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Gemeinsame Bürgersprechstunde

Donnerstag, 08. Dezember 2011, 22:48 Uhr
Die beiden Sondershäuser Bundestagsabgeordneten von CDU und FDP in Apolda eine gemeinsame Bürgersprechstunde abgehalten und wollen im Wahlkreis Einigkeit demonstrieren. Dazu erreichte kn folgender Bericht...

Im Rahmen ihrer gemeinsamen Bürgersprechstunden haben die Bundestagsabgeordneten Patrick Kurth (FDP) und Johannes Selle (CDU) diesmal nach Apolda eingeladen. Die Abgeordneten wollen damit demonstrieren, dass sie sich gemeinsam in Berlin und im Wahlkreis engagieren. Damit könne man mit doppelter Schlagkraft Themen aus dem Wahlkreis in die Koalition einbringen. „Es ist wichtig, dass wir nicht nur in Berlin sondern auch vor Ort zusammenstehen und intensiv zusammenarbeiten“, so die Bundestagsabgeordneten.

Zum Hauptthema der Sitzung in Apolda wurde diesmal die DDR-Unrechtsaufarbeitung insbesondere bei Zwangsausgesiedelten. Gesprächspartner waren Frau Marie-Luise Tröbs, Präsidentin des Bundes der in der DDR Zwangsausgesiedelten e. V. und Hildigund Neubert, Landesbeauftragte des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Dem Unrecht der Zwangsaussiedlung fehle die entsprechende gesellschaftliche Würdigung, insbesondere der Wellen von 1952 und 1961.

Auch in der Entschädigung seien Opfer dieser Willkür nicht in jedem Fall gerecht behandelt worden.

In der sehr engagierten Diskussion verwies MdB Kurth auf den komplexen Sachverhalt im Verhältnis zu anderem Unrecht der Vergangenheit.

Gemeinsame Bürgersprechstunde (Foto: MDB Selle) Gemeinsame Bürgersprechstunde (Foto: MDB Selle)

Trotzdem versprachen die MdBs, in ihren Fraktionen dieses Thema aufzurufen. Konkreter waren dabei die Ideen für eine öffentliche Würdigung. In der Halle des Paul-Löbe-Hauses des Deutschen Bundestages z. B. könnte im nächsten Jahr eine Dokumentation anlässlich des 60. Jahrestages ausgestellt werden.
Wahlkreisbüro Johannes Selle
Autor: khh

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