Mi, 11:10 Uhr
13.05.2026
Vortrag im Regionalmuseum Bad Frankenhausen
Eine Baumeisterfamilie steht im Fokus
Eine Baumeisterfamilie prägte das Kyffhäuserdenkmal und ganz Bad Frankenhausen. Doch wer waren die Reichenbachs? Ein Vortrag soll darüber Aufschluss geben...
In Bad Frankenhausen steht am Dienstag, 19. Mai, ein Vortrag zur regionalen Bau- und Industriegeschichte auf dem Programm. Ab 19 Uhr widmet sich die Veranstaltung im Festsaal dem Thema Die Familie Reichenbach und ihre Bauten in Frankenhausen und Umgebung. Referenten des Abends sind Dr. Ulrich Hahnemann, Museumsleiter und Stadtarchivar, sowie Antje Kuchenbecker, Dipl.-Museologin des Regionalmuseums Bad Frankenhausen. Anlass ist ein besonderes Jubiläum: Im Jahr 2026 jährt sich die Einweihung des Kyffhäuserdenkmals zum 130. Mal.
Mit der Einweihung des monumentalen Denkmals am 18. Juni 1896 rückte die Kyffhäuserregion weit über Thüringen hinaus in den Fokus der Öffentlichkeit des damaligen Kaiserreichs. Weniger bekannt ist heute jedoch die bedeutende Rolle der Familie Reichenbach, deren Name über Jahrzehnte eng mit dem Bau und der Entwicklung rund um das Kyffhäuserdenkmal verbunden war.
Die Familie Carl Reichenbach, seit 1881 in Frankenhausen ansässig, prägte nicht nur die Baugeschichte des Denkmals selbst, sondern war auch maßgeblich an zahlreichen technischen Anlagen, der Kyffhäuserwirtschaft sowie an Hotels, Pensionen und Bahnanlagen beteiligt. Darüber hinaus entstanden unter ihrer Verantwortung repräsentative Villenbauten in Frankenhausen.
Auch über die Region hinaus machte sich das Baugeschäft Carl Reichenbach einen Namen – etwa im Tunnel- und Kanalbau, im Bergbau oder bei Projekten wie der Zuckerfabrik Oldisleben. Bekannt war das Unternehmen zudem für seine Sandstein- und Steinmetzarbeiten, wobei teilweise eigene Steinbrüche betrieben wurden.
Der Vortrag beleuchtet sowohl die Geschichte der Familie als auch das umfangreiche bauliche Erbe, das bis heute in Bad Frankenhausen und Umgebung sichtbar ist. Ergänzend dazu wird ab dem 17. Juni eine Sonderausstellung gezeigt. Außerdem lädt ein Stadtrundgang am 23. Juni dazu ein, die Spuren der Firma Reichenbach vor Ort zu entdecken.
Veranstalter des Abends sind das Regionalmuseum sowie der Heimat- und Museumsverein Bad Frankenhausen e.V. Der Eintritt ist frei, um Spenden für Restaurierungszwecke wird gebeten.
Die Veranstalter weisen zudem darauf hin, dass die Vorträge künftig bereits um 19 Uhr beginnen.
Autor: sscIn Bad Frankenhausen steht am Dienstag, 19. Mai, ein Vortrag zur regionalen Bau- und Industriegeschichte auf dem Programm. Ab 19 Uhr widmet sich die Veranstaltung im Festsaal dem Thema Die Familie Reichenbach und ihre Bauten in Frankenhausen und Umgebung. Referenten des Abends sind Dr. Ulrich Hahnemann, Museumsleiter und Stadtarchivar, sowie Antje Kuchenbecker, Dipl.-Museologin des Regionalmuseums Bad Frankenhausen. Anlass ist ein besonderes Jubiläum: Im Jahr 2026 jährt sich die Einweihung des Kyffhäuserdenkmals zum 130. Mal.
Mit der Einweihung des monumentalen Denkmals am 18. Juni 1896 rückte die Kyffhäuserregion weit über Thüringen hinaus in den Fokus der Öffentlichkeit des damaligen Kaiserreichs. Weniger bekannt ist heute jedoch die bedeutende Rolle der Familie Reichenbach, deren Name über Jahrzehnte eng mit dem Bau und der Entwicklung rund um das Kyffhäuserdenkmal verbunden war.
Die Familie Carl Reichenbach, seit 1881 in Frankenhausen ansässig, prägte nicht nur die Baugeschichte des Denkmals selbst, sondern war auch maßgeblich an zahlreichen technischen Anlagen, der Kyffhäuserwirtschaft sowie an Hotels, Pensionen und Bahnanlagen beteiligt. Darüber hinaus entstanden unter ihrer Verantwortung repräsentative Villenbauten in Frankenhausen.
Auch über die Region hinaus machte sich das Baugeschäft Carl Reichenbach einen Namen – etwa im Tunnel- und Kanalbau, im Bergbau oder bei Projekten wie der Zuckerfabrik Oldisleben. Bekannt war das Unternehmen zudem für seine Sandstein- und Steinmetzarbeiten, wobei teilweise eigene Steinbrüche betrieben wurden.
Der Vortrag beleuchtet sowohl die Geschichte der Familie als auch das umfangreiche bauliche Erbe, das bis heute in Bad Frankenhausen und Umgebung sichtbar ist. Ergänzend dazu wird ab dem 17. Juni eine Sonderausstellung gezeigt. Außerdem lädt ein Stadtrundgang am 23. Juni dazu ein, die Spuren der Firma Reichenbach vor Ort zu entdecken.
Veranstalter des Abends sind das Regionalmuseum sowie der Heimat- und Museumsverein Bad Frankenhausen e.V. Der Eintritt ist frei, um Spenden für Restaurierungszwecke wird gebeten.
Die Veranstalter weisen zudem darauf hin, dass die Vorträge künftig bereits um 19 Uhr beginnen.