
16.03.2026
Gemeinsam stark gegen häusliche Gewalt

Unterstützung für "Anker"

Beim jüngsten Treffen des Netzwerks gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis stand ein starkes Zeichen der Solidarität im Mittelpunkt: Die Erlöse aus der vergangenen Suppenaktion - 606 Euro - wurden offiziell an die örtliche Selbsthilfegruppe „Anker“ für Betroffene von häuslicher Gewalt übergeben...

Scheckübergabe an das Projekt "Anker".  (Foto: Celine Appenrodt) Scheckübergabe an das Projekt "Anker". (Foto: Celine Appenrodt)
Mit der Spende soll die wichtige und oftmals im Verborgenen geleistete Arbeit der Gruppe nachhaltig unterstützt werden. Häusliche Gewalt ist kein Randthema – sie geht uns alle an. Nach aktuellen Zahlen des Bundeskriminalamtes wurden im vergangenen Jahr bundesweit mehr als 250.000 Menschen Opfer häuslicher Gewalt. Die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Besonders betroffen sind Frauen, doch auch Männer und Kinder erleben Gewalt in den eigenen vier Wänden. Statistisch gesehen findet Gewalt überwiegend im sozialen Nahraum statt – dort, wo eigentlich Schutz und Geborgenheit herrschen sollten.
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Umso wichtiger ist ein funktionierendes Hilfesystem. Im Landkreis besteht ein eng geknüpftes Netzwerk aus Beratungsstellen, Polizei, Jugendamt, Frauenhaus, Interventionsstelle und ehrenamtlichen Initiativen. „Jede verhinderte Gewalttat ist ein Gewinn – für die betroffene Person, für Familien und für unsere Gesellschaft insgesamt“, betonten die Teilnehmenden des Netzwerktreffens in einer Presseinformation.

Die Selbsthilfegruppe arbeitet anonym und vertraulich. Betroffene können sich ohne Angst und ohne Verpflichtungen melden. Das Angebot richtet sich an alle Menschen, die Gewalt erleben oder erlebt haben – unabhängig von Alter oder Geschlecht. In geschütztem Rahmen finden sie ein offenes Ohr, Verständnis und gegenseitige Stärkung. Die Erfahrung zeigt: Der erste Schritt, Hilfe zu suchen, ist oft der schwerste – aber er ist entscheidend.

Fachleute machen deutlich, dass falsche Scham fehl am Platz ist. Gewalt ist niemals Privatsache und niemals die Schuld der Betroffenen. Beratung in Anspruch zu nehmen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Mut. Sich der eigenen Situation bewusst zu werden, kann helfen, neue Perspektiven zu entwickeln und Auswege zu erkennen. Es gibt Wege aus der Gewalt – und es gibt Menschen, die begleiten und unterstützen.

Die Selbsthilfegruppe ist telefonisch unter der Nummer (0163) 253 50 81 und per E-Mail AnkerSDH@gmx.de erreichbar. Die Kontaktaufnahme erfolgt anonym, auf Wunsch auch ohne Angabe persönlicher Daten. Darüber hinaus stehen im Landkreis zahlreiche weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung. Ein Anruf kann der Beginn eines neuen, sicheren Lebensabschnitts sein.

Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt ruft dazu auf, aufmerksam zu sein und hinzusehen. Häusliche Gewalt betrifft nicht nur Einzelne – sie ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Solidarität, Aufklärung und konkrete Hilfeangebote sind entscheidende Bausteine im Kampf gegen Gewalt im häuslichen Umfeld.

Denn eines ist klar: Jede verhinderte Gewalttat zählt.
Autor: red

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