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Fr, 10:02 Uhr
08.05.2026
Stadtratsentscheidung

Aus für Kita „Rasselbande“ in Oberspier

Der Stadtrat der Stadt Sondershausen hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend die Schließung der Kindertageseinrichtung „Rasselbande“ im Ortsteil Oberspier zum 31. August dieses Jahres beschlossen. Was die Gründe für die Entscheidung sind...

Die Kita in Oberspier steht vor der Schließung.  (Foto: Pressestelle Stadt Sondershausen) Die Kita in Oberspier steht vor der Schließung. (Foto: Pressestelle Stadt Sondershausen)
Wie die Stadt Sondershausen in einer Presseinformation mitteilt, entspricht die Entwicklung den Ergebnissen der Kita-Bedarfsprognose, die bereits im Jahr 2020 im Auftrag der Stadtverwaltung erstellt wurde und einen langfristigen Rückgang der Kinderzahlen bis 2030 prognostiziert hatte. Die Stadt Sondershausen reagiert seit mehreren Jahren schrittweise und vorausschauend auf diese Entwicklung und passt ihre Betreuungskapazitäten kontinuierlich an den tatsächlichen Bedarf an.
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Die Kita „Rasselbande“ verfügt über eine Kapazität von 24 Betreuungsplätzen. Aktuell werden dort noch 14 Kinder betreut. Mit dem Ende des Kindergartenjahres werden vier Kinder eingeschult, sodass ab dem 1. September nur noch zehn Kinder in der Einrichtung verbleiben würden. Weitere Anmeldungen liegen derzeit nicht vor. Auch im Rahmen der aktuellen Bedarfsplanung wurde kein zusätzlicher Bedarf festgestellt.

Für alle verbleibenden Kinder konnten bereits alternative Betreuungsplätze in anderen Einrichtungen der Stadt verbindlich und wohnortnah bereitgestellt werden. Die Stadtverwaltung steht hierzu weiterhin im engen Austausch mit den betroffenen Familien, um einen möglichst reibungslosen Übergang sicherzustellen.

Im Mittelpunkt aller Entscheidungen stünde für die Stadt Sondershausen das Wohl der Kinder und ihrer Familien, heißt es weiter. Ziel bleibt es, auch künftig eine qualitativ hochwertige, verlässliche und bedarfsgerechte Betreuung anzubieten. Die dauerhaft geringe Auslastung der Einrichtung erschwert jedoch zunehmend eine wirtschaftliche Betriebsführung sowie die Umsetzung altersgerechter pädagogischer Angebote und sozialer Gruppenstrukturen.

Neben der geringen Belegung weist das Gebäude der Kita „Rasselbande“ einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Eine umfassende bauliche Erneuerung wäre angesichts der langfristig sinkenden Kinderzahlen und der geringen Auslastung wirtschaftlich nicht vertretbar.

Die Stadt Sondershausen betont zugleich, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird. Das pädagogische Personal der Einrichtung kann vollständig in anderen kommunalen Kindertageseinrichtungen weiterbeschäftigt werden.

Bereits im Januar hatte die Stadtverwaltung die betroffenen Eltern sowie das pädagogische Personal in einem Informationsgespräch frühzeitig über die Entwicklung der Kinderzahlen, die bestehenden Rahmenbedingungen und mögliche Perspektiven informiert. Auch der Hauptausschuss der Stadt Sondershausen wurde umfassend in die Entwicklungen einbezogen.

Unabhängig von der Schließung investiert die Stadt weiterhin gezielt in die Qualität der Kinderbetreuung. Mit den Kitas „Schlossparkspatzen“ und „Käthe Kollwitz“ wurden in den vergangenen Jahren zwei Einrichtungen umfassend modernisiert. Darüber hinaus entsteht mit der Kita „Anne Frank“ derzeit ein moderner Ersatzneubau. Bei allen Neu- und Umbauprojekten wurden bewusst sogenannte Platz-Puffer eingeplant, um auch künftig flexibel auf Entwicklungen bei den Kinderzahlen reagieren zu können

„Sondershausen investiert weiterhin gezielt in seine Kinder und Familien“, betont Bürgermeister Steffen Grimm. „Unser Ziel ist es, langfristig hochwertige und moderne Betreuungsangebote vorzuhalten – angepasst an die tatsächlichen Bedarfe und mit einem verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.“

Auch Mareen Biedermann, Fachbereichsleiterin für Kinder, Jugend und Sport, verweist auf die langfristige Entwicklung: „Die sinkenden Kinderzahlen begleiten uns bereits seit mehreren Jahren. Deshalb haben wir frühzeitig begonnen, unsere Kita-Planungen schrittweise anzupassen. Unser Fokus liegt dabei klar auf Qualität statt Quantität.“
Autor: red

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