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So, 13:02 Uhr
06.09.2026
Sinus-Jugendstudie im Auftrag der BARMER

Schulstress belastet Jugendliche in Mitteldeutschland

Schulstress ist die häufigste Alltagsbelastung für Jugendliche in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Laut der aktuellen Sinus-Jugendstudie im Auftrag der BARMER fühlen sich rund 34 Prozent der 14- bis 17-Jährigen durch schulischen Stress stark beeinträchtigt...

Damit liegt Schulstress deutlich vor Stress in der Familie (17 Prozent), Einsamkeit (11 Prozent), Stress im Freundeskreis (10 Prozent) und Belastungen durch psychische Erkrankungen (ebenfalls 10 Prozent). „Schulstress lässt sich leichter bewältigen, wenn Jugendliche verlässlichen Rückhalt erfahren und über gute persönliche Bewältigungsstrategien verfügen. Wenn aber familiäre oder psychische Belastungen hinzukommen, können wichtige Ressourcen für den Umgang mit schulischem Druck fehlen“, sagt Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der BARMER in Thüringen. Schule solle fordern, aber auch fördern und Perspektiven eröffnen. Keinesfalls dürfe sie zu dauerhafter Überforderung führen. Es brauche Erwachsene, die aufmerksam zuhören, Warnsignale ernst nehmen und frühzeitig Unterstützung ermöglichen.

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Schulstress besonders präsent
Die Bedeutung des Themas zeigt sich auch bei einer erweiterten Betrachtung. Etwa 50 Prozent der Jugendlichen in Mitteldeutschland bewerten ihre Belastung durch Schulstress mit mindestens sieben Punkten auf einer Zehn-Punkte-Skala. Nur 23 Prozent ordnen ihre Belastung dem niedrigen Bereich von ein bis drei Punkten zu. „Schulstress entsteht häufig nicht durch eine einzelne Ursache. Leistungsdruck, Prüfungen, Zukunftssorgen und hohe Erwartungen können sich gegenseitig verstärken. Zudem endet Schule heute häufig nicht mehr mit dem Unterricht, sondern setzt sich über digitale Lernplattformen und Klassenchats fort. Jugendliche brauchen deshalb ausreichend Zeit zur Erholung und Freiräume außerhalb schulischer Anforderungen“, so BARMER-Landeschef Büssow.

Hohe Belastung bei gleichzeitig großer Zuversicht
Trotz der hohen Belastungen blickt die Mehrheit der Jugendlichen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt positiv nach vorn. Rund 72 Prozent sehen ihre persönliche Zukunft optimistisch. 85 Prozent sind mit ihrem Leben zufrieden. „Umso wichtiger ist es, diese Zuversicht durch gesunde Lernbedingungen, realistische Anforderungen und rechtzeitige Unterstützung zu erhalten“, sagt Robert Büssow.
Autor: red

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