Fr, 08:37 Uhr
08.05.2026
Gedenken an das Weltkriegsende ist doppelte Verpflichtung
Primas: "Tag der Befreiung war kein Tag der Freiheit für alle"
Zum 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges erklärt der Vorsitzende der Union der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU und CSU (UdVA), Egon Primas...
Der 8. Mai 1945 war der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Mit der Kapitulation der Wehrmacht endeten Krieg, nationalsozialistische Gewaltherrschaft, Holocaust, Zwangsarbeit und millionenfaches Leid in Europa. Die Erinnerung an die deutschen Verbrechen und ihre Opfer bleibt dauernder Auftrag.
Aber der 8. Mai war nicht für alle Menschen in Europa der Beginn von Freiheit. Für die Völker Ostmittel-, Ost- und Südosteuropas, für die Menschen in der SBZ und DDR begann nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur eine neue Unfreiheit: stalinistische Herrschaft, politische Verfolgung, Enteignung, Deportation, Unterdrückung von Identität, freier Meinung und Glauben. Für Millionen Deutsche verband sich das Kriegsende mit Flucht, Vertreibung, Verschleppung und Zwangsarbeit.
Wirkliche Freiheit wurde für viele Menschen im Osten Europas erst 1989/90 erkämpft durch großen zivilgesellschaftlichen Mut in Polen, in der damaligen DDR und in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas.
Umso zynischer sind die Befreiungsfeiern des Kremls in Moskau. Russland beruft sich auf den Sieg über die Nationalsozialisten, während es seine eigene Unrechtsgeschichte verschweigt und heute selbst einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt – gegen ein Land, das ebenfalls unermessliche Opfer im Kampf gegen den Nationalsozialismus zu beklagen hatte. Wer heute Städte bombardiert, Zivilisten terrorisiert, Kinder verschleppt und Grenzen mit Gewalt verschiebt, verrät die Lehren des Zweiten Weltkriegs.
Der 8. Mai verpflichtet uns deshalb doppelt: zum fortwährenden Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus und zum klaren Widerspruch gegen jede Form totalitärer Herrschaft. Freiheit und Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaat sind nicht selbstverständlich. Sie müssen verteidigt werden, in Deutschland, in Europa und heute besonders an der Seite der Ukraine.
Autor: redDer 8. Mai 1945 war der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Mit der Kapitulation der Wehrmacht endeten Krieg, nationalsozialistische Gewaltherrschaft, Holocaust, Zwangsarbeit und millionenfaches Leid in Europa. Die Erinnerung an die deutschen Verbrechen und ihre Opfer bleibt dauernder Auftrag.
Aber der 8. Mai war nicht für alle Menschen in Europa der Beginn von Freiheit. Für die Völker Ostmittel-, Ost- und Südosteuropas, für die Menschen in der SBZ und DDR begann nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur eine neue Unfreiheit: stalinistische Herrschaft, politische Verfolgung, Enteignung, Deportation, Unterdrückung von Identität, freier Meinung und Glauben. Für Millionen Deutsche verband sich das Kriegsende mit Flucht, Vertreibung, Verschleppung und Zwangsarbeit.
Wirkliche Freiheit wurde für viele Menschen im Osten Europas erst 1989/90 erkämpft durch großen zivilgesellschaftlichen Mut in Polen, in der damaligen DDR und in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas.
Umso zynischer sind die Befreiungsfeiern des Kremls in Moskau. Russland beruft sich auf den Sieg über die Nationalsozialisten, während es seine eigene Unrechtsgeschichte verschweigt und heute selbst einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt – gegen ein Land, das ebenfalls unermessliche Opfer im Kampf gegen den Nationalsozialismus zu beklagen hatte. Wer heute Städte bombardiert, Zivilisten terrorisiert, Kinder verschleppt und Grenzen mit Gewalt verschiebt, verrät die Lehren des Zweiten Weltkriegs.
Der 8. Mai verpflichtet uns deshalb doppelt: zum fortwährenden Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus und zum klaren Widerspruch gegen jede Form totalitärer Herrschaft. Freiheit und Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaat sind nicht selbstverständlich. Sie müssen verteidigt werden, in Deutschland, in Europa und heute besonders an der Seite der Ukraine.