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Mi, 17:15 Uhr
02.09.2026
Glasfaserausbau in Deutschland

Binnen vier Jahren mehr als verdoppelt

Bei sechs von zehn Haushalten und Unternehmen liegt Glasfaser inzwischen vor der Tür, bei drei von zehn im Haus. Das zeigt ein Gutachten, das die IW Consult für den Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) erstellt hat...

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Glasfaserausbau (Foto: Alexander Fox | PlaNet Fox auf Pixabay)

Die Quote für den Glasfaser-Ausbau stieg von rund 53 Prozent im Vorjahr auf inzwischen 62 Prozent, zeigt ein Gutachten im Auftrag des BREKO, für das die IW Consult über 170 Netzbetreiber in Deutschland befragt hat.

Damit erreicht das Glasfasernetz bereits 28,7 Millionen Haushalte und Unternehmen – das heißt, dass die Infrastruktur in unmittelbarer Nähe der Grundstücksgrenze vorbeiführt. Bis Jahresende sollen den Daten zufolge zwei von drei Haushalten und Unternehmen erschlossen sein. Tatsächlich angebunden – also mit einer Leitung bis ins Gebäude – sind bislang rund 30 Prozent.

Norden hat die meisten Glasfaseranschlüsse
Im Norden ist der Ausbau am weitesten fortgeschritten. Schleswig-Holstein führt mit einer Ausbauquote von 94 Prozent das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von Hamburg mit 93 Prozent und Bremen mit 89 Prozent. Am unteren Ende der Tabelle liegen die süddeutschen Flächenländer: Bayern kommt auf 53 Prozent, Baden-Württemberg sogar nur auf 45 Prozent – beide liegen damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Auch bei der Glasfaseranschlussquote liegen die norddeutschen Länder vorn.

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Grafik (Foto: IW)

Trotz aller Fortschritte sehen die Netzbetreiber bundesweit die Investitionsbedingungen nicht positiv. Bei den Materialkosten meldet mehr als jeder vierte Netzbetreiber (27 Prozent) einen starken Anstieg in den vergangenen drei Jahren. Hinzu kommen gestiegene Finanzierungs- und Arbeitskosten.

KI-Rechenzentren als zusätzlicher Treiber
Rückenwind bekommt der Ausbau dagegen vom KI-Boom. Während die IT-Anschlussleistung normaler deutscher Rechenzentren nach einer Bitkom-Prognose bis 2030 um gut zwei Drittel steigt, explodiert sie bei KI- und Supercomputern förmlich: Hier steht fast eine Vervierfachung bevor. 64 Prozent der Glasfaseranbieter sagen, dass das auch die eigenen Erweiterungspläne für Rechenzentren antreibt. Jedes Rechenzentrum braucht eine leistungsfähige Glasfaseranbindung.

„Wer beim KI-Boom mitspielen will, braucht Hochleistungsnetze“, sagt IW-Ökonom Johannes Ewald. Damit Deutschland im EU-Vergleich nicht den Anschluss verliert, müsse die Politik die Investitionsbedingungen verbessern.
Autor: psg

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Kommentare
ossi83
03.09.2026, 15:21 Uhr
Prima…..
Und die andere Seite ist,die Gehwege und Einfahrten sind eine einzige Huckelandschaft. Da nicht nur Firmen beauftragt werden, die nicht aus der Region kommen. Nein sie kommen aus anderen Ländern……so treibt man die eigene Wirtschaft an.
Kobold2
04.09.2026, 07:16 Uhr
Willkommen
in der Realität der deutschen Baustellen.
Wenn ich inder Vergangenheit davon berichtete, wurde es hier immer abgestraft.
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