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Do, 12:23 Uhr
04.06.2026
Sondershausen

Alte Schürzenfabrik gehört jetzt der Stadt

Mit der notariellen Unterzeichnung des Kaufvertrages am 1. Juni haben Bürgermeister Steffen Grimm und der Vermittler Elieser Zavadsky den Erwerb des Grundstücks und Gebäudes der ehemaligen Schürzenfabrik in der August-Bebel-Straße durch die Stadt Sondershausen besiegelt...

Damit ist ein bedeutender Schritt gelungen, um einen der weiteren großen städtebaulichen Missstände im Innenstadtbereich perspektivisch zu beseitigen.

Bild: Ein langer und bürokratisch aufwendiger Weg liegt hinter ihnen: Am Montag unterzeichneten Bürgermeister Steffen Grimm (li.) und Elieser Zavadsky (2.v.li. vorn) im Beisein von seiner Lebensgefährtin Chavah Stenger (3.v.re.), Silvana Steuerwald, Kämmer
Ein langer und bürokratisch aufwendiger Weg liegt hinter ihnen: Am Montag unterzeichneten Bürgermeister Steffen Grimm (li.) und Elieser Zavadsky (2.v.li. vorn) im Beisein von seiner Lebensgefährtin Chavah Stenger (3.v.re.), Silvana Steuerwald, Kämmerin der Stadt Sondershausen (3.v.li.), Martin Ludwig, 1. Beigeordneter der Stadt Sondershausen (2.v.re.) und Verwaltungsleiter Stefan Aschenbrenner (re.) den notariell beglaubigten Kaufvertrag für die Schürzenfabrik in Sondershausen (Foto: Janine Skara)

Dem Vertragsabschluss gingen mehr als zweieinhalb Jahre intensiver Vorbereitungen und Verhandlungen voraus. Seit Ende 2023 arbeitete die Stadtverwaltung gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten daran, die Eigentumsverhältnisse des Grundstücks zu klären. Das Areal befand sich im Eigentum einer sechsköpfigen Erbengemeinschaft mit Wohnsitz in Israel.

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Eine entscheidende Rolle spielte dabei Elieser Zavadsky, ein langjähriger Bekannter einer der Erbinnen. Er unterstützte die Kommunikation zwischen den Eigentümern, den Konsulaten und den beteiligten Behörden und vermittelte während des gesamten Prozesses zwischen den Parteien.

„Die Verhandlungen waren äußerst komplex und mit einem erheblichen organisatorischen Aufwand verbunden“, berichtet Silvana Steuerwald, Kämmerin der Stadtverwaltung Sondershausen, die den Prozess von Beginn an begleitet hat. So mussten zunächst die Erbverhältnisse offiziell nachgewiesen und durch die zuständigen israelischen Stellen bestätigt werden. Darüber hinaus waren zahlreiche Vollmachten auszustellen, Grundbucheinträge umzuschreiben sowie weitere rechtliche und administrative Voraussetzungen für den Verkauf zu schaffen.

Insbesondere die Finanzabteilung der Stadtverwaltung leistete bei der Beschaffung und Zusammenführung der erforderlichen Unterlagen einen wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Abschluss des Verfahrens.

Die Stadt erwarb nun das hintere Grundstück mit dem historischen Fabrikgebäude und einer Gesamtfläche von 1.699 Quadratmetern. Das angrenzende vordere Grundstück, auf dem sich ein in den 1980er Jahren errichtetes Gebäude befindet, gehört weiterhin einem anderen Eigentümer. Auch dieses Areal möchte die Stadt perspektivisch erwerben.

Mit dem Kauf sichert sich die Stadt wichtige Entwicklungsmöglichkeiten für das Quartier. Langfristig sollen Konzepte geprüft werden, wie das Areal städtebaulich sinnvoll entwickelt und für neue Nutzungen erschlossen werden kann. Denkbar sind dabei sowohl Investitionen durch private Partner als auch Projekte im Bereich Wohnen und Stadtentwicklung.

Bürgermeister Steffen Grimm begrüßt den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen: „Mit dem Erwerb der ehemaligen Schürzenfabrik ist es uns gelungen, ein Schlüsselgrundstück in der Innenstadt zu sichern. Damit schaffen wir die Grundlage, um einen langjährigen Leerstand zu beseitigen und die Entwicklung dieses Bereichs aktiv zu gestalten.“
Autor: red

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