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Neues vom „Café Pille“

Dienstag, 06. Dezember 2011, 20:12 Uhr
"Wippertal" WBG mbH plant Sanierung von „Café Pille“. Hier kn mit den Einzelheiten...

Am 24.11.2011 fand in den Räumen der "Wippertal" WBG mbH ein Planerauswahlverfahren zur Beauftragung eines Architekturbüros für die Sanierung des Gebäudes Hauptstraße 10 (ehem. „Café Pille“) statt.

Neues vom „Café Pille“ (Foto: Wippertal Wohnungsgesellschaft) Neues vom „Café Pille“ (Foto: Wippertal Wohnungsgesellschaft)

Fotomontage: AIG Karsten Schmidt

An diesem nahmen fünf regionale Büros teil, deren Aufgabe es war, bei einem Umbau das Erdgeschoss, also die Räume des ehemaligen Cafés und der Konditorei weitestmöglich zu erhalten. Zusätzlich waren Ideen zur Gestaltung des Hofbereiches sowie der Baulückenschließung in der Lange Straße gefragt. Grundlage für dieses Konzept waren mit dem Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr (TMBLV) erfolgte Abstimmungen, die nach der denkmalschützerischen Gebäudeanalyse des Architekturbüros Angermann & Dietzsch vor einem knappen Jahr erstellt wurden. Die Untersuchungen stellten die Grundvoraussetzungen für den weiteren Umgang mit dem Gebäude dar.

Neues vom „Café Pille“ (Foto: Wippertal Wohnungsgesellschaft) Neues vom „Café Pille“ (Foto: Wippertal Wohnungsgesellschaft)

Foto: AIG Karsten Schmidt

Die fachkundige Jury, der auch eine Vertreterin des Landesamtes für Denkmalschutz angehörte, entschied sich nach intensiver Beratung für die Sondershäuser AIG – Architektur- und Ingenieurgesellschaft mbH, Karsten Schmidt. Das Büro konnte sich auch im Jahre 2009 im Wettbewerb um die Realisierung des Gästehauses für die Landesmusikakademie durchsetzen. Der Entwurf sieht den weitgehenden Erhalt der Fassade zum Musikantenbrunnen und z. B. die Beibehaltung der Travertinbekleidung vor.
Alle beteiligten Architekten sahen die vorhandene Bausubstanz als äußerst kritisch an. Ein Planungsteam sprach sich für einen kompletten Neubau aus, da die Kosten für die Sanierung unverhältnismäßig hoch seien.

Der favorisierte Entwurf von AIG sieht auch den Erhalt des westlichen Anbaus der ehemaligen Bäckerei im Hof vor und ergänzt diesen mit Neubauanteilen, was sich in der Kombination als sehr reizvoll darstellt. Selbstverständlich bietet sich der nach Süden ausgerichtete Hofbereich auch als Caféterrasse an. Wegen der beträchtlichen Größe der Hoffläche, welche erst jetzt nach Freimachung durch die Stadt Sondershausen erkennbar wurde, wäre eine zusätzliche Bebauung bei Bedarf möglich.
Nach erfolgter denkmalgerechter Sanierung des ehemaligen Cafés, bei der der Erhalt der historischen Bauteile eine wichtige Rolle spielt, könnte das zuvor restaurierte Mobiliar, das vorausschauend sicher eingelagert worden ist, wieder Einzug in den ursprünglichen Standort halten.

Die "Wippertal" WBG mbH hatte sich bereits vor Jahren gegenüber dem jetzigen Eigentümer, der Stadt Sondershausen, zur Gebäudeübernahme bereit erklärt, wenn es einen ernsthaften Nutzer und mit ihm auch spätere Mietzahlungen für das Café geben würde. Da es diesen jetzt gibt, ist eine sehr wichtige Voraussetzung für das Projekt gegeben. Selbstverständlich besteht sowohl seitens der "Wippertal" WBG mbH als auch des neuen Betreibers Bereitschaft, z. B. mit einer Seniorengruppe zu kooperieren.


Neues vom „Café Pille“ (Foto: Wippertal Wohnungsgesellschaft) Neues vom „Café Pille“ (Foto: Wippertal Wohnungsgesellschaft)

Die Vermietung der im Obergeschoss entstehenden ca. 5 barrierefreien Wohnungen wurde bei dieser zentralen und somit gefragten Wohnlage nie als besondere Schwierigkeit angesehen.
Die "Wippertal" WBG mbH wird daher die AIG mbH veranlassen weitere Planungsschritte durchzuführen und eine Kostenschätzung zu ermitteln. Auf Basis dieser Planung können im Jahr 2012 Gespräche mit den Fördermittelgebern (Thüringer Innenstadtinitiative „Genial Zentral“) durchgeführt werden. Sollten diese in wirtschaftlicher Hinsicht zufriedenstellend verlaufen und zu einer für die "Wippertal" WBG mbH vertretbaren Finanzierung beitragen, könnte die Realisierung des Bauvorhabens im Jahr 2013 erfolgen. Ob das neue Café dann den Namen des früheren Eigentümers beibehält oder „Café Schwarzburg“ heißen wird, ist jetzt noch die Frage.
Eckhard Wehmeier
Geschäftsführer "Wippertal" WBG mbH
www.wbg-wippertal.de
Autor: khh

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