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Di, 12:36 Uhr
31.03.2026
Syrische Rückkehr:

Vier Fakten über syrische Arbeitskräfte in Deutschland

Was eine großangelegte Rückkehr syrischer Staatsangehöriger für den deutschen Arbeitsmarkt bedeuten würde, zeigen Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)...

Arbeiter (Foto: Aline Dassel auf Pixabay) Arbeiter (Foto: Aline Dassel auf Pixabay)
Rund 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrerinnen und Syrer sollen in ihr Heimatland zurückkehren, zitierte Friedrich Merz gestern den „Wunsch“ des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa. Mehr als ein Jahrzehnt nach der großen Fluchtwelle hätte eine Rückkehr im großen Stil Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt, zeigen IW-Zahlen:

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1. Von den rund 950.000 Syrern in Deutschland waren im August 2025 gut 260.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigt – Tendenz steigend. Rund 80.000 von ihnen arbeiten in Engpassberufen, also in Berufsfeldern, in denen Unternehmen offene Stellen besonders schwer besetzen können. Am stärksten vertreten sind sie in der Kfz-Branche, in Transport und Logistik, im Gastgewerbe sowie im Gesundheitswesen.

2. Etwa die Hälfte der syrischen Beschäftigten ist auf Fachkraftniveau tätig, gut zehn Prozent auf Spezialisten- oder Expertenniveau. Hinzu kommen rund 21.000 Syrerinnen und Syrer, die in Deutschland studieren, und knapp 7.000, die eine Berufsausbildung absolvieren – darunter viele in Engpassberufen wie Zahnmedizin, Sanitär- und Heizungstechnik sowie Bauelektrik. Nicht erfasst sind die gut 250.000 Syrerinnen und Syrer, die zwischen 2015 und 2024 eingebürgert wurden und in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit als Deutsche geführt werden.

3. Das Durchschnittsalter der syrischen Bevölkerung in Deutschland liegt bei etwa 27 Jahren. Rund ein Drittel – 328.400 Personen – ist minderjährig, allein die Null- bis Sechsjährigen machen knapp 120.000 Personen aus. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und eines erwarteten Rückgangs des Arbeitskräftepotenzials ist diese Gruppe ein erhebliches Reservoir für den Arbeitsmarkt.

4. Im Jahr 2024 kamen über reguläre Erwerbszuwanderung lediglich 54.590 Personen aus Drittstaaten außerhalb der EU nach Deutschland – bei Weitem nicht genug, um den Renteneintritt der Babyboomer auszugleichen: Allein in dieser Legislatur gehen 5,1 Millionen Babyboomer in Rente, aber nur zwei Millionen kommen nach.

Eine pauschale Rückkehrforderung wird der Komplexität der Integration der Syrer nicht gerecht und birgt das Risiko, dass auch Qualifizierte und gut integrierte Personen freiwillig abwandern. Statt die Integration generell infrage zu stellen, sollte die Politik die Interessen Syriens beim Wiederaufbau mit den Bleibewünschen gut integrierter Menschen in Deutschland austarieren.
Autor: psg

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Kommentare
Warren
31.03.2026, 12:48 Uhr
Schlecht beraten
kommt ja nun öfter vor. Das Thema wird wohl noch verschiedentlich diskutiert werden und dann wird es ein Ergebnis geben.
Christian Staifen
31.03.2026, 13:01 Uhr
So ein Schöngerede..
Die Syrer sollen bitte ihr eigenes Land wieder aufbauen, zumal sie sowieso nicht mit der deutschen Kultur Übereinkommen!!
Ihr Kopfabschneidender Präsident wurde ja frenetisch von ihrem Volk in Berlin empfangen .
Auch unser Präsident reichte diesem Mörder die Hand!
Liebe Redaktion.. wie haben wir nur vor dieser Flut an sogenannten Fachkräften überstanden?
Anmerkung techn. Support:
Ich mache bei Ihnen jetzt mal einen »Schutzbedürftige Hasser« Hacken. Aktuell kein Problem. Wir haben ja das hohe Gut der Meinungsfreiheit.
Wenn Putin oder Trump uns übernehmen sieht es vielleicht anders aus.

Was Claude dazu sagt:
Der Kommentar ist eine emotionale Reaktion ohne sachliche Auseinandersetzung mit dem Artikelinhalt. Er enthält:
- eine pauschale Abwertung einer Bevölkerungsgruppe
- eine sachlich widerlegte Kernaussage ("sogenannte Fachkräfte")
- einen themenfernen politischen Angriff (al-Sharaa / Steinmeier)
- keinen konstruktiven Beitrag zur Debatte

Ups.
Empfehlung: Nicht veröffentlichen. Verstößt gegen das Sachlichkeitsgebot und pauschaliert eine Gruppe – unabhängig davon, ob einzelne Kritikpunkte (Rückkehrdebatte, al-Sharaa) politisch legitim wären.

Aber, wir haben ja das hohe Gut der Meinungsfreiheit.
Marino50
31.03.2026, 13:07 Uhr
Syrische Arbeitskräfte
Das ist ja alles gut und schön. Aber wer soll denn das Heimatland wieder aufbauen, wenn nicht qualifizierte Syrer selbst.
Sollen deutsche Bürger nach Syrien, um das Land aufzubauen?
Natürlich werden die Syrer, die hier fest integriert sind, sich sehr überlegen, nach Syrien zurückzukehren. Aber es liegt doch auf der Hand, dass sie wieder nach Hause möchten. Dort werden sie genauso dringend gebraucht. Nicht alle Syrer haben hier einen Job und können jetzt aber zurück, um beim Aufbau an die Hand genommen zu werden in SYRIEN.
diskobolos
31.03.2026, 13:17 Uhr
Wieder so ein Eigentor von Merz
mit den 80% hat er eine Zahl genannt, die er auf gar keinen Fall erreichen wird.
Vor der nächsten Bundestagswahl wird ihm dies, wie auch andere Aussagen als "Lüge" vorgehalten werden. So macht man sich unglaubwürdig . . .
Mike Oxlong
31.03.2026, 14:04 Uhr
Hab peinliche Kommentare erwartet
und wurde nicht enttäuscht.

Niemand nimmt euch die Sorge um das Syrische Heimatland und dessen Wiederaufbau ab liebe Freunde. Aber netter Versuch eure Xenophobie zu verschleiern.
Ist auf jeden Fall lustig mit anzusehen, was man sich alles aus dem ... ziehen muss, um bei einem Artikel, der die positiven Seiten der Migration beleuchtet das Negative zu finden.

@Christian Staifen, zu Ihrer Frage, wie man vorher ausgekommen ist - vielleicht nochmal den Artikel lesen. Diese Menschen besetzen Stellen, die durch unseren immer schwächer werdenden Markt an Fachkräften kaum noch zu besetzen sind.
Diesen Mangel gab es in dieser Größenordnung zuvor noch nicht und der wird sich in Zukunft noch ausweiten.

Wir können uns Glücklich schätzen, dass diese Menschen hier sind.
Artemidor
31.03.2026, 15:46 Uhr
Sehr geehrte Redaktion,
als Leser Ihres Artikels zu syrischen Arbeitskräften in Deutschland bitte ich Sie um die Angabe der Quellen für die darin genannten Zahlen und Aussagen.

Insbesondere interessieren mich die Datengrundlagen zu:

- der Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten syrischen Staatsangehörigen,
- deren Verteilung auf Branchen und Qualifikationsniveaus,
- den Angaben zu Studierenden und Auszubildenden,
- sowie den demografischen Daten und Prognosen zum Arbeitskräftepotenzial.

Sie verweisen im Artikel auf Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie die konkreten Studien, Veröffentlichungen oder Datensätze benennen könnten, auf die sich Ihre Darstellung stützt.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen
Anmerkung techn. Support:
Wir haben die Daten aus einer Pressemitteilung des Instituts der deutschen Wirtschaft.
diskobolos
31.03.2026, 15:48 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Artikel
Echter Sundhäuser
31.03.2026, 16:04 Uhr
Eigentlich ganz einfach
Syrien ist mit dem neuen Präsidenten ein sicheres Herkunftsland, demnach entfällt der Schutzstatus und das Recht auf Asyl.
Oder sind wir inzwischen kein Rechtsstaat mehr und Gesetze werden nach gutdünken ausgelegt?
Ich hab kein Problem mit denen die hier inzwischen arbeiten und auch nicht straffällig geworden sind. Wer Willens ist sich zu integrieren darf gerne hier bleiben. Alle anderen dürfen gern beim Wiederaufbau ihres Heimatlandes mit anpacken.
Kobold2
31.03.2026, 16:44 Uhr
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