Mi, 13:22 Uhr
06.05.2026
Vortrag über die letzte Fürstin
Geschichtsstunde im Seniorentreff-Jecha
Am Dienstag trafen sich die Senioren von Jecha im Haus der Vereine. Als Gast konnte Edith Baars, Stadtführerin von Sondershausen, begrüßt werden...
Edith Baars berichtete im Seniorenclub in Jecha über das Leben von Sondershausens letzter Fürstin. (Foto: Gudrun Dittrich)
Alle freuten sich auf den Vortrag über die letzte Fürstin von Schwarzburg-Sondershausen, Anna Luise geb. Prinzessin von Schönburg Waldenburg, die ihre letzten Jahre auf dem Schloss in Sondershausen verbrachte.
Auf ein Leben in Zeiten außerordentlicher historischer Umbrüche konnte die Fürstin Anna Luise (1871-1951) zurückblicken. Im Jahr 1918 dankte Günther Viktor, ihr Ehemann, als letzter deutscher Bundesfürst ab. Das Fürstentum Sondershausen hörte auf zu existieren. Anna Luise erlebte die Weimarer Republik, das Dritte Reich, zwei Weltkriege und den Beginn der DDR. Sie war die einzige Fürstin, die nach der Bodenreform nicht in den Westen ging, sondern sich unter für sie schwierigen Lebensumständen in der DDR einrichtete.
Die Fürstin führte Tagebuch und war eine leidenschaftliche Fotografin. Ihre Tagebücher und Fotos lagern heute im Thüringer Staatsarchiv in Rudolstadt und zeigen eine wichtige Quelle über den Alltag des Adels nach 1918 auf. Mit Anna Luise starb 1951 nicht nur die letzte Fürstin von Sondershausen, sondern auch das letzte Mitglied des Hauses Schwarzburg in direkter Linie.
Mit Applaus bedankten sich die Frauen bei Frau Baars für ihren interessanten Vortrag. Nach Kaffee und selbstgebackenen Kuchen klang der Nachmittag aus.
Gudrun Dittrich
Autor: red
Edith Baars berichtete im Seniorenclub in Jecha über das Leben von Sondershausens letzter Fürstin. (Foto: Gudrun Dittrich)
Auf ein Leben in Zeiten außerordentlicher historischer Umbrüche konnte die Fürstin Anna Luise (1871-1951) zurückblicken. Im Jahr 1918 dankte Günther Viktor, ihr Ehemann, als letzter deutscher Bundesfürst ab. Das Fürstentum Sondershausen hörte auf zu existieren. Anna Luise erlebte die Weimarer Republik, das Dritte Reich, zwei Weltkriege und den Beginn der DDR. Sie war die einzige Fürstin, die nach der Bodenreform nicht in den Westen ging, sondern sich unter für sie schwierigen Lebensumständen in der DDR einrichtete.
Die Fürstin führte Tagebuch und war eine leidenschaftliche Fotografin. Ihre Tagebücher und Fotos lagern heute im Thüringer Staatsarchiv in Rudolstadt und zeigen eine wichtige Quelle über den Alltag des Adels nach 1918 auf. Mit Anna Luise starb 1951 nicht nur die letzte Fürstin von Sondershausen, sondern auch das letzte Mitglied des Hauses Schwarzburg in direkter Linie.
Mit Applaus bedankten sich die Frauen bei Frau Baars für ihren interessanten Vortrag. Nach Kaffee und selbstgebackenen Kuchen klang der Nachmittag aus.
Gudrun Dittrich
