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Fr, 08:09 Uhr
26.06.2026
Hitze wird auch für die Natur zum Problem

Bis zu 41 Grad

Deutschland steht eine außergewöhnliche Hitzewelle bevor: Für das Wochenende werden regional Temperaturen von 39 bis 41 °C erwartet. Damit könnte der bisherige Hitzerekord in Deutschland deutlich übertroffen werden. Der NABU beobachtet diese Entwicklung mit großer Sorge und warnt vor den zunehmenden Folgen der Klimakrise. Gleichzeitig betont er die Bedeutung intakter Natur als zentraler Teil der Lösung...

“Was wir gerade in Deutschland und Europa erleben, ist nicht ‘nur ein weiterer heißer Sommer’. Es könnte die größte Hitzewelle werden, die wir seit Beginn der Wetteraufzeichnung erleben - und der Sommer fängt gerade erst an”, warnt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. “Klar ist: Wenn wir der Hitze flächendeckend etwas entgegensetzen wollen, brauchen wir unsere Natur. Schon heute mildern Bäume, Grünflächen, Moore und naturnahe Landschaften die Hitze. Sie kühlen, speichern Wasser und stärken die Widerstandsfähigkeit von Städten und Regionen gegenüber immer häufigeren Extremwettern. Doch unserer Natur geht es schlecht: Mehr als zwei Drittel der geschützten Lebensräume in Deutschland befinden sich in einem schlechten Zustand. Zum Glück hat die Politik mit der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur ein Werkzeug in der Hand, um degradierte Moore, Wälder und Flüsse zu renaturieren und ihre natürlichen Funktionen zu reaktivieren. Zeit anzupacken!"

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Besonders in Großstädten werde die Bedeutung von Natur während extremer Hitze für Mensch und Tier spürbar. Die Zahl der Hitzetage und Tropennächte über 20 Grad Celsius hat sich im Vergleich zum vorherigen Jahrhundert verdreifacht. Asphalt und Beton können an Sommertagen mehr als 60 Grad heiß werden und speichern die hohen Temperaturen auch noch für den Tag darauf. Parks, Stadtbäume und Gewässer können die Temperaturen hingegen lokal senken und die Lebensqualität in dicht besiedelten Quartieren merkbar verbessern. „Wer Städte klimaresilient machen will, muss Grünflächen schützen, Bäume erhalten und Natur wieder mehr Raum geben. Jeder zusätzliche Quadratmeter Grün hilft dabei, Hitzeinseln zu entschärfen und so die Belastung für alle zu reduzieren“, so Krüger.

Wie eng Vegetation, Bodenfeuchte und Kühlung in Deutschland zusammenhängen, wird der NABU gemeinsam mit dem ECONICS INSTITUTE Mitte Juli mit dem neuen Grün-Feucht-Kühl-Index (GFKI) in Berlin vorstellen. Der Index macht auf Basis satellitengestützter Daten sichtbar, welchen messbaren Beitrag intakte Landschaften für Kühlung, Wasserrückhalt und Klimaanpassung leisten.
Autor: red

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